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Art of Noise III feat. Neaera, Mosfet, Inarcadia & Azahel Fortress 19.02.2011 KiKas Aigen Live Bericht

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Art of Noise III
feat. Neaera, Mosfet, Inarcadia & Azahels Fortress
19.02.2011 KiKas Aigen


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Aigen gibt es ja viele und natürlich denkt man es handle sich um jene Ortschaft gleich um die Ecke. Tja leider war dies nicht der Fall, denn ins nördlichste Oberösterreich verschlug es meine Wenigkeit um dem Ruf der ART OF NOISE Leute zu folgen. Nach einer Auftofahrtodyssee von knapp 2 ½ Stunden erreichte ich die Ortschaft und begab mich auf die Suche des KiKas welches als Veranstaltungsort diente. Gleich gefunden, jedoch dachte ich was hier soll ein Megaevent steigen? Tja da hatte ich mich, genauso wie der Sänger von Neara falsch gewickelt und was für ein Event es werden sollte. Etliche Fans waren bereits zur frühen Stunde vor Ort und stärkten sich an dem angeschlossenen Gasthaus. Coole Sache mit absolut fairen Preisen und das Menü war reichhaltig, sodass sich der ausgehungertste Krieger wieder kräftigen konnte. Mit einer guten Stunde Verspätung öffneten sich dann auch schon die Pforten der Konzerthalle. Coole Sache da hat man ein altes Kino komplett umgebaut, war wirklich einmal eine unüblichere Mörderlokation das konnte ja nur interessant werden.




Die Black Metaller Azahel‘s Fortress hatten den leidigen Job des Openers. Ist halt immer so eine Sache, da liegt es an der Band Stimmung zu machen. Tja nun Stimmungsmusik ist Black Metal einfach nicht, auch wenn die Jungs eine solide Arbeit boten. Der Redaktion sind sie seit ihrem Support Gig von The Visions Bleak beim Dark Seasons. Eine deutliche Steigerung konnte man sofort fest stellt und die Truppe wirkte ungemein gereift. Wenn man bedenkt dass die Band als One Man Band gestartet wurde, hat man sich mittlerweile zu einem richtigen Fixstern in Sachen Black Metal Combo gemausert. Alle Bandmitglieder waren gut aufeinander eingespielt und vor allem der Schlagwerker trat vom erhobenen Podest seinen Kollegen ordentlich ins Hinterteil. Zwischen Evil Black True Metal und streckenweise sehr kompetenten Ambient Klängen wurde quer durch den Auftritt hindurch gewechselt und souverän offerierte man uns eine feine, technische Auswahl der Schwarzwurzelmusik. Dennoch die eisigen Temperaturen behielt man bei und so konnte man auch kaum viele Leute vor die Bühne zerren, was meine Person etwas schade fand, denn das was uns die Burschen hier dar boten war erste Sahne und hätte eigentlich jeden Black Metaller sofort dazu animieren müssen seien Rübe durchzuschütteln. Waren wohl wenige Verehrer dieser Musik an diesem Abend da und so sahen sich den Opener Act gemütlich von weiter hinten an. Bis zum Ende hin hatten sich dann doch einige erbarmt und bangten etwas zaghafter um der Truppe auf der Bühne zu huldigen. Weiterhin ließ die Kapelle nichts anbrennen und steuerte dominant die eingeschlagene Richtung weiter fort. Eiskalt und mit viel Menschenverachtung brüllte und kreischte der Frontmann Gischt und Galle. Lediglich fehlte etwas die Kommunikation mit dem Publikum, ja klar Black Metal soll eher eisig rüber kommen, aber etwas die Besucher mit einbinden schadet nie. Das wäre aber auch das einzige was man den Blackies ankreiden könnte, musikalisch war alles vom feinsten, weißgebleichten Schwarzwurzel Metal und über diese Leistung konnte man nicht meckern. Als Verabschiedung kündigte man ein Immortal Cover an, doch das musste man etwas verschieben da man etwas mit dem Sound zu kämpfen hatte. Dennoch nach der Behebung des Problems konnte es schon losgehen und die letzte Schwarzkohle wurde ins Feuer geworfen. Mit viel Höflichkeitsapplaus wurde der Gig honoriert und somit darf man durchaus gespannt auf das nächste Zusammentreffen sein.




