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Abtenau Verrockt X feat. Decrabits, Atratus, P.i.N.X., Los Luceritos & Supercharched Afterburner Live Bericht

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Abtenau Verrockt
feat. Decrabits, Atratus, P.i.N.X., Los Luceritos & Supercharched Afterburner
10.04.2010 Festzelt Abtenau


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Der Kulturverein Dreschflegel hatte sich ja in den letzten Jahren sehr viel Mühe gegeben um den Rock/Metal, aber auch den Punk nach Abtenau zu bringen. Dabei war das Festzelt Abtenau immer ein sehr guter Veranstaltungsort. Recht verwunderlich ist es dann schon, wenn es sonst in der kleinen Gemeinde keine VA Orte gibt und man dann einfach den Leuten das einzige weg nimmt was für Partys und so weiter geeignet wäre. Das Abtenau Verrockt stand also nicht nur unter einem Runden Motto, denn es war mittlerweile das 10. Verrockt das der KV Dreschflegel inszeniert hatte, nein es war auch das letzte Mal in dem besagten Zelt. Mit einem leichten Schmunzeln fand ich mich beim Festzelt ein, denn seit meinem letzten Besuch sind gut drei Jahre verstrichen und außerdem war ich zu einer Hochzeitgesellschaft eingeladen. Wie auch immer betrat ich nun den Veranstaltungsort und etliche Leute hatten sich bereits zur frühen Stunde schon eingefunden.



Das Thrash Kommando Supercharged Afterburner hatten leider das Los gezogen als erster auf die Bühne zu klettern. Sicher waren noch nicht die Massen da, die der Truppe frönten, doch jene Meute die vor der Bühne von Beginn an abgingen gaben ordentlich Gas und begrüßten die einheimische Band freudigst. Selbige ballerten auch gleich ohne Kompromisse los und agierten technisch auf einem hohen Niveau. Eine gute Weiterentwicklung hat diese Formation durchlebt und diese eingespielte Stärke konnte man bestens verwenden um dem Mob vor der Bühne eine gewaschene Performance zu bieten. Das vierblättrige Kleeblatt hatte viele Knüppel aus dem Sack Tracks mitgebracht und diese bretterte man uns mit viel Speed unterm Hintern um die Ohren. Dieses Bangerkraftfutter nahmen auch die jungen Metalheads vor der Stage gut auf und diese feierten die Truppe nach Leibeskräften ab. Das gefiel wohl auch Hans-Peter Wintersteller (guit & voc), Lukas Moser (guit), Christiane Schnitzhofer (bass) und Roland Schnitzhofer (drums & voc) und genau deshalb gab man noch mehr Gas. Die Vermischung aus alten Traditionen des Thrash Metal a la Kreator und Co, mit klitzekleinen moderneren Allüren war einmal mehr ein Garant für eine Nackenfräßen Party und genau zu dem waren auch die immer mehr vor die Bühne drängenden Besucher aufgelegt. Somit startet man das Verrockt mit einem richtgehenden Kickstart. Dennoch und obwohl man gleich vor einem gut gelaunten Publikum auftreten konnte, ruhten sich die Herrschaften nicht auf den bereits eingeheimsten Lorbeeren aus. Nein, vielmehr gab man aufgrund dessen nur noch mehr Gas. Die Spielfreude die man dabei an den Tag legte war für mich einmal mehr wieder göttlich, denn die Truppe steht zu dem was sie macht. Genau die Gaben die man nun mit technischen Raffinessen gespickt hatte waren ein Garant für einen wirklich grandiosen Auftritt. Nicht nur dass, seit meinem letzen Live Zusammentreffen mit dieser Formation hat man sich deutlich gesteigert und so bin ich zuversichtlich das man noch weiterhin an sich arbeiten wird und sich bald an die Spitze der Metalszene des Juvavum Metal spielen wird. Quer durch die Palette wurde wie bereits erwähnt feinster Thrash geboten und außer älteren Tracks wurden auch brandneue Granaten ausgepackt und sofort in die Menge gefeuert. Selten habe ich so einen schnellen Start erlebt und das zeugt für die ausgereifte, spielfreudige Truppe. Nach gut 50 Minuten Spielzeit wollte man nun das Feld räumen, doch die Meute vor der Bühne hatte nicht genug und so gab es „Whiplash“ von Metallica als Draufgabe. Da freut man sich doch wirklich bis zum nächsten Auftritt, der hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Los Luceritos: Mit dieser Truppe hatte ich persönlich meine liebe Mühe. Reggae ist ja absolut nicht meine Baustelle und somit kann ich über die Musik der Band nicht viel sagen, denn es wäre unfair und zu voreingenommen. Dennoch muss ich der Truppe, die hier als zweite ins Rennen ging eines bescheinigen. Sie es verstehen Jedermann/frau eine Party zu bieten die ansteckt. Etwas an die Seer erinnerte mich die Truppe streckenweise, aber wie gesagt im Repertoire verbirgt sich weit mehr als das. So war nun Partystimmung pur angesagt und dabei tanzten alle Besucher fleißig durchs Zelt und hatten ihre Heidenfreude mit dieser Truppe. Wie gesagt lediglich der Rezensent beäugte dies etwas besinnlicher (sturer Metal FreakJhalt)




