BROTHER GRIMM – Home Today, Gone Tomorrow

Band: BROTHER GRIMM
Titel: Home Today, Gone Tomorrow
Label: Noisolution
VÖ: 26.01.18
Genre: Crossover
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

brother-grimm-home-today-gone-tomorrow-album-artworkWenn, der werte Musikfreund nicht unbedingt in seiner Ponyhofwelt lebt, so blickt selbiger oftmals in beschissenen Alltagssituationen in Richtung Plattensammlung. Genau dort weiß der Sammler wo seine Musik zur Bewältigung steht. Zu Erweiterung flatterte uns der neueste Streich eines gewissen Dennis Grimm ins Redaktionsloft. Wie stuft der Schreiberling nun das Machwerk ein? Klarer Fall in rein gar nichts, denn vieles kommt einem in den Sinn, doch eindeutig ist ebenfalls nichts. Zwischen Blues Rock und Stoner, wie psychedelisch ist einiges zu einem festen Gemisch vermengt worden. Zeugt andererseits von einem großen Einfallsreichtum des Musikers und diese Trumpfkarte weiß der gute Dennis vollends auszuspielen. Die Aufmachung und die Integrität des Materials sind eine geheimnisvolle. Ferner gibt es etliches zwischen Nachtmusik und Gefühlsschwankungen, die perfekt vertont wurden. Reinrassige Metal und Rock Freunde ist dies eventuell zu experimentell, wenngleich die Songs nicht zerfahren klingen. Vielmehr baut der Mastermind auf eine breite Betätigung, welche unheilvoll und mit vielen Nebelschwaden aufziehen. Somit keine Hau-drauf Musik, sondern die Gewissheit, dass der Musiker mit viel Gefühl klanglich eine große Kunst auf einen Silberling gebannt hat.

Eine geisterhafte Stimmung bohrt sich tief in die Gehörgänge des Hörers. Ist der Tellerrandgucker solcher Unterfangen nicht verschlossen und steht diesen offen gegenüber dementsprechend erlebt der Zuhörer bei jedem Song eine erzeugt pure Gänsehaut nach der anderen. Unheilvoll zieht der Musiker mit seinen Tracks die Bahnen und diese gezauberte Stimmung spricht Bände. Dunkel-bedrohlich in einer unheilvollen Atmosphäre kann der Zuhörer entspannt den Song bei bitterer Medizin (mit oder ohne Alkohol je nach Belieben) genießen. Trotz aller Experimente in den Arrangements und Unterwanderungen klingt nichts zu schroff oder etwa unausgegoren. Gut abgestimmt unterbreitet der gute Herr Grimm seine schummrigen Soundschwaden. Die Unzahl der eingesetzten Effekte, Verzerrungen und Loops klingen gut abgestimmt. Normalerweise stehe ich solchen Experimenten eher skeptisch gegenüber, im Falle von BROTHER GRIMM sehe ich das als facettenreich und farbenbunt.

Trotzdem, dass die Dominanz der Spielzeit von unheilschwangeren Einlagen geprägt ist, kommt der Rundling in seiner Gesamtheit niemals ausschweifend schwermütig ins Gehör. Es hat seinen Touch, nur wusste der Musiker um die Gunst der Stunde, mit seinen Loops und Echo Einsätzen eine einzigartige Alltagsbewältigung beschissener Situationen klanglich unter Dach und Fach zu bringen. Düsteres Hörkino für eine Vielzahl von Musikbegeisterten abseits der herkömmlichen Rock und Metalwelt. Ein Tellerrandgucken braucht der Käufer, ansonsten klingt es für ihn unzweifelhaft zu bedrohlich.

Fazit: BROTHER GRIMM legen mit „Home Today, Gone Tomorrow“ ein klanglich-bedrohliches Kopfkino in musikalischer Form vor.

Tracklist:

01. A Letter to Bob
02. Sharp´s The World
03. The Black Lodge
04. Echoes
05. Aloha
06. Born Under Punches
07. Still Afraid Of Germany
08. Home Today, Gone Tomorrow
09. Heroes (CD-Bonustrack)

Besetzung:

Dennis Grimm (voc & all instruments)

Internet:

BROTHER GRIMM Website

BROTHER GRIMM @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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