Band: Bring Me The Horizon
Titel: That’s The Spirit
Label: Sony Music Entertainment
VÖ: 11. September 2015
Genre: Alternative Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Lazer

Endlich ist es soweit. Das schier endlose Warten hat ein Ende. „That’s The Spirit“, seines Zeichens das fünfte Album der britischen Heavy Rocker von Bring Me The Horizon, wurde dieser Tage auf die brüllende Masse losgelassen. Schon sehr früh wurden vereinzelt der ein oder andre Song veröffentlicht, um die Hardcore-Fans nicht allzu lange auf die Folter zu spannen. Aber gerade diese werden mit That’s The Spirit dezent auf eine gewisse Probe gestellt. Vom neuesten Werk der Kapelle kann man nämlich gar nichts und doch alles erwarten.

Mit seinen Vorgängern kann man „That’s The Spirit“ nicht so wirklich vergleichen, ist diese Platte doch etwas anders als die Veröffentlichungen davor.

Bring Me The Horizon zählte seit jeher bei Gott nicht zu meinem erweiterten Favoritenkreis. Umso mehr erstaunte mich der Opener der neuen Scheibe. Sehr düster, scary und creepy eröffnen die Jungs das Hörspiel mit Horrorfilmcharakter. Ziemlich cool sind die Arrangments mit den Keyboards und der elektronischen Unterstützung.

Auch sehr brutal und düster geht es mit dem zweiten Track weiter. Intoniert von einem Chor, untermalt mit diversem elektronischen Gerät, bringt der Song aber einen erstaunlich guten Rhythmus mit. Umso geiler bei dieser brutal düsteren Nummer ist der Titel, denn mit „Happy Song“ unterstreicht man gleich noch mal komisch ironisch dessen Finsternis.
Track Nummer drei und vier können die Qualitätslatte dann leider nicht mehr so hoch stemmen, sind aber weitestgehend noch ganz in Ordnung. Mit „Follow You“ kommt dann der erste Ruhepol der Platte zum Vorschein. Anfangs noch etwas verstörend mit einer Hip Hop-Bassline beginnend, setzt sich aber im Laufe des Tracks dann doch eine dezente Melodie fest. Spätestens ab hier beginnt man sich aber zwei Fragen zu stellen.

1. Ist dies wirklich eine Platte von Bring Me The Horizon?
2. Woher stammen die Einflüsse beziehungsweise woran erinnert dieses Material?

Um die Spannung weg zu nehmen – 1. Ja, es ist eine Platte von BMTH! 2. Es erinnert sehr stark an Linkin Park! Teilweise auch an 30 Seconds To Mars.

Die nachfolgenden Songs erleiden leider einen immensen Qualitätsverlust. Die Strukturen sind ziemlich einfach und die Arrangements nicht mehr sehr einfallsreich. Hauptsächlich geprägt werden die Tracks von elektronischen Spielereien. Sei es Eingangs als Aufbau, durchgängig als Melodie oder als Abschluss. War ich Anfangs eher skeptisch, wurde ich dennoch positiv überrascht mit den ersten Nummern. Im Laufe des Albums wurde ich dann doch wieder eher in die Enge meiner Skepsis getrieben. Den leidlichen Abschluss und Abschuss des Tages lieferte aber der letzte Track. „Oh No“ nennt sich der Song und Name ist hier definitiv Programm. Ich weis nicht, wer ihnen geraten hat, diesen Track aufs Album zu pressen, aber das war keine tolle Idee. Er setzt zwar den krönenden Abschluss unter ein „Elektro-Album“, ist aber so überhaupt nicht BMTH-Style.

Mein Fazit: Keine Frage, es gibt hier wieder einmal einen Umbruch im Hause BMTH. Ob dieser Umbruch jedoch überzeugen kann, bleibt die große Frage. Man wird bestimmt den ein oder anderen neuen Fan für sich begeistern können, jedoch werden sich gewiss einige Hardcore Fans verabschieden. Das Album ist trotz meiner oben genannten Kritik kein Schlechtes. Es ist etwas komplett neues und anderes – ohne Diskussion. BMTH setzen hier zwar sehr viel elektronischen Schnickschnack, verbauen aber ganz ordentliche Rhythmen und können mit cleanem Gesang punkten.

Tracklist:

01. Doomed
02. Happy Song
03. Throne
04. True Friends
05. Follow You
06. What You Need
07. Avalanche
08. Run
09. Drown
10. Blasphemy
11. Oh No

Besetzung:

Oliver Sykes – Vocals
Lee Malia – Guitars
Matt Kean – Bass
Jordan Fish – Programming, Keys
Matthew Nicholls – Drums

Internet:

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