Band: Consfearacy
Titel: Consfearacy
Label: Massacre Records
VÖ: 2011
Genre: Power/Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Eine deutsch – amerikanische Kooperation verbirgt sich hinter dem Namen der Power Metal Combo Consfearacy. So richtig sagen dürfte der Name der Band wohl niemanden etwas, jedoch verbirgt sich hinter dem Line Up die Creme de la Creme in Sachen Power Metal USA & Germany. Brian O’Connor (voc), Fabian Schwarz (guit), Ira Black (guit), Guenter Auschrat (bass) und Timo Weis (drums) ex- Vicious Rumors, Lizzy Borden, Metal Church, The New Black und Abandoned haben sich auf ein Paket geworfen und offerieren uns mit dem selbstbetitelten Debüt ein Sammelsurium in Sachen Power Metal der zwischen den Kontinenten Amerika und Europa im Dauerrhythmus hin und her hopst.

Der Beginn von „Pain Infantry“ erinnert mich dermaßen an Morgan Lefay das es mich fasst aus dem Sessel kippt. Auch bei der Fortsetzung werden stets Querverbindungen eben zu den Schweden als auch zu Vicious Rumors gestrickt das einem nichts anderes übrig bleibt, als hochzujagen und seine Rübe bereits zu Beginn des Silberlings kräftig kreisen lässt. Rhythmisch werden etliche in und outs Geschaffen welches das Interesse weiterhin ordentlich weckt. Zwischen den soliden Bretterparts wurden noch sachte Melodiefrickeleien eingebaut. Stattlicher Opener der mit einer facettenreichen Power Kunst das Hören versüßt.

Knackiger und mit festem Tritt am Gaspedal setzt man die Reise mit „Ritual Sacrifice“ fort. Treibende Kraft vermischt man immer wieder durch rollende Groove Parts. Auch das gewisse Quantum an Meloarrangements wird eingesetzt. Die Jungs wissen ganz genau wo und wann die Vibes in einer farbenprächtigen Melange eingesetzt werden müssen. So erstaunt es den Rezenten nicht minder mit welchem Goldhändchen dies vollzogen wird.

Im etwas idyllischeren Einklang erschließt sich der kurze Eingangspart bei „Fall From Grace“. Doch hierfür verwendet man nur einige Sekunden und schon überspringt die Mannschaft wieder die Barrikaden und rattert vergnügt weiter. Immer mehr und mehr rückt man in den erdig – groovenden Bereich. Gut aussortiert und sinnvoll werden auch hier zick Melodieschübe zum Einsatz gebracht. Die Herrschaften wissen einfach wie man den Szenekollegen die Show stiehlt, denn weiterhin serviert man uns Qualität ohne schlappe, stupide Klangform.

Das fetzige, speedige „World Domination“ steht als nächstes an. Durch den shakigen Thrashrhythmus liefert man eine kleinere Kurskorrektur, doch auch in diesem Bereich strotzen die Burschen vor unbändiger Kraft. Verändert wird dieses gestartete Programm nur ganz leicht und somit ist den Jungs eine sehr schöne Power – Thrash Nummer geglückt, die einerseits erneut einlädt sich dem Kopfkreisen hinzugeben, aber andererseits sind auch genügend Parts für das genüssliche Lauschen vorhanden.

Sehr roh und rau legt man einen Blitzstart bei „Live Again“ hin, dieser ist gefolgt von einem technischen Frickelspiel der melodischen Art seitens der Axtfraktion. Durch den fast schon Mathew Barlow artigen Gesang verleiht der Frontmann hier dem Stück einen gewissen melancholischen Touch. Dies vollführt selbiger aber nicht durchgehend, nein auch gewisse Priest lastige Shouts sind vorhanden. Somit baut man weiterhin auf das Erfolgsrezept „Abwechslungsreich“ und dieses geht den Jungs auf ganzer Front auf.

Langsamer und aufbauender setzt man nun den Start von „Dying To Kill“ in Szenen. Somit ist man gespannt was nach dem Eingangspart geboten wird. Eine sehr wohltuende melodische Groove Nummer, bei der man stets zwischen rollenden – stampfenden und idyllischeren Parts die Rhythmik stets abwechselt. Sehr gelungen und ausgefeilt knallt man uns so den nächsten Power Leckerbissen vor den Bug.

Deutlich vehementer und durchgreifender wird das Ruder nun bei „Forever Falling“ herum gerissen und schon steuert das Flaggschiff kräftige, hämmernde Gestade an, die einmal mehr bestens zum Bangen geeignet sind. Doch auch einige Stopps der verspielten Art sind vorhanden, diese haben aber weniger Spielraum bekommen und so überwiegen die härteren Allüren deutlich mehr. In diesen zeigt die Truppe dass sie es auch im thrashigeren Bereiche durchaus drauf hat uns mit geschmackvollen Soundlinien zu verwöhnen und zu überzeugen.

Verzerrt und deutlich progressiver bietet man eine kurze Einstimmung bei „Unbreakable“. Lange bleibt man auch hier nicht in diesem Bereich und schon galoppiert der Trupp mit festem Schritt weiter. Durch die Circle Pit lastige Rhythmik zuckt es in den Beinen und so erschließt sich einem die Nummer bis zum Ende hin als kräftige Tanznummer zu der man schweißtreibend abhotten kann.

Bedrohlich, mit leichtem heroischen Beiklang geht nun der vorletzte Track, „Flesh & Bone“ ins Rennen. Etwas solider wurde hier die Rhythmik eingesetzt, doch nach und nach findet man auf die vorangegangene Spieltechnik zurück und somit kann von einem straighten Track wohl weniger die Rede sein. Besonders geschmackvoll ausgefallen und das Tüpfelchen auf dem „I“ ist der Gesang, denn der Bursche unterbreitet hier sein facettenreiches Organ. Zwischen kräftigen, röhrenden Shouts und deutlich gefühlvolleren, melancholischen Gesängen bringt er alles im flotten Tempowechsel zum Einsatz.

Eine auf die Nuss bekommen wird durch das speedige „Your Dead To Me“ das den Schlussstrich zieht. Im klareren Bereich wird hier gewerkelt und den Tritt am Gaspedal lockert man kaum. Lediglich bei einigen Solis wird etwas die Geschwindigkeit dezimiert. Der Refrainteil ist hymnisch ausgefallen und somit unterbreitet man den letzten noch fehlenden Baustein bei dem die Mannschaft beweist das sie durch ihre Vorarbeit bei den ex Bands die Einflüsse eigenständig verarbeiten und zum Einsatz bringen und das nicht zu knapp.

Fazit: Herzergreifender Power – Thrash Happen der Freunde von Iced Earth und Vicious Rumors begeistern wird. Qualität die, die Klientel braucht und liebt!!!!

Tracklist:

01. Pain Infantry 4:49
02. Ritual Sacrifice 4:19
03. Fall From Grace 4:33
04. World Domination 4:49
05. Live Again 3:22
06. Dying To Kill 4:38
07. Forever Falling 3:48
08. Unbreakable 4:25
09. Flesh & Bone 5:00
10. Your Dead To Me 3:26

Besetzung:

Brian O’Connor (voc)
Fabian Schwarz (guit)
Ira Black (guit)
Guenter Auschrat (bass)
Timo Weis (drums)

Internet:

Consfearacy Website

Consfearacy @ Facebook

Consfearacy @ Reverbnation

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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