Band: Ankhar
Titel: Deshumanizazioa
Label: Blood Fire Death
VÖ: 11.03.16
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Metal aus dem Baskenland, Mensch habe ich schon lange nichts mehr gehört. Seit meinem ersten Zusammentreffen mit Su Ta Gar und Idi Bihotz habe ich diese Bands danach ordentlich verschlungen. Lag offensichtlich auch an der baskischen Sprache (Euskara). Dadurch klang das Ganze einfach so exotisch und hatte seinen gewissen Reiz. Nun erscheint nach all den Jahren der Durststrecke eine neue Band in unserer Redaktion, es handelt sich dabei um die Band Ankhar. Eine noch recht junge Truppe, welche mit ihrem Debütwerk „Deshumanizazioa“, was so viel heißt wie Entmenschlichung. Sehr treffender Titel, wenn man nicht im letzten Loch ohne Zugriff auf Medien wohnt oder sich vor der Wirklichkeit verschließt.

Die Band bestehend aus der umbenannten Formation Human zelebriert Thrash Metal der Old School Duftmarke. Slayer, Sepultura und Konsorten werden definitiv auch im Baskenland aufgesogen. Nicht verwunderlich, dass die Truppe dann eben klingt wie eine Hommage an die alten Helden des Thrash Metal, eben halt mit ihrer Landeseigenen Sprache. Musikalisch spielen die Jungs ein durchaus gutes Potpourri, wobei aufgrund der Sprache das Ganze sehr stark wie die ersten Gehversuche von Sepultura klingt. Das mag jetzt nicht originell klingen und man hat sicherlich noch einiges auszubessern, aber als erstes Vorstellen kann man schon mal mächtig die Thrash Maschinerie zum Laufen bringen.

Während andere komplett auf Neuerungen bauen, zelebrieren die Basken hier auf ihrem Werk den astreinen Old School Sound, klingt mal mehr, mal weniger sehr roh und ungeschliffen, dies hat aber eben seinen besonderen Reiz. Die Sprache habe ich bereits erwähnt oder? Klar habe ich und das mach eben das gewisse etwas aus. Was aber auch nicht heißen will, musikalisch wären die Jungs das letzte Thrash Kommando. Gottlob das nicht, denn die Formation weiß sehr wohl wie ausgereifter Thrash Metal klingen muss. Fakt ist aber auch, dass man in diesem Bereich eben gegen eine sehr starke Konkurrenz ankämpfen muss. Da muss man noch etwas mehr Innovation und Eigenständigkeit walten lassen. Ansonsten gibt es eine sehr toll aufbereitete Thrash Runde, mit einem enormen Old School Schuss und einer teilweise sehr unbekannten Sprache. Exotisch einerseits, andererseits mit einem durchaus Weltpolitischen Statement in musikalischer Form.

Fazit: Baskischer Thrash Metal, welcher an die frühen Zeiten von Sepultura, Slayer und Konsorten erinnert. Wer mal etwas exotischer vorgetragene Thrash Granaten wünscht, das wäre durchaus ein guter Grund zuzugreifen.

Tracklist:

01. Gaueko ixiltasunaren zarata 01:46
02. Deshumanizazioa 03:43
03. Beldurraren esklabu 04:32
04. Odolezko harriak 03:57
05. Zuhaitzik gabeko basoaren negarra 06:32
06. Etorkizunarekin jolasean 03:05
07. Zerurainoko harresiak 04:36
08. Itzalak 02:13

Besetzung:

Ibon Telleria (voc & guit)
Jesus Perez (guit)
Mikel Telleria (drums)
Luix Garcia (bass)

Internet:

Ankhar @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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