Gastein scheint ja in den letzen Jahren ein gutes Pflaster für Punk Bands gewesen zu sein. Wie erkläre ich mir sonst die wirklich starke Truppe die ich bis dato aus dem weitläufigen Tal zu sehen bekommen habe. Auf dem bereits vorgelegten Partypegel konnten auch die P.i.N.X. nun aufbauen und legten sich ihrerseits mächtig ins Zeug, um ja das Parameter zu halten. Gelang ihnen auch spielend, denn mit ihren leicht verdaulichen, teilweise sehr fröhlichen Melodien hatten sie ihre Version des Party Punkrock mitgebracht und zu dem kann man live bestens abshaken. Dies taten auch die Besucher des Verrockt und feierten weiterhin eine nicht enden wollende Party mit Lindebner Fritz (voc & guit) Riedel Lukas (guit & voc), Posch Wolfgang (bass & voc) und Winkler Erich (drums). Das gefiel der Truppe was sich vor der Stage abspielte und dabei legte man sich weiterhin sehr energetisch ins Zeug und auch die Fans ihrerseits steckte man mit dieser Stimmung an. Sicher wird der Punk nicht jetzt zu meiner favorisierten Stilrichtung, aber der Auftritt der Gasteiner Truppe wusste auch mir zu gefallen und das Material welches die Mannschaft durch die Boxen jagte war sehr nett aufzunehmen und die dabei gezeigte Freude war ebenfalls ein Bonuspunkt mit der die Formation glänzen konnte, vor allem auch bei mir. Nach einem kurzen Break verabschiedeten sich die Recken und ließen mit einem Turtle Zwischenintro etwas verdutzte Gesichter zurück. Dennoch nach dem verstreichen dieses Tracks kamen die Burschen als Bananen verkleidet zurück und legten noch einen drauf und zwar in Sachen herum kaspern und Party machen. Wie ausgewechselt schien die Band nun zu sein, denn man agierte nun mit etlichen Covern aus der, sagen wir es mal so Normalo Szene. Mit dem Cypress Hill Cover schien man vor allem bei der Audience mächtig Eindruck schinden zu können. Persönlich begutachtete ich etwas skeptischer diesen Teil. Beim herkömmlichen Auftritt konnte man weit besser überzeugen. Wie auch immer alles in allem tolle Leistung und das gezeigte Engagement wurde mit einem fleißig mitfeiernden Partyvolk honoriert.



Wie eine komplette Wende kam mir nun der Auftritt von Atratus vor. Die Band habe ich, sofern ich mir nicht irre bereits dreimal bis dato gesehen. Dennoch hätte ich mir nie das erwartet was uns nun von den Abtenauer Kriegern geboten wurde. Auch bei den Besuchern scheint man nicht mehr unbekannt zu sein und so fanden sich bereits beim ersten Track viele Leute vor der Bühne ein und gaben von Beginn an ordentlich Stoff. Die Jungs peitschten über uns hinweg und das mit einer eisigen Kälte wie man es sich von solchen Genrebands erwartet. Wer allerdings nun geglaubt hätte, dass man weiterhin astreinen, melodiösen Pagan Metal bekommen würde der irrte. Eine wirklich merkliche Umstrukturierung hat man durchlebt und das nun gezeigte Spiel war eine geile Mischung aus Death & Black Metal (letzeres ob beabsichtig oder unbeabsichtigt es ist leicht vorhanden) und darüber streuten die Jungs leichte folkloristische Einsätze und kleine altbekannte Pagan Brisen. Das dadurch erzeugte Mischverhältnis knallte man uns streckenweise mit viel Tempo und sehr hasserfüllten Rhythmen um die Ohren und so gaben die Fans der Band vor der Bühne noch mehr Gas und dabei moshten und bangten auch viele im Pit mit viel Wut um. Die immer wieder eingelegten Stopps der reinen folkloristischen Art kamen wirklich gut gelegen um etwas Reserve zu holen, bevor man erneut über die Meute hinwegfegte und dabei alles in Schutt und Asche kokelte. Die durchschrittenen Änderungen stehen der Band sehr gut und dabei wandelte man einen breiten Pfad zwischen Falkenbach und so weiter. Das schien auch den Fans gut zu gefallen und nun ging im Pit ordentlich die Post ab und man feierte eine etwas andere Party mit den Herrschaften auf der Bühne. Trotz der kompletten Änderung im Verlauf der Bands waren aber nicht minder wenige am feiern und so gaben auch nicht unbedingt Metal Fans mit den eindeutig gewandeten Verehrern dieser Richtung brüderlich vor der Bühne Stoff. Nach gut einer Stunde hatte man verließ man die Schlacht und obwohl man nach einer Zugabe verlangte konnte man der nicht nachkommen. Schade einen Song mehr hätten wir wohl alle gerne gehört. Doch ein Blick auf die Uhr verriet dass man anhand der Running Order etwas dem Zeitplan hinten nach hinkte.



