Band: Bad For Lazarus
Titel: Life’s A Carnival – Bang! Bang! Bang!
Label: 1-2-3-4 Records
VÖ: 2015
Genre: Rock
Bewertung: 1,5/5
Written by: Robert

Wie soll man zur Hölle eine Band wie Bad Lazarus beschreiben. Stilistisch passen die Jungs in keine Schublade, wohl klingt das Material sehr poppig, hat aber eben Züge die zwischen Geisteskrank und Grenzgenial klingen. Für solche eine Art der Musik muss man mit dem Wort Pop was anfangen können und auf den Endsiebziger Britsound stehen, ansonsten wäre man hier komplett auf falscher Front.

Wer dies eben liebt, wird schon auf solch ein Werk wie Life’s A Carnival – Bang! Bang! Bang! gewartet haben. Könnte man sie als Nachfolge der Truppe The Darkness zählen, nun auch sie schreiben rockige Songs und das Erscheinungsbild ist ein ähnlich schräges. Die Rock Formel welche man hier verwendet lang vom  Funk bis hinüber zu etlichen Blues-Einflüssen, darüber träufelt man noch etwas klassische Musikkunst und fertig ist das Konzept. Nun so einfach machen es uns die Jungs nicht, denn die Nebelschwaden von etlichen Bongs scheinen wohl hier durchzusickern. Darf man so etwas ernst nehmen? Nun keine Ahnung eben, denn auch meine Wenigkeit versucht irgendwie klar dahinter zu kommen, welches Konzept man sich hier vorhält und auf der anderen Seite denkt man immer wieder, „mein Gott was haben die sich reingeworfen“. Somit hat man definitiv das Interesse geweckt, aber vom Wort Genialität will ich Abstand nehmen.

Das Album hat beim Anlaufen durchaus seinen Reiz doch hält das Tempo nicht ganz das was man sich erwartet und spätestens nach dem dritten Track wird es dann auf Dauer und unter ständigem Beschuss der Truppe so anstrengend, sodass man kaum mehr durchhält. Zu viele Wirrungen kommen immer mehr dominant in den Vordergrund und da kann man psychodelischen Sound lieben oder auch nicht, ab einem gewissen Zeitpunkt geht einem das nur mehr auf die Socken und das Interesse schwindet einfach zusehends. Streite es durchaus nicht ab, dass die Jungs Ideen hätten, doch zusehends wird es einfach übertrieben und man fragt sich wer solche eine Art der Drogenmusik einfach braucht. Der Start war hui, aber die Fortsetzung einfach vermehrt pfui. Hier bedarf es einem klaren Verstand und nicht einem Nebel umschwebten Gedankengang. Klassisch orientierte Rockkunst aus der Frühphase in allen Ehren, auch psychodelische Beimischungen haben da immer ihren Reiz, nur die Jungs von Bad Lazarus strapazieren dermaßen die Nerven, sodass man einfach nicht anders kann, als dieses Unding schlussendlich mit einer enormen Kraft aus dem Player zu katapultieren.

Fazit: Das war wohl nichts, dann doch lieber auf astreine, klassische Rockbands zurück greifen, welche durchaus auch Pop Einflüsse einfließen lassen, dies aber mit weniger Geisteskrankheit umsetzen können.

Tracklist:

01. To’s & Fro’s
02. Caught in the twist
03. My muddle
04. No cigar
05. Disco biscuits (for breakfast)
06. Got your nose
07. Bad stallion
08. 7 minute itch
09. Old rats on a new ship
10. D for conversation
11. The twenty four
12. Billiards

Besetzung:

Rich Fownes (guit & voc)
Richie Monroe (guit & voc)
Ross Crick (drums)
Liam Dowling (bass)
Daisy Coburn (keys)

Internet:

Bad For Lazarus Website

Bad For Lazarus @ Facebook

Bad For Lazarus @ Twitter

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close