Band: 77
Titel: 21st Century Rock
Label: Listenable Records
VÖ: 2010
Genre: Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Junge Bands die alle den Rock ganz ihrer Vorväter von AC/DC zocken gibt es mittlerweile Haufenweise. Die einen bauen hier mehr auf die neuen, flotten Sachen und andere wieder auf die etwas ältere Spielart der Australier. 77 nennt sich die nächste Band im Bunde die AC/DC Tribut zollen und selbige Herrschaften spielen ein Programm welches an die Frühphase der Truppe erinnert. Doch Armand Valeta (voc & guit), LG Valeta (guit), Raw (bass) und Johnnie T. Dolphin (drums) bieten noch weit mehr als nur AC/DC Roots, viele Einflüsse sind eindeutig dem 70er Rock zuzuschreiben und so sind auch etlichen Ingredienzien von Rolling Stones und The Who ins Songwriting von „21st Century Rock“ geflossen, welches am 10.05.2010 via Listenable Records in den Läden stehen wird.

Im besten 70ies Style rockt man gleich zu Beginn mit „Gimme Rock’n’Roll“ etwas gemächlicher, als auch mehr in Richtung Sleaze. Dabei zaubert man einen Sound zu Tage, dass man schwören könnte das Album wurde aus dem Keller raus gekramt. Sicher mag das jetzt nicht neu klingen oder originell und dennoch haben die Madrider Rocker etwas das zu gefallen weiß. Mit ihrem funkigen Charme rocken sie gleich zu Beginn ein Programm das zum Abshaken bestens geeignet ist und alten Freaks des Australian Rock durchaus gefallen könnte.

Auch das nun folgende „Hardworking Liar“ ist mehr im shakigen Midtempo angesiedelt. Allerdings hat man hier das Tempo merklich gesteigert und mit rotzigem Spiel lädt man zu einer erneuten erdigen Hardrock Tanzstunde. Viel traditionellen Charme weißt man auch hier auf, auch kommen hier etliche andere Rockelemente aus den siebziger Jahren hinzu und diese vermengt man mit dem Haupteinfluss sehr gut.

Mehr in Richtung flotter Bluesrock wird nun mit „Big Smoker Pig“ geboten. Das rotzige Spiel paart die Mannschaft sehr nett mit bluesigen Fragmenten. Weiterhin baut man auf tanzbaren Rock den man durch viele Tempowechsel wie eine Berg und Talfahrt runter zockt.

Gemächlicher und smoothiger wird es nun bei „Shake It Up“. Die Zügel fest in der Hand vollzieht man nun eine gemächliche Schunkelrockrunde. Mit geschlossenen Augen kann man diese erdigen Vibes sehr gut aufnehmen und zu mit wippen.

Mit „Wicked Girl“ galoppiert die Mannschaft gleich mit einem Blitzstart sehr temporeich weiter. Guter Abhot Rocker der es in sich hat. Auch kleinere Bangerelemente sind auszumachen und laden zum Abgehen ein.

Weit stampfender geht es nun mit „Your Game’s Over“ im shakigen Style weiter. Lässiges Rockstück das wieder einmal mehr für ein Tanzvergnügen gedacht ist. Auch allerlei an bluesigen Einflüssen sind hier ein weiteres Mal Pate für das Stück gestanden. Selbige werden aber nur dezent eingesetzt. Allen voran regiert eine Runde 70er Rock, der aber quer durch die Bank etwas klarer und sauberer klingt als die Vorgängertracks.

Zurück zur erdigen Rockschiene kehrt man nun wieder mit „Less Talk (Let’s Rock)“. Schöner flott –stampfender Happen zum Abgehen. War man noch vorher etwas klarer, so offeriert man uns nun wieder etwas rotzigeres, raues Spiel mit viel altem Spirit.

Ein wahnwitziges Soli eröffnet nun ein Southern Rock n‘ Roll Programm, welchem man den Namen „Let The Children Hear Rock’n’Roll“ gegeben hat. Ganz dem Titel entsprechend rocken und rollen die Madrider nach Leibeskräften. Auch kleinere funkige Rhythmen lässt man hier an und ab stärker durchblitzen, diese werden aber immer wieder und sofort vom glasklaren, spielfreudigen Rock n‘ Roll unterbuttert.
Deutlich mehr in Richtung Blues Rock, mit kleinen jazzigen, als auch Southern Einflüssen ist nun „Double Tongue Woman“ ausgerichtet worden. Das Soundgefühl lässt ein Barfeeling aufkommen welches die frühen Morgenstunden einer durchzechten Nacht musikalische wieder spiegelt. Hinsetzen und genießen heißt es hier, am besten mit einem guten Single Malt Whiskey.

Zu guter Letzt verabschiedet man sich noch mit „21st Century Rock“. Eher im gemächlichen Spielstil wird begonnen und man knüpft etwas an den Vorgängertrack an. Schlussendlich legt man aber noch einige Kohleschippen hinzu bis man wieder etwas mehr Dampf im Kessel hat. Guter Wachmacher nach dem eher gemütlichen Vorreiter.

Fazit: Nun ja, wer AC/DC mag, der mag auch diese Spanier. Gesetz dem Fall allerdings man steht auf die Frühwerke der Australier. Sicher wird man Unkenrufe einer AC/DC Kopie nicht los werden und denke mal das ist den Herrschaften Scheißegal. Ihr Album ist eine gute Runde in Sachen erdiger 70ies Rock. Wem dies gefällt sollte die Truppe mal an testen.

Tracklist:

01. Gimme Rock’n’Roll
02. Hardworking Liar
03. Big Smoker Pig
04. Shake It Up
05. Wicked Girl
06. Your Game’s Over
07. Less Talk (Let’s Rock)
08. Let The Children Hear Rock’n’Roll
09. Double Tongue Woman
10. 21st Century Rock

Besetzung:

Armand Valeta (voc & guit)
LG Valeta (guit)
Raw (bass)
Johnnie T. Dolphin (drums)

Internet:

77 @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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