Band: ArtemisiA
Titel: Stati Alterati Di Coscienza
Label: Videoradio
VÖ: 2003
Genre: Gothic Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: JoKer

Wer hätte Gedacht, dass mein Zweites Review für Metalunderground gleich ein Fremdsprachiges ist? Ich nicht. Aber dies stört mich nicht. Jedoch beschränkt sich aufgrund dieser Tatsache meine Kritik ausschließlich auf die Leistung der Musiker. Da ich leider der Italienischen Sprache nicht so ganz mächtig bin. Artemisia ist eine Band aus dem Land der Pasta und des guten Weins, welche uns jetzt mit Stati Alterati Di Coscienza, ihren Dritten Longplayer beschert. Das Cover und die Tatsache, dass

LA STREGA DI PORT ALBA leitet interessant ein. Eine Menschenmenge ist zu hören, Drei Kanonenschüsse und Tom-Trommelfolgen, sind zu vernehmen, ehe der Song plötzlich aus der Anlage feuert und das mit einem Druck. Die zweite Überraschung wird sofort geboten. Die Wunderschöne Sängerin setzt ein. Der Mix ist echt gut und Musikalisch zieht die Band den Hörer umgehend in Ihren Bann. Was mir besonders an dem Werk in den Gehörgang sticht ist die schöne Stimme der Sängerin, die der Band erst so richtig, ihren Unverkennbaren Sound verpasst. Das weiß zu gefallen.

Il Bivio beginnt mit einem sehr schönen Bassspiel, bevor der Rest der Band einsetzt. Die Band geht Generell mit einem Druck ans Werk, der Erfrischend aus den Boxen kommt. Auch die Sängerin kann diesmal wieder voll und ganz Punkten in Mitten des Songs, wird das Arrangement sehr Clean gehalten um dann kurz darauf, wieder Kraftvoll drauf Los zu rocken. Top!

Das Drauffolgende Insana Apatia, Überrascht mit einer Melancholischen Stimmung. Der Song ist zunächst Clean und Akustisch gehalten. Bluesige Gitarren, und der Gesang, der zum Nachdenklich werden Motiviert. Im Refrain setzen sie dann ein: Die Stromgitarren und die Stimme wird wieder Kraftvoll. Der Song wirkt derart Leidenschaftlich, dass sicher kein Auge Trocken bleiben wird.

IL PIANETA X, Haut Richtig drauf. Wenn auch es zunächst ein wenig Schwermütig ist, kann es im Gesamten Voll und Ganz punkten. Es wirkt teilweise so, als wäre dieser Song nur ein Filler, da die Melodien im Verse Part doch eher ein wenig Uninspiriert klingen. Dies wird jedoch im Refrain und durch das gute Gitarrensolo wieder Wett gemacht.

NEL DIPINTO beginnt Interessant mit einem in die Höhe treibenden Intro, Eingängige aber keinesfalls Langweiliges Riffing, wird dem Hörer hier geboten. Sängerin verrichtet wie immer einen Wunderschönen Job, leider wirkt das Stück am Ende doch eher wie gewollt und nicht gekonnt. Ich kann dieses Gefühl nicht in Worte Fassen. Es wirkt Unleicht entwickelt und geschrieben, als ob die Musiker sich Schwer tun.

MISTICA fängt sehr Ruhig und Gefühlvoll an. Cleane Gitarren entführen den Hörer in eine Magische, Mystische Welt, die erst ab der Hälfte wieder in die Gewohnte Metalwelt zurrückschleudert. Zumindest Kurzfristig, denn der Verse bleibt Gefühlvoll. Top!

CORPI DI PIETRA leitet Stampfend und Schwer ein und entpuppt sich dann kurze Zeit später als etwas Schnelleren Song. Manchmal ist jedoch weniger mehr, der Song wechselt zu Stark von einem Extrem in das Andere, um dann wieder zurück zu rudern. Dies kann den ein oder anderen Irritieren oder Überfordern.
VANITA Mit Synthesizerflächen, Cleanen Gitarren und einem Wummernden Bass, leitet dieses Werk ein. Es fängt in der Tat sehr ruhig an. Der Song gefällt und weiß zu Überzeugen. Nach ca. einer Minute mutiert er aber, wie soll’s auch anders sein in eine Rock-Nummer um, die Gefällt. Leistung der Musiker und der Sängerin, ist wie bisher schon erwähnt, von guter Klasse. Dies weiß zu gefallen und Überzeugt. Der Wechsel von Ruhig und Energisch, tut nebenbei Bemerkt sein übriges.

IL LIBRO DI KATUL nervt leider irgendwie Tierisch. Ich kann es nicht besser Beschreiben, der Song wirkt total Lustlos dahingerotzt. Der Langsame Takt, macht es zudem noch Schlimmer. Das Werk, ging mir nach einer Minute dermaßen auf die Nüsse, dass ich fast geskipt hätte um dann an noch Rechtzeitig an Fahrt zu gewinnen und Loszurocken konnte dies das Retten? Nein! Der Song Nervt am Ende irgendwie nur noch Klischeehaftes Auf und Ab der Gitarren und Bassriffs, da hilft auch die Schöne Sängerin nicht mehr drüber weg. Der Drops war gelutscht und ich habe das Lied endgültig nach zweieinhalb Minuten geskipt (Dies war jedoch das einzige mal, wo die Skipfunktion mein Freund war)

PRESENZA , das letzte Stück dieses Werkes überraschte mich. Ein sehr schönes, wenn auch Langsames Arrangement, wird dem Hörer um die Ohren gehauen. Der Einsatz des Synthesizers, passt wie die Faust auf‘s Auge. Die Nummer Überzeugt und kann trotz der Länge und des Moderat-Mid-Tempos überzeugen.

Fazit: Die Band hat Potenzial, Obgleich ich auch zugeben muss, dass ich persönlich mir dieses Werk nicht jeden Tag geben könnte. Der Metalfan, der auf Frauengesang steht und vielleicht mal etwas anderes als Deutsch und Englisches in seiner Sammlung haben möchte, kann hier ruhig Zugreifen. Dennoch hat die Platte ein paar Schwächen, die es Auszubessern gilt. Dennoch: Sollte man die Band und deren Sängerin wenigstens mal gehört haben: 3,5 von 5,0

Tracklist:

01.La Strega Di Port Alba (Maria La Rossa)
02. Il Bivio
03.Insana Apatia
04.Il Pianeta X
05.Nel Dipinto (Artemisia Gentileschi)
06.Mistica
07.Corpi Di Pietra
08.Vanità
09.Il Libro Di Katul
10.Presenza

Besetzung:

Anna Ballarin (voc)
Vito Flebus (guit)
Ivano Bello (bass)
Gabriele Gustin (drums)

Internet:

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