Band: Audiovision
Titel: Focus
Label: Ulterium Records
VÖ: 2010
Genre: Melodic Hardrock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Christian Liljegren (voc) ist wieder da. Der Workaholic hat nun wieder ein Eisen in der Hinterhand. Diesmal nennt sich das Ganze Audiovision. Nach knapp fünf Jahren Stillstand ist man nun mit dem zweiten Langeisen da und selbiges nennt sich „Focus“. Gemeinsam mit Torbjörn Weinesjö (guit), Simeon Liljegren (bass), Olov Andersson (keys) und Thomas Weinesjö (drums) wurde die Langrille eingespielt und wird am 23.04.2010 via Ulterium Records erhältlich sein. Freunde der Bands in denen Mr. Liljegren bisher schon mitgewirkt hat werden auch bei dieser Truppe vollends auf ihre Kosten kommen.

Mit einer erdigen – melodischen Mischung legt man gleich mit „Invitation“ im flotteren Stil den Start hin. Den erdigen Anteil baut man sehr stark aus und der melodische Anteil kommt dabei an und ab etwas ins Hintertreffen, wird aber immer wieder, vor allem im Refrainteil in den Vordergrund gezerrt. Guter Bangertrack, mit vielen hymnischen Beilagen der uns hier vorgetragen wird und durchaus auf einem NarniaSilberling stehen könnte.

Deutlich ruhiger, als auch progressiver wird nun „Keep the fire burning“ gestartet. Doch auch hier steigert man sofort das Tempo und schlägt wieder einen etwas melodischeren Weg ein. Diesmal allerdings zeigt man sich deutlich verspielter und streckenweise auch etwas lieblicher. Hier werden alle Einflüsse zum Einsatz gebracht und darüber streut man noch etwas dünner hymnische Choreinlagen. Gute, shakige Mischung die man an und ab in etwas progressivere Bahnen lenkt.

Mit viel Feuer unterm Hintern wird nun bei „We are not alone“ weiter gemacht. Gute Mischung aus Power und Melodic Metal mit vielen Choreinlagen zum Mitgrölen. Simpler Song der aber durch seinen Charme locker überzeugt. Vor allem die Glanzleistung des Vocalisten muss hier einmal mehr genannt werden, denn der Frontmann besticht auch bei dieser Truppe mit einem dermaßen geilen Gesang das einem die Spucke weg bleibt.

Ein energetischer, Stampfrocker steht nun mit „The son will come“ ins Haus. Diesen kräftigen Rhythmus stattet man noch mit etlichen, satten, 80ies lastigen Keyboardarrangements aus und das Mischergebnis klingt zwar verspielter, aber nicht zu viel. Vor allem der tiefer getrimmte Gitarrensound beherrscht immer wieder das Geschehen, bevor man sich versöhnlich die Hände reicht und gemeinsam weiter macht, um der Hörerschaft sehr viel fürs Gehör zu bieten.

„You are the reason“ wird von einer kraftvollen, treibenden Gitarrenfraktion gestartet. Zwar wird hier mit viel Kraft begonnen, doch immer wieder zeigt man sich von einer sanften Seite. Dieser Spieltechnik frönt man nur kurzzeitig und schon bolzt man wieder mit viel Tempo im Gepäck daher.

Sehr ruhig und beschaulich beginnt man nun „Fruit of love“. Sehr romantische Klänge schallen hier und schaffen sofort etwas Schmuseromantik. Zurück lehnen heißt es hier und den sanften Linien genussvoll folgen.

Mit einem Ruck wird nun „We will go“ gestartet. Flotter, treibender Rocker der Extraklasse, der uns mit viel Energie vorgetragen. Einen leichten Hang zu amerikanischen Rockroots wird hier eingeschlagen und das kommt dem Song durchaus zu gute. Quer durch den Gemüsegarten bietet man Banger und Abhotstrukturen und man kann kaum ruhig sitzen, denn zu sehr rütteln die Klänge der Schweden hier auf.

Weg vom energetischen, amerikanischen Sound und hinüber in etwas tiefgründige Gewässer heißt es bei „I will belong to you“. Sehr verspielter Song den man uns hier serviert und auch etwas mehr progressive Spielereien werden hier hinzugefügt. Vor allem die sehr orientalischen Melodieeinlagen sind hier das Non plus Ultra und wissen zu überzeugen. Diese münden dann immer wieder in etwas erdigere, rotzigere Gefilde bevor man dieses Wechselspiel immer wieder erneut startet.

Mit einem hymnischen Chorgesang läutet man nun „The way“ ein. Weiter wird eine sehr kräftige Power/Melodic Metal Mischung verfolgt, die genau richtig zum Abbangen ist. Die hymnischen und heroischen Ingredienzien werden immer wieder eingearbeitet, doch weites gehend regiert hier die Bangerrhythmik der melodischen Art das Geschehen.

An vorletzter Stelle wird es noch einmal balladesker. „The gate“ ist ein sehr schöner, romantischer Song der hier mit einem leichten Hang zur Dramatik schallt. Dadurch kommt dieser Track mit einem sehr dunklen, als auch leidenden Soundfeeling rüber. Dennoch an und ab startet man etwas kräftiger aus der wankelmütigen Ecke durch, doch man kehrt auch sogleich wieder in selbiges zurück.

Nahtlos leitet man in den Titeltrack und auch leider schon den letzten Song des Albums über. Sehr melodische, symphonischer Einklang der uns hier bei „Focus“ geboten wird. Dieser Einleitung frönt man etwas länger und schlussendlich entpuppt sich dieser Song als Schreddversion der bombastischeren Art. Sicher sind Instrumentalstücke immer so eine Sache, doch in diesem Falle ist dieses raus begleitende Stück dermaßen geil dass einem die Spucke weg bleibt. Freunde von satten Melodien sollten diesen Gitarrenopus bei voller Lautstärke genießen.

Fazit: Satte Melodien treffen hier auf leichte progressive und viele erdige Elementen. Cooles Melodic/Power Metal Album das vor allem Fans von Narnia und Divinefire gefallen wird. Seinem Namen macht Herr Christian Liljegren allemal.

Tracklist:

01. Invitation
02. Keep the fire burning
03. We are not alone
04. The son will come
05. You are the reason
06. Fruit of love
07. We will go
08. I will belong to you
09. The way
10. The gate
11. Focus

Besetzung:

Christian Liljegren (voc)
Torbjörn Weinesjö (guit)
Simeon Liljegren (bass)
Olov Andersson (keys)
Thomas Weinesjö (drums)

Internet:

Audiovision Website

Audiovision @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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