Axel Rudi Pell – Game Of Sins

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Published on Januar 01, 2016 with No Comments

Band: Axel Rudi Pell
Titel: Game Of Sins
Label: SPV/Steamhammer
VÖ: 15.01.16
Genre: Heavy Metal/Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Totti

Axel Rudi Pell veröffentlicht am 15. Januar 2016 das 16. Studioalbum (sieht man mal von Coveralbum, Balladencompilations und Live-Zeugnisse ab) „Game Of Sins“ und bis auf wenige, aber bedeutende Nuancen, gibt es keine groben Veränderungen.

Es gibt immer noch zuverlässig traditionellen, melodischen Hard Rock, epischen Hard Rock mit ´nem latenten Hang zu Rainbow auf die Ohren, und das finde ich sehr gut denn diese Kontinuität ist ja nicht unbedingt weit verbreitet.

Man weiß was man bekommt, wenn man ein Axel Rudi Pell Album kauft.
Einige mögen das nach über 25 Jahren langweilig, festgefahren, ideenlos, unkreativ,…nennen.
Andere behaupten gern, er wiederhole sich, er kopiert nur sich selbst, kennst du ein Album-kennst du alle, klingt alles gleich…

Aber es sind doch Unterschiede zwischen all´ den Alben zu hören, obwohl er seinem Stil stets treu bleibt. Auch auf dem aktuellen Dreher wurde an der Erfolgsformel nichts geändert. Es gibt Balladen, es gibt ins Blut gehende Rocker mit Melodien die tagelang im Gehörkanal verweilen, es gibt epische hardrockende Ausflüge an die 9 Minutengrenze die einem bei weitem nicht so lang vorkommen und zu jeder Spielsekunde unterhalten…Jahr für Jahr! Auf einem sehr hohen Niveau!

Neu ist, das anstatt Mike Terrana nun Bobby Rondinelli (Rainbow, Black Sabbath, Blue Öyster Cult,…) an dem Kesseln sitzt und das ganze noch etwas mehr, opulenteren / druckvolleren „Rainbow-Flair“ bekommt.

Lt. eigenen Aussagen, gibt es diesmal keine Füller zu vermelden, was wohl in der Vergangenheit mal vorgekommen sein kann…

Und mit dieser Aussage der Band gehe ich konform, denn das Album klingt sehr rund und wie aus einem Guss.

Nachdem das seemännisch-düstere Intro „Lenta Fortuna“ (zu deutsch: Pech gehabt) den Reigen startet, geht es gleich in bester Pell-Manier mit „Fire“ weiter. Knackige Riffs, Gioeli wieder gottgleich und zarte, beinhahe sphärische Keys im Background machen Lust auf viel mehr davon! „Sons Of The Night“ ist nicht nur der TV Sendung „Sons Of Anarchy“ angedacht sondern klingt dermaßen nach melodischem NWOBHM der späteren Zeit…Hammergeil!

Auch wenn ich kein großer Balladenfreund bin, komme ich mit „Lost In Love“ & „Forever Free“ bestens klar doch mein Gehör schreit lauter nach Songs wie „Till The World Says Goodbye“ oder der Epic-Nummer „Game Of Sins“…

Übrigens handelt es sich nicht um ein Konzeptalbum, auch wenn einige Songtitel vom Namen her darauf schließen könnten. Die Digipack-Version des Albums enthält mit „All Along The Watchtower“ einen wirklich guten Dylan/Hendrix Coversong und rundet für mich die Geschichte noch mehr ab, als mich mit einer guten Ballade am Ende zu verabschieden! Wurde ja bereits öfter mal verwurstet, aber so eingängig heavy-rockend habe ich die Nummer auch noch nicht gehört! Nochmal richtig schön in die Saiten gehauen bevor mich mein CD Player fragt: Nochmal oder nochmal?

Im Waschzettel wird vermerkt, das „Game Of Sins“ die Band auf einer kreativen Höhe ihres Schaffens zeigt, aber waren Axel Rudi Pell jemals auf einer unkreativen Tiefe? „Game Of Sins“ ist ein weiteres Album in der Pell´schen Diskografie, welches durch Tradition, Können, aber auch durch einen kleinen Tick mehr Härte besticht und weder Fans noch Follower enttäuschen wird. Halt typischer Axel Rudi Pell Stoff, aber nicht das gleiche oder selbe…!
Der volle Fünfer ist das mindeste, was ich hier tun kann…

Tracklist:

01. Lenta Fortuna (Intro) 01:24
02. Fire 05:34
03. Sons in the Night 05:07
04. Game of Sins 08:43
05. Falling Star 05:14
06. Lost in Love 06:07
07. The King of Fools 04:58
08. Till the World Says Goodbye 07:40
09. Breaking the Rules 05:07
10. Forever Free 08:29

Besetzung:

Johnny Gioeli (voc)
Axel Rudi Pell (guit)
Ferdy Doernberg (keys)
Volker Krawczak (bass)
Bobby Rondinelli (drums)

Internet:

Axel Rudi Pell Official Website

Axel Rudi Pell @ Facebook

Axel Rudi Pell @ MySpace

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