Band: In Flames
Titel: Siren Charms
Label: Epic/Sony
VÖ: 05.09.2014
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Chris

Sind sie noch Metal oder werden sie immer mehr zur Pop Band? Schon bei den letzten Album verfolgt die Göteborger Melodic Death Metal Band In Flames immer öfter diese Frage. Mit Siren Charms veröffentlichen die Schweden nun schon ihr mittlerweile elftes Studioalbum. Was uns zwanzig Jahre nach dem Debüt Lunar Strain und drei Jahre nach dem sehr erfolgreichen Sounds Of  A Playground Fading erwartet? Sehr viel sogar, wobei gleich zu Beginn von In Plain View die Frage zu Beginn dieses Textes beantwortet wird: so klingt keine Pop-Gitarre. Auch wenn sich immer wieder ruhigere Momente in den Song schleichen, die Growls von Anders Friden bleiben hier ebenso wie die typischen In Flames Gitarren im Vordergrund. Auch Everything’s Gone folgt eher einer härteren Note und erinnert fast ein wenig an die Zeiten von Soundtrack To Your Escape. Mit Paralyzed  orientiert man sich dann eher wieder in die Richtung A Sense Of Purpose, wobei hier Anders auch zum ersten Mal zeigt, wie variabel er seine Stimme mittlerweile einsetzen kann. Jedoch auch der Titeltrack Siren Charms und auch die erste Single Rusted Nail sind gute Beweise dafür, dass der Sound der letzten beiden Alben durchaus noch verfeinert wurde. Dass In Flames auch kommerzieller orientierte Songs schreiben können wissen wir auch spätestens seit der Power Ballade Come Clarity. Auch im Jahr 2014 haben Björn Gelotte und seine Kollegen auch noch ein feines Händchen dafür und liefern mit Through Oblivion und dem folgenden With Eyes Wide Open oder auch Dead Eyes ein paar poppigere Stücke, die jedoch perfekt in das Gesamtbild passen und vor allem von einem großartigen Anders Friden angetrieben werden. In eine ganz andere Richtung geht dann aber When The World Explodes. Eigentlich eher ein heftiger Metalcore-Kracher wird das Stück in der Mitte von einem gefühlvollen Refrain unterbrochen, in dem Anders Unterstützung von der schwedischen Opernsängerin Emilia Feldt erhält. Großes Kino und ein Beispiel, wie variabel In Flames mittlerweile geworden sind. Auch Songs wie Monsters In  The Ballroom zeigen dies: geniale Riffs, großartige Melodien und mal wieder: Anders Friden, der auf diesem Album eindeutig die beste Leistung seiner bisherigen Karriere abliefert.

Was sollen wir also noch großartig zum neuen Output des wohl erfolgreichsten Göteborger Metal-Exports sagen? Einfach nur danke. Danke für ein großartiges Werk mit dem In Flames jetzt schon die Latte für das Top-Album des Jahres 2014 sehr hoch gelegt haben. Egal ob ruhigere oder härtere Momente, das Album überzeugt in allen Varianten.

Tracklist:

1.In Plain View
2.Everything’s Gone
3.Paralyzed
4.Through Oblivion
5.With Eyes Wide Open
6.Siren Charms
7.When the World Explodes
8.Rusted Nail
9.Dead Eyes
10.Monsters in the Ballroom
11.Filtered Truth

Besetzung:

Anders Fridén (voc)
Björn Gelotte (guit)
Daniel Svensson (drums)
Peter Iwers (bass)
Niclas Engelin (guit)

Internet:

In Flames Website

In Flames @ MySpace

In Flames @ Facebook

In Flames @ Twitter

In Flames @ YouTube

Share.

About Author

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close