Band: Contracrash
Titel: Thy Kingdom Come
Label: Rockwerk Records
VÖ: 2015
Genre: Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

„Thy Kingdom Come“ ist ein überaus ambitioniertes zweites Album von den Deutschmännern bei Contracrash. Überwiegend im Metalcore verhaftet, wäre es trotzdem nicht fair die Jungs in dem Eck festzunageln. Aber erstmal der Reihe nach:
„Thy Kingdom Come“ wurde als Fantasy-Konzeptalbum geschaffen, das Contracrash in drei Akte gegliedert haben. Dank 40seitigem Booklet und zahlreichen Illustrationen kann sich der Hörer, wenn er denn will, zusätzlich in die Story vertiefen. Was ich nicht getan habe. Naja, oberflächlich: Gut gegen Böse et cetera et cetera. Man hört den Tracks an, dass hier Storytelling im Gange ist. Zum Glück stehen die Tracks aber auch für sich alleine, und das in jedem Fall recht wacker.

Akt I umfasst die ersten 5 Songs und bleibt mir als das Drittel mit dem meisten Metalcore drin in Erinnerung. Ausnahmsweise und endlich mal Metalcore-Zeugs das mich nicht total nervt, sondern dank des wirklich guten Gespürs für Melodien und Songwriting zündet und mit „What If“ den ersten Anspieltipp enthält.

Akt II entspricht den Tracks 6 bis 11 und enthält vom einminütigen Zwischenspiel „Romans 13:1“ abgesehen nur Anspieltipps. Besonders hervorheben möchte ich hier die extrem gelungene Ballade „With Fingers Crossed“. „Enter My Game“ ist der coolste Song mit „Core“ auf dem Album. Bei „Higher Power“ und „Born To Survive“ wird´s regelrecht episch. Nicht im Epic Metal-Sinne, aber hier gibt´s eine überzeugende Portion orchestralem Bums mit drin. Und „Higher Power hat irgendwo in der vierten Minute einen echt geilen Spoken Words Teil.

Akt III dürfte Contracrash endgültig von den allerallermeisten Metalcore-Acts abheben. Der besteht aus dem 20minütigen Monstertrack „Ashes To Ashes“, der alles andere als langweilig geworden ist. Da können sich so manche Progressive-Mathemusiker eine Scheibe abschneiden. Die Jungs ziehen hier von coolem Core, heldenhaften Gitarrenleads, eingängigen Gesangslinien bis zu orchestralem BimBams alle Register. Zieht euch allein diese zwei Minuten Gitarrenleads ab 13:15 rein, das ist bester instrumentaler Shit.

Also Leute: Auch wer Metalcore völlig zu Recht verachtet (wie ich): Macht hier eine Ausnahme und hört euch erstmal „With Fingers Crossed“, „Ashes To Ashes“, „Enter My Game“ und „Higher Power“  an. Hier steckt noch so einiges mehr drin, das allgemein gesprochen einfach Metal und noch allgemeiner gesprochen einfach nur sehr sehr gut ist. So gut, dass ich mich in letzter Sekunde dagegen entschieden habe, für das Core-Gekreische einen halben Punkt abzuzuehen. Dafür sind die Riffs, die Melodien und sonst einfach alles viel zu scheißgeil gelungen.

Tracklist:

01. How It Feels To Burn
02. Thy Kingdom Come Part. 1
03. What If
04. He That Is Without Sin
05. Cast The First Stone
06. Enter My Game
07. With Fingers Crossed
08. The Final Curtain
09. Romans 13:1
10. Higher Power
11. Born To Survive (To Stand, Fall & Rise)
12. Ashes To Ashes

Besetzung:

Andy Ritter (Vocals)
Sven Fischer (Drums)
Boris Müller (Bass)
Philipp Ettwein ( Guitars)
Matt Carviero (Guitars, Keyboards, Programmings)

Internet:

Contracrash Website

Contracrash @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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