BOTANIST – COLLECTIVE: THE SHAPE OF HE TO COME

Band: BOTANIST
Titel: COLLECTIVE: THE SHAPE OF HE TO COME
Label: Avantgarde Music
VÖ: 01.09.2017
Genre: Ambient-/Experimental-/Athmospheric Black Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Maze P.

Botanist-Collective-The-Shape-Of-He-To-Come-album-artworkBOTANIST wurde 2009 in San Francisco, USA von Otrebor gegründet. Dieser hatte zuvor das Maelstorm Online-Magazin inne. Da er aber das textliche Gedankengut von Ulver sehr mochte, entschied er sich von nun an Black Metal der ganz eigenen Schiene zu machen. Wirklich, sehr, sehr eigen! Aber dazu später mehr. Er veröffentlichte seit der Gründung von Botanist 8 Alben (inkl. einer EP mit Palace of Worms) Die erste Scheibe 2011 und die letzte 2016. Nun, drei Jahre später liegt mir das neueste Album dieser, nun ja, sehr, sehr eigenen Band vor, die in der Encyclopedia Metallum auf der „Schwarzen Liste“ steht und hier keinen Eintrag finden wird. Laut EM aus dem Grund, da die Band keine Metal-Gitarrenriffs verwendet…

Black Metal ohne Gitarrenriffs bzw. ohne E-Gitarren, geht das? Ja, ich finde schon. Diese experimentelle Musik verwendet anstelle ebendieser Gitarren nur Bass, Drums, und Stimmen sowie ein verzerrtes, hammerndes Hackbrett!!! Beileibe, ein Durchlauf genügt hier nicht! Mit Sicherheit nicht.

Die Musik an sich ist für mich Green Black Metal. Die Erde wird hier verheerlicht, als gebe es kein Morgen mehr. Die Musik ist mehr als gewöhnungsbedürftig, aber bei Weitem nicht schlecht, sondern nach mehreren Durchläufen sogar richtig gut. Die Produktion ist mies, wie immer und die verschiedenen Gesänge finden auch erst Einzug in den Gehörgang nach mehreren Drehern der Scheibe. Nur Lied Nr. 04: „And the World Throws off its Oppressors“ muss ich als schlecht bezeichnen, da es weder songwriterisch gut, noch gesanglich umwerfend ist.

Der verrückt-geniale Opener „Praise Azalea the Adversary“ brennt sich schon sehr ins Ohr und genau nach diesem Song erwartet man wildestesten Black Metal, aber der kommt halt nie zustande.

Einfach ein Album, dass mehrmals gehört, erst zündet, eindeutig in die Richtung Ambient und Experimentell gehört. Der Überbegriff „Black Metal“ passt durchaus, aber eigentlich nicht wirklich. Riskiert selbst ein Ohr und lasst das Album auf euch wirken. Wer auf solche Mucke steht (der Frauengesang sei hier nicht zu vergessen – DIE Natur halt) kann durchaus auch gerne zugreifen.

Ich selbst bin stark hin- und hergerissen zwischen Genial und grottenschlecht…. Aber im Zweifel für den Angeklagten. Keine einfache Sache. Rock on

Tracklist:

01. Praize Azalea the Adversary
02. The Shape of He to Come
03. The Reconciliation of Nature and Man
04. And the World Throws off its Oppressors
05. Upon Veltheim´s Throne Shall I Wait
06. To Join the Continuum

(Live-/Session-) Besetzung:

Otrebor – Vocals, drums, hammered dulcimer
Balan – Bass
D. Neal – Hammered dulcimer
A. Lindo – Vocals, harmonium
R. Chiang – Hammered dulcimer

Internet:

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About Author

Metaller seit über 25 Jahren! Metaller in 25 Jahren! Ich bin verloren in der Musik. Egal ob beim Hören oder wenn ich selbst Musik mit meinen Bands namens SCARGOD, SHADOWS GREY und Under The Bloodred Sun mache. Nur meine Familie hat noch Vorrang. Rock on