Band: Basanos
Titel: Instincts
Label: Noisehead Records
VÖ: 2010
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Grooviger Thrash/Core erwartet uns Ende Mai aus dem Hause Noisehead Records. Die Wiener Basanos stehen im Dienste dieses Labels und bieten eine sehr gut Schnittmenge an herben – harten Riffs, die man immer wieder durch groovige Passagen ablöst. Das neueste Machwerk bzw. das Full Length Debüt nach der 2009 veröffentlichten Ep „Kill the Master“ nennt sich „Instinct“ und ist am 28.05.2010 für Herr/Frau Metaller erschwinglich. Das Album wurde in der Besetzung Jochen Hagl (voc), Roman Skomar (guit), Wolf-Dieter Vogl (bass) und Moritz Rauter (drums) eingespielt und die Wiener Mannschaft gibt sich redlich Mühe um mit der Feuertaufe durchzustarten.

Mit viel Wind wird gleich beim Opener „The Victims Game“ los gelegt. Die bereits erwähnten Elemente werden uns hier mit viel Power um die Ohren gepfeffert und dennoch lässt man sich zu kleineren Stopps hinreißen. Quer durch die Bank wird allerdings dominant rotiert und somit wird gleich der Reigen mit einer guten Abgehnummer gestartet.

Noch mehr Super Benzin im Tank hat nun „Agonies“ als Tankfüllung bekommen. Dennoch lässt man sich hier zu vielen längeren Breaks hinreißen, bevor man erneut wieder das Pedal stark drückt und mehr Stoff gibt. Auch verspieltere Tracks im modernen Bereich scheinen den Vienna Boys zu liegen und das Endergebnis weiß durchaus zu überzeugen.

Mehr im traditionelleren Thrash Brettermilieu ist nun „One Voice“ angesiedelt. Sehr gekonnt vermischt man hier Tradition mit modernen Core Einflüssen passgenau. Die amtliche Vollbedienung bekommen wir hier zum Bangen und auch Old School Fans könnten durchaus Gefallen an dem Stück finden.

Das Titelstück „Instincts“ wird eher rockig – gemächlich gestartet. Auch die Weiterführung ist vorerst eine, wie schon erwähnt rockigere, wenn auch mit viel Kraft in der Brust. Dies steigert man nach und nach und schlussendlich kredenzt man uns hier einen rauen, schroffen Brocken den man mit stampfender Rhythmik am Laufen hält. Kleinere Blitzstarts werden zwar hingelegt, doch dominieren hier etwas mehr die Midtempo Roots merklich das Geschehen bei diesem Song. Zusätzlich zeigt sich die Mannschaft auch etwas melodischer, was aber eher ganz leicht getan wird um das schroffe Spiel nicht zu stark zu unterwandern.

Nach dem Trommelwirbel als Start bei „In This Second“ begibt sich die Mannschaft wieder etwas mehr auf Thrash Metal Roots der althergebrachten Zunft. Ganz in diese Richtung verschlägt es die Mannschaft allerdings nicht. Somit bekommen wir an dieser Stelle wieder eine wutentbrannte, anstachelnde Mischform aus altbewährten, als auch neueren Einflüssen.

Bei der Einleitung von „Fade Away“ klingt das Ganze etwas in Richtung Arch Enemy. Macht Laune und weiß zu begeistern, auch bei der Weiterführung hantiert man mit Death, Thrash und groovigen Core Einflüssen die man uns in mehreren Salven vor die Füße knallt. Auch hat man erneut kleine, melodische Ingredienzien rein geflochten, die den Härtegrad nicht mindern, aber durchaus sehr gut erweitern.

Ein Blitzstart wird nun mit „Into The Void“ hingelegt. Raufnummer mit Circle Pit Allüren zu denen man schon in den eigenen vier Wänden abgehen kann wie Schmidtchen Schleicher. Hasserfüllter Track der für einige Raufereien bei live Auftritten im Pit sorgen wird, soviel ist sicher!!

„This Hate“, dieser Titel sagt es eigentlich schon sehr gut aus was nun auf uns zukommt. Mit viel aufgestauter Wut, als auch Hass wird hier der Hörer vor sich hergetrieben. Viele rollende Wechsel lösen diese Grundrhythmik ab, bevor man erneut das Messer ansetzt. Auch hier weiß man ungemein aufzuwiegeln und solche Roots sind einfach göttlich und kommen live sicher genauso rüber wie auf Platte.

Ein schräges Riffing, gefolgt von einer sehr thrashigen Bretterschlagseite steht nun beim darauf folgenden „Nation Of Fear“ im Vordergrund. Diese Richtung behält man zwar bis zu einer Minute bei, doch dann gehen die Pferde wieder mit den Wienern durch und man drückt noch mehr auf die Tube und rotiert wie eine wild gewordene Furie.

Nahtlos mündet der Vorgänger in das nun folgende „The Knowledge“, welches vorerst wie eine neuere Form eines Melodic Death Metal Tracks klingt. Doch unterwandert man diesen Start sehr gekonnt und justiert im Hintergrund bereits um, bis man schlussendlich wieder auf eine herbe, trashige Metal Core Schiene zurück gekehrt ist. Sehr verspielt, dies allerdings fällt einem erst beim zweiten, dritten Durchlauf auf.

Sehr rockig wird nun die Einleitung vom Rausschmeißer „When Souls are Leaving“ vollzogen. Klingt sehr lazy und auf diese tiefgründige, fast schon versoffene Soundart baut man auf. Klingt am Schluss sehr interessant und experimentell. Erst ab der Mitte zerfetzt man dieses Soundexperiment und greift nun deutlich härter und thrashiger in die Saiten.

Fazit: Für Freunde des modern beeinflussten Thrash/Core Metal, mit viel Groove im Blut ist diese Langrille genau das Richtige.

Tracklist:

01. The Victims Game
02. Agonies
03. One Voice
04. Instincts
05. In This Second
06. Fade Away
07. Into The Void
08. This Hate
09. Nation Of Fear
10. The Knowledge
11. When Souls are Leaving

Besetzung:

Jochen Hagl (voc)
Roman Skomar (guit)
Wolf-Dieter Vogl (bass)
Moritz Rauter (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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