Band: Amberian Dawn
Titel: Innuendo
Label: Napalm Records
VÖ: 2015
Genre: Melodic/Symphonic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Gar nicht so lange ist es her, dass Amberian Dawn mich mit ihrem Album “Magic Forest” zu begeisterten Lobeshymen wie “…kleistern sich … als kitschige Spachtelmasse unwiderruflich im Ohr fest” und ausgefallenen Genrebezeichnungen wie “Youngsters Oriented Energetic Disney Rock” und “Magical Fantasy Unicorn Pop Rock of Joy” hingerissen haben. Sarkastisch formuliert, aber nach wie vor positiv gemeint – denn der ABBA-artige Melodic Metal der Finnen um Frontfeechen Capri hat der Nachwelt da einige schmissige Nummern hinterlassen, die man einfach nicht mehr so schnell aus dem Kopf bekommt.

Auch anno 2015 zwirbeln und trällern sich die für diesen Stil geborene Capri und ihre stets songdienlich zockenden Rock´n´nRoll-Prinzen durch ein kunterbuntes Sammelsurium fast schon schmerzhaft melodischer Metal-Märchen und blasen überflüssigen Konkurrenz-Bands wie den unsäglichen Amaranthe rosane Glitzerfürze in die talentlosen Kommerzfressen. Man kann Amberian Dawn eigentlich höchstens aus pubertären Image-Begründungen der Marke “Das hört ein echter Metaller nicht” oder “Das ist kein Metal mehr” etwas Schlechtes hinterhersagen.
Mehr noch: GERADE die am ABBA-eskesten tönenden Stücke wie “The Court Of Mirror Hall”, “Knock Knock Who´s There” oder “Fame & Gloria” sind es, bei denen die Finnen am meisten glänzen.

Sollten die Finnen irgendwann ein ganzes Album voll mit dermaßen gekonnten Diabetes-Bomben abliefern, wird die Konkurrenz schon zu nackt auftretenden Sängerinnen greifen müssen, um wenigstens kommerziell die Oberhand zu behalten.
In dem Sinne: Weiter so, Amberian Dawn – macht Nightwish zu Rockbitch!

Tracklist:

01. Fame & Gloria
02. Ladyhawk
03. Innuendo
04. The Court Of Mirror Hall
05. Angelique
06. Rise Of The Evil
07. Chamber Of Dreams
08. Knock Knock Who´s There
09. Symphony nr 1, part 1 – The Witchcraft
10. Your Time – My Time

Besetzung:

Tuomas Seppälä (Guitar & Keyboards)
Capri (Vocals)
Emil Pohjalainen (Guitar)
Joonas Pykälä-aho (Drums)
Jukka Hoffren (Bass)

Internet:

Amberian Dawn @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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