BAD WOLVES – Disobey

Band: BAD WOLVES
Titel: Disobey
Label: Eleven Seven Music
VÖ: 11/05/18
Genre: Modern Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

bad-wolves-disobey-album-artworkBad Wolves sind beim ersten Hören eine Modern Metal Abrissbirne. Zerstörerisch vernichtend wird die Peitsche geschwungen und dabei nährt die aus La stammende und 2017 gegründete Truppe definitiv, welchen 5FDP erstmals richtiggehend Saloon fähig gemacht haben. Ganz im Gegensatz zu diesen hämmern die Burschen von Bad Wolves einen Hammer, welcher mit vielen Akzenten aus dem Modern Metal der harten Sorte ist. Darüber hinaus gibt es leichte Core Einschläge, welche besonders bei den Post-Progressive Wechseln dem Konzept eine ganz besondere Note verleihen. Das sich hinter dem Bandkonzept eine Supergroup versteckt lässt sich nicht leugnen. Die ehemaligen Mitglieder von Devildriver, In This Moment, Snot, God Forbid und Bury Your Dead haben hier ein neues Betätigungsfeld gefunden. Besser gesagt ein eigenes Baby und was für eines. Denn Schlagwerker John Boecklin (Ex-Devildriver), Sänger Tommy Vext (Divine Heres, Snot), sowie die Gitarristen Doc Coyle (ex-God Forbid), Chris Cain (Bury Your Dead) und der Bassist Kyle Konkiel (ex-In This Moment) harmonisieren und bauen auf eine breite, wenngleich eigene Kreativität. Dass die Truppe einige Abstecher bei ihren Ex-Bands macht, ist für den Sound an sich nicht wirklich maßgeblich dezimierend. Innovation wird bei dieser neuen Truppe großgeschrieben und die musikalische, eigene Integrität steht dominant im Vordergrund.

Das 13-Song-Album verbindet unterschiedliche Einflüsse und eine Vielzahl von Techniken, welche mit viel Abwechslungsreichtum umgesetzt wurden. Es klingt im Großen und Ganzen nach einem musikalischen Modern Metal Puzzle und dieses schlussendlich prächtige Soundmosaik sollte der geneigte modern avancierte Metal Freund auf sich wirken lassen.

Die Hommage an die verstorbene The Cranberries Sängerin Dolores O’Riordan ist eine tolle Sache. Besser könnte eine Band einer tollen Sängerin nicht huldigen, wie mit solch einem Coversong. Der Grundgedanke wie die Originalband, dennoch merklich schärfer und härter. Dies, obwohl es grundlegend ein melancholisches Stück ist. Anyway, pfeift gewaltig und geht somit ins Gehör wie ein Ohrwurm.

Die brodelnden, komplexen Metal-Kernstücke sind fortwährend ein Ausgangspunkt für breite Angriffe auf Nacken und Trommelfelle. Was Anderes als solche, schmissigen Rhythmen vollends laut sich rein zu pfeifen ist ein guter Garant für eine aufbauschende Unterhaltungsrunde. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von aufsteigenden melodischen Refrains geboten, welche die Abrundung der harten Marschtakte bieten. Gut aufgestapelt wird stets einer nach dem anderen niedergerissen, bevor das Wechselkonzept von Neuem begonnen wird.

Fazit: Bad Wolves legen mit ihrem eigenen Baby „Disobey“ ein tolles Modern Groove Metal Werk vor.

Tracklist:

01. Officer Down
02. Learn To Live
03. No Masters
04. Zombie
05. Run For Your Life
06. Remember When
07. Better The Devil
08. Jesus Slaves
09. Hear Me Now
10. Truth Or Dare
11. The Conversation
12. Shape Shifter
13. Toast To The Ghost

Besetzung:

Doc Coyle (guit)
Kyle Konkiel (bass)
Tommy Vext (voc)
Chris Cain (guit)
John Boecklin (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.