Blackfinger – When Colors Fade Away

Band: Blackfinger
Titel: When Colors Fade Away
Label: M-Theory
VÖ: 15. September 2017
Genre: Doom / Psychedelic / Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Lazer

Blackfinger-When-Colors-Fade-Away-album-artworkDrei Jahre nach Veröffentlichung des Debütalbums „Blackfinger“, kredenzen uns die Amerikanischen Doom Metaler von eben Blackfinger ihr neuestes Werk. Getauft wurde das neueste Baby auf den Namen „When Colors Fade Away“, es wiegt neun Songs schwer und ist knapp 39 Minuten groß.

Hmmm…mit 39 Minuten ist die Spielzeit für ein Doom-Album schon relativ knapp hätte ich gesagt. Nichts desto Trotz, kommt es ja auf den Inhalt an und der kann sich dann am Ende dennoch sehen beziehungsweise hören lassen. Natürlich ist man bei dieser Scheibe von der Ersten Sekunde an sehr gespannt auf die Stimme des Ex-Trouble Sängers Eric Wagner – keine Frage; ist ja gerade seine, eine unverwechselbare und einzigartige, mit der er scheinbar alles auf der Welt bekommen könnte. Das soll aber keinesfalls die Leistungen, geschweige denn die Qualität der anderen auf diesem Album mitwirkenden Musiker schmälern – hier sind nur professionelle und begnadete Musiker am Werk.

Wie gewohnt, legen Blackfinger sehr schwermütig und fast melancholisch los. Der Titelsong gleich zu Beginn, lässt auch erahnen, wie es denn so circa auf dem Rest des Albums weiter geht, wenngleich gerade „When Colors Fade Away“ schon einen ziemlich schwer verdaulichen Brocken darstellt.

Blackfinger können aber auch etwas flotter und rockiger, kehren aber nach einem kurzen Ausflug wieder zu ihrer Linie zurück und machen wie gewohnt behäbig und immens schwer weiter. Manche Riffs wirken wie gelähmt und scheinen sogar in Zeitlupe abzulaufen, was dem Gesamtkonstrukt – in Verbindung mit den leicht psychodelischen Vocals – eine ausgesprochene Eigenständigkeit verleiht und vor allem sehr interessant und überzeugend ist.

Mein Fazit: „When Colors Fade Away“ von Blackfinger wurde wieder ein sehr schwer zu verdauender Braten, der dennoch viel Qualität besitzt und überzeugen kann. Manche Ausflüge in Rock-Gefilde lockern die Platte etwas auf und lassen etwas Frische aufkommen. Vor allem „Afternow“ steht für solche Ausflüge – dieser Track könnte aber auch aus Led Zeppelins Federn stammen. Nuancen von ganz frühen Black Sabbath kann man hier nicht leugnen, ist aber überhaupt nicht schlecht zu bewerten.

Tracklist:

01. When Colors Fade Away
02. Can I Get A Witness
03. All My Sorrow
04. My Old Soul
05. Afternow
06. Crossing THe River Turmoil
07. Beside Still Water
08. Waiting For The Sun
09. Till We Meet Again

Besetzung:

Eric Wagner – Vocals
Matthew Tuite – Guitars
Terry Weston – Guitars
Matthew Cross – Bass
David Snyder – Drums

Internet:

Blackfinger Website

Blackfinger @ Facebook

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