Band: Angel House
Titel: World on Fire
Label: SLW Promotions
VÖ: 2007
Genre: Heavy Metal/Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wer auf erdigen Rock mit einer Messerspritze Hair Spray liebt, dem kann ich nur Angel House wärmstens empfehlen. 2004 wurde diese Truppe aus der Asche erhoben um fortan ihrem Fave für rockige Rhythmen zu frönen. Die Birminghamer machen dies mit einem rotzfrechen Flair, das jeder Rockfan laut aufschreien wird. Rock muss einfach eines sein, Ultralaut und deshalb sollte man die Regler beim Hören von „World on Fire“ bis zum Anschlag aufdrehen. Selbiges Album wurde von Pete Easthope (voc & guit), Phil Easthope (bass) und Simon Cooper (drums) eingespielt und die Birminghamer haben ein ungeheures Potential drauf, welches nicht Unerhört bleiben sollte.

Recht flott beginnt der Opener „Mask“, ist man noch zu Beginn mit einigen Spielereien beschäftig so legt man diese nach einigen Sekunden Ad Acta und die Herrschaften von der Insel rocken ordentlich rau und rotzig. Die Stimme des Fronters dürfte vor allem älteren Iron Maiden Fans gefallen, denn dieser Junge klingt verdächtig nach einem jungen Paul D‘ Anno. Erdige Riffs werden hier wie auf einem Bazar geboten und alle samt klingen äußerst Lecker. „Loaded to Late“ beginnt etwas verhaltener und hier zeigen sich die Herrschaften in Midtempogefilden. Vor allem der öfters durchblickende Rock n‘ Roll Faktor ist hier eine sehr gute weitere Bereicherung und dadurch bieten die Engländer eine sehr gute Bandbreite. Die Gitarren klingen zwar weiterhin sehr rotzig, dennoch tendiert man beim Spiel eher in die saubere Richtung. Etwas Funk rockiger präsentiert man sich nun bei „Dying at your Door“. Auch einige typische, britische Rock Elemente wurden hier verarbeitet, welche sich nahtlos mit den restlichen funkigen Rhythmen verbinden. Die Herrschaften haben eine ungeheure Laune beim Spiel und dies nimmt man ihnen auch sofort ab. Deutlich ruhiger wird es nun bei „Hush-A-Bye“. Sanfte akustische Gitarrenklänge begleiten den gefühlvollen Gesang des Fronters. Dennoch, trotz der sehr melancholischen Soundstruktur versucht man nicht auf die Tränendrüsen zu drücken, oder gar einen runter zu ziehen. Zwar besitzt das Stück sehr traurige Klänge, aber die werden immer wieder durch fröhlichere Ausbrecher abgelöst. „Victim #13″ galoppiert nach dieser Ruhepause ordentlich flott aus den Boxen. Die Jungs servieren uns hier einen sehr Leckeren Happen zum Abshaken. Zwar kommen immer wieder kürzere Breaks vor, die werden aber sehr schnell von den temporeichen Rhythmen weg gedrängt. „Weapons for Self-Expression“ driftet nun gleich wieder in die sanftere Ecke. Hier bleibt man aber in einer klaren, balladesken Ausrichtung. Einmal mehr kann man sich hier etwas zurück lehnen und den verträumten Klängen der Formation lauschen. „Revolution“ wurde nun wieder mit einem sehr temporeichen Soundgewand versehen. Erdige und tiefer getrimmte Gitarren bestimmen hier die Tagesordnung. So rocken die Burschen hier ordentlich das Haus und der Rockfan der frühen Stunde sollte sich hier sofort vom Sessel erheben um zu diesem Stück abzugehen. Was vor allem beim Material der Truppe immer wieder durchblickt sind einige Element aus dem NWOBHM Bereich und genau diesen haben die Herrschaften in dieses Jahrhundert befördert. „Knowledge“ startet zwar wieder etwas verhalten, dennoch steuert man das Schiff in einen sehr galoppierenden Midtempobereich mit schnelleren Ausbrechern. Vor allem durch die immer wieder kehrenden Rhythmen klingt man sehr authentisch und beweist dass man die Lehrjahre schon hinter sich hat. Die Verbindung von alten und neueren Rockrhythmen sind sehr gut gelungen und dennoch haben die Old schooligen Elemente bei dieser Truppe die Oberhand. Bei dieser Nummer werde ich immer an die erste Band von Blaze erinnert, denn man klingt verdächtig nach Wolfsbane. Ob das nun beabsichtigt ist oder nicht ist mir Schnurz Piep egal, weil ich eben ein Verehrer von Wolfsbane bin kann man mich sofort in den Bann ziehen. „Superstitious Woman“ ist nun eine Temporeiche, wenn auch kürzerer Wachrüttler. Viele punkige und Rock n‘ Roll artige 80er Klänge dröhnen hier aus den Boxen und wissen sofort zu gefallen. Der krönende Abschluss erfolgt durch den Hammertrack „World on Fire“. Eine breite Mischung aus Wolfsbane und Angel Witch Einflüssen sind hier rauszuhören. Dennoch die Burschen bleiben auf dem Boden und kupfern nicht ab. Nein eher kann man einige Parallelen raushören, dass war es aber dann auch schon. Der Rausschmeißer macht richtig Laune und befiehlt einem den Player nochmals durchzustarten.

Fazit: Eine so schöne Rockband, die älteren Rockklängen frönt habe ich schon lange nicht mehr gehört. Vor allem weil man alles authentisch gelassen und trotzdem nicht altbacken oder abgedroschen klingt, sollten sich die Rockfans dieses Album zu Gemüte führen.

Tracklist:

01. Mask
02. Loaded to Late
03. Dying at your Door
04. Hush – A – Bie
05. Victim #13
06. Weapons for Self-Expression
07. Revolution
08. Knowledge
09. Superstitious Woman
10. World on Fire

Besetzung:

Pete Easthope (voc & guit)
Phil Easthope (bass)
Simon Cooper (drums)

Internet:

Angel House @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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