Die aus der Linzer Umgebung stammenden Inarcadia vollzogen nun eine 180 Grad Drehung und pfefferten nach dem Intro sofort mit „City of Mine“ und „Cold Hearts, Cold Worlds“ los. Dies Jungs hatten ordentlich Blut geleckt und sofort wollte man den Party Pegel Barometer nach oben hieven, was ihnen auch nach den ersten beiden Tracks durchaus gelang. Viele Leute mehr konnten sie nach etlichen Minuten vor die Bühne zerren und mit vielen Bemühungen ließ man auch weiterhin nicht locker. Besonders agil und viele energetische Elemente spritzten und funkten nur so durch die Halle und dies war ein Verdienst der Band und somit konnte man den Jungs nur eine astreinen Beginn der Show attestieren. Doch auch wenn man einige Jubelrufe eingeheimst hat, locker wollte man zu keinem Zeitpunkt lassen. Ohne Umschweife trat man weiterhin gehörig das Gaspedal um die gewonnene Fanbase ordentlich zu unterhalten. „Eternal Bloodshed“, Wolf Disguised as Man“ und „Amongst mere Mortals“ waren als nächstes dran und diese Fortsetzung war eine gute Wahl. Durch die Halle blickend konnte man einige Metal Freaks sehen die man ordentlich zu animieren schien. Hannes Klammer (bass), Andreas Stütz (voc), Daiske Shibamori (guit), Dieter Steininger (guit) und Klemens Reinthaler (drums) schienen viel Spaß zu haben und dieser Faktor sprang auch auf das Publikum über. Viele Jubelrufe stachelten die Burschen auf der Bühne weiter an, dort fortzusetzen wo man uns mit kurzen Pausen immer zurück ließ. Mit geballter Kraft fegte man weiter und dabei ließen die Hardcore Recken nichts anbrennen. Die durchmischte Hardcore Musik, mit melodischen Erweiterungen war aber auch vom feinsten und dazu ließ es sich so richtig schön abgehen. Eine lange Spielzeit hatten aber auch diese Burschen nicht und so war mit „I The Emperor“, „Hollow Lines“ und „Enigma“ auch schon wieder das viel zu frühe Ende gekommen. Schade einige Songs mehr hätten uns allen wirklich gut getan. Doch so musste man sich zufrieden geben und aufs nächste Mal hoffen.




Mosfet sind für mich mittlerweile in Unikum, wo diese sympathischen Death/Thrasher auftreten ist binnen Sekunden der Teufel los. So verwunderte es mich kaum dass man auch an diesem Abend sofort an den vorgelegten Pegel der Kollegen aus Oberösterreich anknüpfen konnte. Die Marchtränker gingen wieder sofort aufs Ganze und das lohnte sich. Eine freudig kreischende und bangende Menge hatte man fest im Würgegriff und den lockerte man zu keinem Zeitpunkt. Die Zweimonatige Pause hat sich wirklich gelohnt, denn mit aufgefrischtem Elan fegte man über unsere Köpfe hinweg wie ein Panzer auf einer Amokfahrt. Dieses vorgelegte Limit wollte man noch toppen und das schaffte man auch, denn das Material ist für eine Abgehrunde bestens geschaffen. Eine gute Best Off Show des Machwerks „Sickness Memory“ hatte man mitgebracht und das blies man uns mit brachialer Kraft um die Ohren das es sich gewaschen hatte. Es wurde gepost, gebangt und agiert und dass man erneut im eigenen Schweiß fast ersoffen wäre. Soviel aufgebrachte Kraft muss sich lohnen und das tat es auch, denn weiterhin spielten die Oberösterreicher vor einer breiten Fanschar, die ordentlich zum Material mit abgingen. Mit sichtlicher Zufriedenheit bedankte sich der Frontmann Phillip Essl im Namen seiner Kollegen um sofort wieder eine Granate nach der anderen abzufeuern. Eine perfekt umgesetzte Performance wollte kein Ende nehmen und das hofften viele, doch der Hauptact stand bereits in den Startlöchern um noch alles in Schutt und Asche legen. Die Vorbereitung zum infernalen Ende haben Mosfet bestens geebnet.




