Band: Boon
Titel: The Almighty Love
Label: Noisehead Records
VÖ: 2010
Genre: Groove Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Neues aus dem Hause Noisehead Records gibt es am Beginn des Jahres mit Boon zu verzeichnen. Die Schwechater Jungs praktizieren eine Art groovigen Heavy Rock/Metal mit starken, beißenden Riffs. Laut den Infos hat man sich satte 4 Jahre Zeit gelassen den zweiten Silberling unters Volk zu bringen. Am 22.01.2010 ist es nun soweit und der zweite längere Streich wird in Form von „The Almighty Love“ in den Ladenregalen stehen. Wolfgang Pendl (voc & guit), Thomas Panzenböck (guit), Georg Kostron (bass) und Manuel Kaufmann (drums) spielen für all jene Musik die aus der Norm des Rock/Metal eher ausbrechen wollen. Na denn Recht haben’s die Schwechater!!!!

Zwar beginnt der Opener „The Growing Black“ recht funkig, doch gleich im Anschluss dröhnen schwermütige Riffs die zum Schunkeln einladen. Recht dreckig wurde dies in Szene gesetzt und der Groove den man hier zusätzlich aufs alltägliche Brot geschmiert hat kann sich hören lassen. Gute Mischung vom Tempo als auch der Färbung. Die klare Stimme des Fronters lässt das Material nicht zu hart erscheinen und das muss man auch nicht, denn auch mit keinem Geschrei machen die Burschen viel Dampf und laden ein seinen Körber zu den Rhythmen zu bewegen. Mein Tipp, nur einfach nicht aufhalten lassen.

Guter flotter, rotziger Groove Rocker folgt dem Ganzen mit „Right Now“ auf dem Fuße. Geradlinige Bretterriffs animieren zum Bangen und man muss den Wiener Herrschaften schon eines hoch anrechnen, sie brechen wirklich aus jeder üblichen Norm aus. Damit machen sie viel Aufsehen und rocken ordentlich mit einer guten Geschwindigkeit das Haus. Abgehen und Bangen gleichermaßen ist hier gefragt. Kurze gemütlichere Breaks leiten immer wieder zu sehr doomigen Melodramatischen Riffs über und das hört sich sehr lecker an.

Gleich aus den vollen schöpft man bei „Love Raider“. Rotziger Rocker den man uns hier präsentiert und dabei die Geschwindigkeit ständig wechselt. Recht druckvoll und mit viel Kraft durchbricht man hier die Schallmauer und auch ein gewisses funkiges Feeling lässt man immer wieder aufkommen. Superbe Mischung die viel Spaß macht.

Ein verzerrtes Riff eröffnet nun „Days of Fate“ und hier bekommen wir eine melodische, melancholische Nummer geboten, die man mit vielen doomigen Ausflügen erweitert. Glanzvoll was uns hier vorgesetzt wird und bevor es zu schwermütig wird, drückt man etwas mehr auf die Tube, aber nur kurzzeitig und schon zieht man uns dominant in die melancholische Ecke zurück. Schwermütige Gefühle wurden hier sehr gekonnt in einem guten musikalischen Rahmen wieder gegeben und trotz der eher durchwegs verhaltenen Spielweise macht man viel Wind.

Bei „Dead Mind“ werden einige Kohleschippen nun in den Dampfkessel geworfen und natürlich spiegelt sich dies sofort auf den Tempo der Rhythmik wieder. Dadurch rocken die Jungs etwas flotter dahin, keine Frage auch hier kommen viele satte doomige –groovige Riffs zum Einsatz und die sind messerscharf und steigern erneut den Hörgenuss ungemein. Mit einer spritzigen Art versüßen uns die Jungs das Zuhören und das beweist man auch hier mit vielen herrlich – erfrischenden Spielereien die kann gekonnt, dezenter einsetzt.

Viel Dampf im Kessel ist nun beim Nachfolger „Engine Machine“ auszumachen. Dem Titel maßstabsgetreu rockt die Truppe mit einer energetisch, geladenen Mischung aus flottem Groove, die wird durch kleine melodische Doomeinlagen unterbrochen bzw. gekonnt abgewechselt und dadurch präsentiert man hier erneut eine sehr facettenreiche Kost.

Ein zackiges, herbes Riff läutet „You Resistance“, doch schon drücken die Jungs wieder gut das Pedal und steigern sich auch weiterhin. Groove wird hier versprüht das es für mehrere Bands reichen würde. Das zauberhafte Ergebnis das man hier für uns parat hat ist sehr shakig ausgefallen, doch auch bei den schnelleren Parts die man gekonnt eingefädelt hat kann man durchwegs seine Schüttel ekstatisch schütteln.

Etwas doomiger geht man es da nun bei „The Old Story“ an. Ein sehr schwermütiger Song der kohlrabenschwarz aus den Boxen kracht. Doch man kann es sich nicht verkneifen einige Kraftausbrüche einzuarbeiten und genau das ist es was das Material der Truppe ausmacht. Zwar bekommt man hier immer sehr wankelmütigere Gefühlskost geboten, doch bevor es zu langatmig wird, entfacht man ein gutes Feuerchen und man macht viele energetische Schübe die einen sofort hochjagen.

Etwas flotter rückt man nun „Secret Scars“ nach. Gutes Wechselspiel mit progressiven Verzerrungen bietet man uns hier, die wiederum durch kraftvolle, groovige Rhythmik abgelöst wird. Doch auch eine kleine Brise Funk darf nicht fehlen und die hat man noch als besonderes Schmankerl hauchzart in gewissen Passagen mit eingearbeitet.

Leider ist nun mit „Never“ wieder das Ende nahe. Hier heißt es noch einmal dreht eure Anlage bis zum Anschlag auf, denn es folgt ein melancholischer Gefühlsrocker, der ordentlich schwarz gefärbt wurde. Kraftvolle Ausbrüche kommen zwar kurz zum Einsatz, doch bevor diese komplett das Oberwasser bekommen, bremst man erneut ab und wechselt in wankelmütigere Gefilde.

Fazit: Reichhaltige Soundkost wird uns hier geboten. Wem es schon länger auf den Senkel geht das viele Bands dem Trend nachlaufen sollte diese Burschen an testen und dabei seine helle Freude haben. Mit einem charmanten, herrlich erfrischenden Charme fördern sie ein Programm zu Tage das man selten bekommt.

Tracklist:

01. The Growing Black
02. Right Now
03. Love Raider
04. Days of Fate
05. Dead Mind
06. Engine Machine
07. You Resistance
08. The Old Story
09. Secret Scars
10. Never

Besetzung:

Wolfgang Pendl (voc & guit)
Thomas Panzenböck (guit)
Georg Kostron (bass)
Manuel Kaufmann (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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