Eigentlich dachte ich mir bei den Decrabits todgeweihte leben länger, weil ich die Jungs schon satte 5 Jahre nicht mehr live zu Gesicht bekommen hatte. Doch leider war die erneute Runde eine Enttäuschung. Nicht etwa wegen der Band selbst nein dies nicht, aber es sollte nach 9 Jahren Bandkarriere der letzte in Bandgeschichte sein. Blasius Buchegger (voc), Peter Friesinger (guit), Robert Buchegger (bass) und Erich Grünwald (drums) konnten den Heimvorteil bestens ausnützen und wurden mit einem lauten Gebrüll begrüßt. Das man so die Geschichte beenden konnte war einfach toll. Was gibt es schöneres als mit einem amtlichen Auftritt vor vielen Leuten sich verabschieden kann. Stimmt nichts und so spielten die Jungs mit einem lachenden, als auch weinenden Auge ihr Finale. Das war superb und man bot den Heavy Rock mit dem ich die Jungs 2004 das erste Mal live gesehen habe und diesen offerierte man uns etwas durchdachter, grooviger, mit leichten modernen Ingredienzien. Zu solch shakigen Nummern ging vor der Bühne weiterhin die Post ab und obwohl Demon Alcohol vielen Besuchern bereits ordentlich zusetzte gaben viele Leute vor der Bühne weiterhin Gas und feierten eine ausgelassene Party mit den Jungs auf der Bühne. Das kurze Duett was hier zustande kam beeindruckte mich persönlich am meisten. Kenne zwar den Jungen nicht der gemeinsam mit Blasius nun das Vocals teilte, aber die Core Shouts die hier auf den erdigen Rockgesang trafen waren extrem klasse und waren eine wirklich tolle Bereicherung. Doch auch sonst bot man einen finalen Auftritt der sich gewaschen hatte und man lies ebenfalls nichts anbrennen. Keiner wollte das Ende herbeisehnen, dennoch kam dieses zu schnell. Wirklich Schade dass diese Truppe sich auflöst, denn bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde meine Person betreffend noch niemals von der Rockkunst der Band enttäuscht. Wie auch immer grenzgeniales Finale was uns hier geboten wurde.

Devolution wären eigentlich nun angesagt gewesen, diese hatten an diesem Abend einen weiteren Auftritt in Hallein gehabt und auch war ein baldiger Start ihrer Show noch nicht in Sicht. Auch war die Uhr schon weit vorangeschritten und so strich meine Person die Segel.

Man kann nur hoffen das der
KV Dreschflegel weiterhin für die Fans der härteren Musik in den kommenden Jahren erhalten bleibt und weitere Veranstaltungen folgen werden. Auch beim Festzelt solle angeblich ein Lichtblick in Sicht sein, denn die Kirche will angeblich einen Platz zur Verfügung stellen. Kann man nur hoffen das Hochwürden nicht zu engstirnig ist und auch dem Rock und Metal eine Chance gibt und beim neuen Platz Bands der härteren Gangart aufspielen dürfen.

Toller Abend muss ich wirklich sagen. Freundliche Bedienung und Crew die hier ein tolles Event über die Bühne gebracht hatte, auch die Security war freundlich aber bestimmend und so denke ich war dies eine würdige Verabschiedung des Zelts vom jetzigen Standort.

Konzertfotos

Für euch vor Ort waren Robert Huber und Michael Silbergasser

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