Etwas länger dauerte die Umbauphase für den Hauptact, doch die versammelte Mannschaft gab sich redlich Mühe die Besucher nicht zu lange warten zu lassen und so konnte es auch mit einer etwas kleineren Verspätung weiter gehen. Wenn Neaera für eines bekannt sind dann für eine brachial, energiegeladene Show und nach einem Intro preschten die German Death Corler auch gleich los und legten wie schon erwähnt schlussendlich alles in Schutt und Asche. Zwar hat meine Wenigkeit die Jungs schon seit 2 Jahren nicht mehr live zu Gesicht bekommen. Doch viel hat sich nicht verändert bei ihnen und das ist als positiv zu sehen. Während der Show explodierte eine Dynamitladung nach der anderen und es gab für die Masse der Besucher kein Halten mehr. Im Mittelteil der Halle wurde der Platz für einen satten Moshpit genutzt und auch bei den dicht gedrängelten vorderen Reihen wurde amtlich Stoff gegeben. Doch mit dem alleine gaben sich Benny Hilleke (voc), Tobias Buck (guit), Stefan Keller (guit), Benjamin Donath (bass) und Sebastian Heldt (drums) nicht zufrieden. Zum immer mehr Höchstleistung trieben sie das Publikum an und das folgte diesem Kampfruf nur zu gern. Gehaltvoller Core lastiger, melodischer Death Metal erschütterte die Konzerthalle das es nur so vibrierte und da knallte bei so manchen die Sicherung aus und diese betreffenden Personen duellierten sich im Pit mit den anderen Metal Freaks. Über mehr als eine Stunde geben die Münsteraner eine wohl durchdachte Set-List zum Besten und da war für jeden Fan was dabei, egal ob langjähriger oder neuer jeder wurde nach allen Regeln der Kunst mit Schmackes bedient. Frontflummi Benny agierte wie eine wild gewordene Bestie und forderte Festival Stimmung und das schon im Februar geht denn so was? Ja es geht zumindest viele männliche Metal Fans nahmen dieses Aussage als Befehl und weiter ging’s mit nacktem, scheißgebadeten Oberkörper. Das da natürlich viele Fans forderten Meister Hilleke sollte es gleich tun war kaum verwunderlich. Doch Benny zierte sich etwas. Nach der Ankündigung und etlichen Scheißtropfen später war bereits das nahe Ende angekündigt. Doch nicht mit den Fans in Aigen die kreischten nach einer Zugabe und dieser wurde ohne lange warten gerne geboten. Doch nun schien der Frontgummiball nicht mehr rausreden zu können immer mehr Jubelrufe forderten den Frontmann auf seinen Oberkörper zu präsentieren. Na da konnte er nicht anders und so gab es die Zugabe mit nacktem Oberkörper, das hatte aber Benny auch dringend nötig, denn das Hemd war pitschnass. Leider war aber nach dem Zugabetrack schon Schicht im Schacht. Schade ein bis zwei mehr wären sicher noch drin gewesen, doch so musste man sich mit dem zufrieden geben was man an diesem Abend geboten bekam und das war von der ersten bis zur letzen Band die Vollbedienung.




Art of Noise allen voran Gernot Fuchs muss hier lobend erwähnt werden das sie es sich ein drittes Mal angetan haben diese Veranstaltung abzuhalten. Mit der Besucherzahl und der gezeigten Organisation darf man sich zufrieden geben, denn es war ein Megaevent das man nicht so schnell vergessen wird. Im nördlichsten Oberösterreich brodelt der Hexenkessel so viel kann ich zu dieser Veranstaltung sagen und da hofft man auf ein Art of Noise Part IV bei dem zumindest meine Wenigkeit sicher wieder nach Aigen pilgern wird.


Konzert Bilder

Für euch vor Ort war Robert Huber

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