Hauptmenü
Live Berichte > berichte
Metal Bunker 2 Years Aniversary
feat.: Deathplagued, Putrid & Mosfet
30.04.2011 Volkshaus Lienz
zurück
Zu einer erneuten Ausgabe des Metal Bunker rief das Rockbeat Team. In der Vergangenheit haben wir ja bereits auf diesen hochqualitativen Veranstalter hingewiesen und so war es uns einmal mehr eine Ehre einer erneuten Runde beizuwohnen. Natürlich hatte man auch einen Geburtstag zu feiern. 2 Jahre gibt es nun schon die Vereinigung des Rockbeat und bis dato konnte man mit bestens, perfekt geplanten Events bei den hiesigen Metal Fans punkten. Die längere Anfahrtszeit schreckte uns einmal mehr nicht ab. Denn in gut 1 ½ Stunden hat man Lienz von Salzburg aus erreicht und da wir uns gewiss waren, dass Marco und seine Mannen wieder alles tun würden damit sich die Metal Fans wohl fühlen würden, machte sich das Kleeblatt des Metal Underground bestehend aus Robert, Trolldom und Much auf um sich die geballte Ladung um die Ohren blasen zu lassen.
Mit etwas Verspätung kletterten Mosfet hochmotiviert auf die Bretter. Bis dato wo meine Wenigkeit den Jungs und ihren Auftritten beiwohnen durfte, wurden weder ich, noch die Fans enttäuscht. Eher im Gegenteil die Jungs arbeiten beständig an ihrem Material bzw. an ihren Auftritten. So wurde auch dem Ost Tiroler eine ordentliche Death/Thrash Wand nach dem Intro geboten. Veränderungen? Ja, zumindest kam es mir so vor. Deutlich rauer und brachialer ratterte die Maschinerie über unsere Köpfe hinweg. Langeweil kommt bei solch einem Engagement niemals auf und das unterstrichen die Marchtrenker einmal mehr ganz dick. Da wurde weder gekleckert noch geklekst. Vielmehr gab man alles und ging ab wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Eigentlich hätte die Songs (streckenweise erinnerte man durch die raue Breitseite stark an Sodom) zu einem enormen Pit animieren müssen. Doch das Publikum stand lieber da und beäugte in gemütlicher Position den Auftritt der oberösterreichischen Mannen. Schade, denn somit war den Jungs zwar eine gute Resonanz von Jubelrufen und artigem Geklatsche gegönnt. Doch zu mehr waren die Ost Tiroler Metal Freaks nicht zu erweichen. Lediglich eine kleine Abordnung (wo auch Trolldom, Hänsi und meine Wenigkeit dazugehörten) bangten eifrig um den Jungs zu huldigen. Verzweiflung auf der Bühne? Mitnichten, wer die Oberösterreicher kennt, weiß, dass sie alles geben, egal was da vorne vor der Stage sich abspielt. Somit stachelte man weiter ordentlich an und ließ der aufgestauten Energie freien Lauf. Egal was die Jungs heute Track mäßig aus dem Rucksack packten, die Songs machten viel Spaß und gingen gut ins Gehör. Solche Thrash Granaten aus dem Hause Mosfet sind aber auch eine Dynamitladung. Nach gut 40 Minuten hatte man aber alle Karten ausgespielt und man servierte uns noch bereitwillig eine Zugabe und hinterließ ein staunendes Publikum, denn obwohl man nicht den Circle Pit himself anstacheln konnte, waren die Fans vor Ort sehr schwer beeindruckt von den Marchtrenker Jungs. Kein Wunder und das nehmen wir in der Redaktion immer wieder mit einem Grinsen entgegen, egal in welchem Landstrich sie auftauchen sie sorgen schlussendlich für langanhaltende Reaktionen und somit haben Mosfet auch in Ost Tirol ihre Mission sehr gut erledigt.
