Band: Addiction
Titel: Stench of Decay
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Ehrlich zugeben, die ersten Bolt Thrower Platten habe ich mir wirklich nur wegen des Artworks gekauft. Asche über mein Haupt oder auch nicht, das Material und etliche Live Auftritte haben mich in den Bann der Engländer gezogen. Nun kommt da doch glatt eine deutsche Truppe daher und serviert meiner Wenigkeit mit dem im Juni veröffentlichten Album „Addiction – Stench of Decay“ eine Reise zurück in die Vergangenheit. War schon die Demo aus dem Jahr 2011 ein cooles Eisen, so haben sich die deutschen Deather amtlich verbessert und konnten das Niveau merklich heben. Somit klingt das erste Full Length Album der Lübecker wie die erste Phase der Engländer. Selbes, rollendes Spiel, düstere Soundmelodien und der breite Speedschlag, wo sich der junge Metaller der ich mal war die Rübe schier ausgekugelt hat. Die Burschen hier sind wahrlich eine tolle Formation des Death Metal, denn ihre Vorzeigearbeit liegt zwar eher im Old School Bereich, aber der Sound ist dermaßen frisiert, sodass man die Wände beben spürt. Dazu noch das bemerkenswerte Growling des Fronters, welches einfach komplett an einen jungen Karl Willetts erinnert. Die vorgelegte Rhythmik macht einfach Laune für den Death Freak und dabei werden alle Traditionen gut bewahrt, man ist aber stets versucht nicht altbacken zu klingen. Somit kann man durchaus die Genrefans aller unterschiedlichen Arten unterhalten. Wobei man doch eher das Augenmerk auf den traditionelleren Freund dieser Richtung lägt. Aber wie gesagt, es kann durch den Sound durchaus auch Fans jüngeren Datums begeistern, welcher mehr auf die neueren, schwedischen Bands stehen. Wie auch immer, das Death Sammelsurium dieser deutschen Truppe ist einfach begeisterungswürdig und man bring viel frischen Wind ins Geschehen. Ein weiteres Maß aller Dinge ist wohl die Produktion. Dadurch verleiht man den Stücken einen enormen Druck und das geht gekonnt durch die Lautsprecher der Anlage. Die Mixtur aus stimmigen Death Betterparts und etlichen Death ‚n‘ Roll Parts wurde gut gelegt und das weiß einfach längerfristig zu unterhalten. Mit viel Wiedererkennungswert legen die Jungs alles in Schutt und Asche.

Fazit: Ein superbes, komplettes Langeisen, welches einfach den Death begeistert. Wer, so wie ich verrückt nach Bolt Thrower ist, wird hier ein Standbein finden, welches ihn zu Begeisterungsstürmen animiert. What Dwells Within? Nun definitiv ein gereifter Death Metal, welcher nur so vor Macht strotz. Kaufen, aufdrehen, süchtig werden, mehr kann man da nicht mehr dazu sagen.

Tracklist:

01. Way to the Cemetery 04:27
02. You will be Damned 04:48
03. Execution 03:33
04. Pestilence 05:08
05. Nothing 03:51
06. Father 03:46
07. Addiction 04:38
08. Murder from behind 05:53
09. Keep Away 03:21

Besetzung:

Dennis (voc)
Sven (drums)
Tim (guit)
Olli (guit)
Seraphin (bass)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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