Band: Coogans Bluff
Titel: Flying To The Stars
Label: Noisolution
VÖ: 27.05.16
Genre: Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Erinnert sich noch jemand aus Österreich, als am Sonntagvormittag oft alte Horrorklamotten gezeigt wurden? Bei schlechtem Wetter wurden die von mir echt verschlungen. Was dies nun mit dem Material mit den Jungs von Coogans Bluff zu tun hat? Nun einerseits ist ihre Art des bluesig, leicht Jazz unterwanderten Rocks ebenfalls sehr Old School und genau deswegen wurden die Soundroots eingebaut, welche eben bei solchen Klassikern der Gruselfilme als Filmmusik verwendet wurden. Schräge, teils oftmals psychodelisch wirkende Roots, aber eben nicht überladen. Besonders der Opener ist sehr damit gespickt worden, wobei ich auch oftmals an das Musical Rocky Horror Show erinnert werde.

Ist kein Rock oder Metal im herkömmlichen Sinn? Ja mag stimmen, an sich schweben die Jungs eben auf einer anderen Rockwolke als der Rest ihrer Kollegen, aber das was sie sich zur Umsetzung ausgesucht haben hat durchaus seinen Anreiz. Das Antlitz der rockigen Vibes der 70er Ära eben mit vielen Fuze orientierten Soundunterwanderungen ist eigentlich überhaupt nicht mein Ding, macht aber im Falle dieser Formation durchaus Sinn. Das Konzept wurde gut verpackt und man hat viele Ideen die man auch sehr harmonisierend umsetzt. Dies bedeutet man muss kein Fan der 70er Ära an sich, wohl aber ein Tellerrandgucker sein. Somit machen für mich die Einfädelungen und Wechsel durchaus Sinn. Die steten aufpeitschenden Vibes gehen gut ins Gehör, wenn auch mir oftmals mit zu vielen Saxophon Dudeleien versehen. Ist aber ein Manko über das man locker hinweghören kann, denn den Rest erledigen die Jungs mit satten, pushenden, teils sehr groovig wirkenden Soundattitüden. Dazwischen wechselt man in den harmonischen, beschwichtigenden Bereich, bevor man wieder aufbauschend durch die Boxen drückt.

Die Produktion wurde auf dies aufgebaut und so klingt alles so richtig schön derb und dreckig. Dennoch nicht zu viel, sodass man niemals von einer unausgegorenen Sache sprechen kann. Gut fusioniert hat man hier durchaus einen weniger herkömmlichen Rockpatzen geschaffen. Viele Ideen und Soundexperimente wurden gut unter Dach und Fach gebracht und man bietet mal abseits des Rock und Metal Business mal was anderes.

Fazit: Der Sound mag wie eine olle Klamotte an sich klingen, aber im Großen und Ganzen bieten die Jungs von Coogans Bluff einen gut harmonisierenden Rock der 70er Ära und dennoch klingt man nicht wie der Rest der Riege, sondern durch die vielen Unterwanderungen serviert man was völlig Eigenes.

Tracklist:

01. Flying To The Stars
02. Back To The One
03. Alpha Tango
04. Hooray !
05. N.R.I.H.C.
06. A Swim in The Park
07. Where No Man Has Gone Before
08. No Need (To Hurry Up)

Besetzung:

Clemens Marasus (voc & bass)
Willi Paschen (guit)
Charlie Paschen (drums)
Max Thum (sax)
Stefan Meinking (trombone)

Internet:

Coogans Bluff Website

Coogans Bluff @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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