Brothers Of Metal – Prophecy Of Ragnarök

Brothers-Of-Metal-Prophecy-Of-Ragnaroek-album-cover

Band: Brothers Of Metal
Titel: Prophecy Of Ragnarök
Label: AFM Records
VÖ: 16. November 2018
Genre: Drawing Board/Power Metal
Bewertung: 2,5/5

Die genretypischen Merkmale dieses ausartenden und entarteten Metalstils namens Drawing Board Metal sind schnell umschrieben:

Man nehme fähige Musiker, stelle sich diese je nach Zielführung zusammen, schreibe ein gutes Dutzend harmlose, altbekannte Melodien verwurstende Lieder,
produziere sie möglichst klar und nicht zu hart, und fertig ist die Massentauglichkeit für die Weide, auf der die Lämmer alles abgrasen, was auch nur halbwegs nach Gras duftet.

In folgendem Härtefall ist das am Reißbrett der Musikindustrie entstandene Konstrukt sogar dermaßen offensichtlich zu erkennen, daß es schon an eine Frechheit grenzt, dem Kundenkreis so etwas plattes vorzusetzen.

Mit den Schweden BROTHERS OF METAL widmet sich, gemäß Ihrer Herkunft, die gefühlt einmillionste Kapelle der Thematik nordische Mythologie.
Vorweg sei angemerkt, daß PROPHECY OF RAGNARÖK Manowers Möchtewerk Xyms Yf Pfr locker schlägt.

Qualitativ mag dies keinem großem Aufwand geschuldet sein,
aber die Klischeehaftigkeit dermaßen zu übersteuern, ohne auch nur den Anschein von freiwilligem Humor zu erwecken,
ist selbst für jemanden wie mich, der eine illustre Sammlung an durchaus fremdschämwürdigen Trve Metalalben im Archiv hat, ein harte Nuß.

Auch hierbei erweckt die Truppe um die „Voice Of Valkyries“ Ylva Eriksson und den für die „Battle Cries“ verantwortlichen Joakim Lindbäck Eriksson nicht gerade den authentischsten Eindruck, obwohl die Band seit sechs Jahren existiert.

Mit innovativen Zeilen wie „Fire blood and steel, the wrath of the gods is all we feel, Metal that is real“ aus dem Battle Beast – Klau Siblings Of Metal
oder dem Powerwolf/Sabbaton – Klon, dem nachfolgenden Gods Of War
(„We’re Brothers of Metal, we’re fucking, we’re fighting, we bleed and we’re never gonna fail before the sons of Odin“)
sowie „We believe in Metal, an army of warriors who fight by our side, all you need is Metal“ aus, wer hätte es gedacht, We Believe In Metal,
sei hier nur die Spitze des Eisberges genannt.

Vielleicht macht man mit solchen Versen in Verbindung mit der oben beschriebenen akustischen Untermalung und diversen Video- und Liveproduktionen einen ordentlichen Reibach,
aber musikalisch gewinnen die Brüder und Schwestern mit diesem Werk keine Schlacht.

Primal Fear mögen auch gecastet worden sein, überzeugen aber durch Qualität, Powerwolf halten die Waage zwischen Selbstironie, ernster Kunst wie guter Unterhaltung
und Battle Beast wandern zumeist gekonnt auf dem schmalen Grad zwischen guter Unterhaltung und Popunkultur, aber diese hier vorliegende Scheibe überschreitet eine Grenze.

Tracklist

01. Death Of The God Of Light
02. Son Of Odin
03. Prophecy Of Ragnarök
04. Defenders Of Valhalla
05. Concerning Norns
06. Yggdrasil
07. Tyr

08. Siblings Of Metal
09. Gods Of War
10. Freya
11. The Mead Song
12. Sleipnir
13. Fire Blood And Steel
14. We Believe In Metal |

Besetzung

Ylva Eriksson – Gesang
Joakim Lindbäck Eriksson – Gesang
Mats Nilsson – Gesang
Dawid Grahn – Gitarre
Pähr Nilsson – Gitarre
Mikael Fehrm – Gitarre
Emil Wärmedal – Bass
Johan Johansson – Schlagzeug

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