Die nächsten im Bunde waren die Herrschaften von Putrid, die wohl den Lienzer wohl bekannt gewesen sein dürften. Deutlich mehr Reaktionen riefen die Jungs nun hervor. Obwohl der sprichwörtliche Pit war auch hier nicht so recht vom Stapel zu bringen. Die hatten laut Aussagen eine längere Pause hinter sich. Nun ja, davon hat man nichts gemerkt, denn die barschen Death Grindler die hier ihr Unwesen trieben knallten uns allen die Sicherungen raus. Unglaublich mit welcher behänder Kraft die Jungs hier agierten. Anton Berger (bass & voc), Berthold Berger (drums), Günther Maier (guit & voc), Sigi Steiner (guit) und Martin Weiskopf (voc) waren sehr gut aufeinander eingespielt und dabei wurde eine technische Death Grind Wand nach der anderen aufgezogen und Sekunden später wieder nieder gerissen. Doch auch der gewisse Thrash Faktor darf hier nicht unerwähnt bleiben, denn in diesem Dreiklang rotierte die Ost Tiroler Mannschaft über uns hinweg und legte alles unter Feuer. Egal ob es Eigenkompositionen waren, oder Cover Versionen, alles ging Handübergreifend und so nahm man den Metal Bunker im Handstreich ein. Besonders angetan hatten es mir die Cover. Denn diese wurden dermaßen verändert sodass man nicht wusste, sind es nun Cover oder einfach Parallelen zum Original. Das unterstreicht die Liebe zum Detail, mit der die Mannschaft ins Gefecht geht und dieses war höllisch. Ein wahres Inferno um es besser zum Ausdruck zu bringen. Besonders gefallen hat meiner Wenigkeit das Exodus Cover „War Is My Shepherd“. Kein Wunder, ist ja auch mein Lieblingssong vom Original und damit haben mir die Putrid ein absolutes Hörschmankerl an diesem Abend beschert. Unglaublich welche Metal Perlen sich in Ost Tirol befinden. Die Jungs gaben alles und zogen dabei selbstredend nach Leibeskräften alle Register um den Pegel für die kommende Band anzuheben. Mit „Bullet Proof“ verabschiedeten sich die Jungs bei uns und wir hoffen recht bald mal wieder in den Genuss eines der Auftritte der Recken zu kommen.
Wenn man fragt Metal – Ost Tirol dann kommt bei unserer Redaktion, als auch bei vielen Metal Fans im restlichen Österreich Deathplagued raus. Die Jungs haben sich zu einem tollen Akt und zu einer guten, messerscharfen Speerspitze des Death Metal in Österreich entpuppt. Schon bei vorangegangen, zahlreichen Auftritten hatten uns die Jungs nie enttäuscht. So waren wir auch an diesem Abend ganz sicher dass die Burschen alles in Schutt und Asche legen würden. Tja das taten sie dann auch. Unglaublich, denn auch Harald Berger (voc & guit), Emanuel Pichler (guit & voc), Eugen Klammsteiner (drums) und Patrick Kösslbacher (bass) haben einen bemerkbaren Veränderungsprozess durchschritten. Unglaublich wie amtlich die Tracks an diesem Abend zündeten und ein wahres Höllenfeuer konnte man entfachen. Das Publikum wurde da bereits nach dem ersten Track auf die Seite gerissen und ein völlig neues Bild spiegelte sich im Metal Bunker wieder. Die zwar etwas dezimierten Besucherzahlen gaben dermaßen Stoff das es eine Freude war dies miterleben zu dürfen. Dort wurde ganz dicht beieinander gebangt was das Zeug hergab und so blickte die Mannschaft über ein wehendes Haarmeer und das genossen die Jungs sichtlich, dass sie es geschafft hatten das Eis zu brechen. Immer weiter ging die rasante Fahrt und schlussendlich hatte man noch etwas ganz besonderes in petto. Erwin Wibmer (ex Lost Dreams) kletterte auf die Bühne und gemeinsam mit den Deathplagued heizte man uns gehörig ein, sodass man den finalen Todesstoß ansetzen wollte. Dies vollbrachte man mit den beiden Kataklysm Covern „In Shadows and Dust“ und „As I Slither“, als auch dem Amon Amarth Gassenhauer „Guardians of Asgaard“. Da gab es vor der Bühne kein Halten mehr und die zogen die Fans ihrerseits noch einmal alle Reserven. Mit „The Revolt of Hate“ und den Danksagungen an Rockbeat und allen Leuten vor Ort samt Erwähnung unseres Zines (das ist natürlich Balsam für die Seele) legte man mit der Zugabe in Form von „Roots Bloody Roots“ von Sepultura den letzten Scheit in den Hochofen, bevor man die Asche raus klauben konnte. Ein unvergesslicher Abend, der uns bestärkt hoffentlich bald wieder Richtung Lienz die Reise anzutreten, um das nächste Metal Event von Rockbeat genießen zu dürfen.
Wir bedanken uns einmal mehr bei Marco und seinen Rockbeat Leuten unglaubliche Leistung die ihr euch immer wieder antut. Weiters bei allen feiernden Fans für die gute Stimmung und selbstredend bei allen drei Bands die uns an diesem Abend aufs eifrigste eingeheizt haben.
Konzert Bilder
Für euch vor Ort waren Robert Huber, Trolldom und Much
The content is the property of www.metal-underground.at