Band: Cretin
Titel: Stranger
Label: Relapse Records
VÖ: 2014
Genre: Grindcore/Death Metal
Bewertung: 2.5/5
Written by: Lex

CRETIN mögen sich 1992 gegründet haben, es aber erst 2005 geschafft ihr erstes Album bei Relapse zu veröffentlichen. Zwischendurch ging Bassist Widener zuerst zu den Goremetallern Exumed. Das war ihm wohl noch zu pussyhaft, also ging er bald darauf zu den Marines, während die anderen Bandmitglieder Videospiele produzierten und anderes Zeug. Gut, mit  Exhumed-Ex-Drummer Col Jones und Ex-Marine Matt Widener  wieder an Bord, ging es wie gesagt 2005 endlich an das erste richtige Release. Nachdem Marissa Martinez sich bald darauf  noch zur Frau umwandeln ließ, sind Cretin jetzt als wohl erste transgender-gefrontete Grind/Death-Kapelle nach rund 10 weiteren Jahren zurück mit „Stranger“. Hat was, die Biographie dieser Band.

Das Album selbst dagegen finde ich weniger inspirierend. Es ist halt Death/Grindcore, wie ich es von Napalm Death kenne. Mit denen ich leider noch nie was anfangen konnte, selbst nicht zu den Zeiten als ich noch versuchte Regurgitate´s „Carnivorous Erection“-Album auswendig zu lernen. Wenn ich schon mal Sachen aus dem Grindcore-Bereich höre, gibt es im Prinzip zwei Wege mich zu beeindrucken: Der Meisterweg ist der NASUM-Weg, die machten Grindcore und schafften es trotzdem irgendwie so etwas wie Songs zusammenzuschustern. Das können freilich nur die wenigsten. Der andere Weg ist der Porngrind-Weg und besteht einfach darin, so richtig abartig krank und außerirdisch zu sein, dass es einfach gut sein muss. (Diese Agoraphobic Nosebleed Mini-CD mit 20 Minuten Spielzeit und 100 Tracks drauf, DAS war vielleicht was. Oder dieser herrliche „Re-Animation of Tittilating Hooli-Hallu-Balloon“-Schwachsinn von den ONANY BOYS).

Aber CRETIN sind eher der Grindcore der alten Schule, der vor 30 Jahren vielleicht Leute beeindruckte weil diese Bands mehr Krach als Slayer und Venom zusammen machten. Zwar klingt auch Cretin auf jedem Track gleich, aber es ist nicht die Härte die mich die Tracks skippen lässt sondern die Langeweile.

Tracklist:

01. It
02. Ghost of Teeth and Hair
03. The Beast and the Drowning Bucket
04. Knights of the Rail
05. We Live in a Cave
06. Sandwich for the Attic Angel
07. Stranger
08. Mister Frye, the Janitor Guy
09. Mary is Coming
10. Honey and Venom
11. Freakery
12. They Buried the Lunchbox
13. Husband?
14. How to Wreck Your Life in Three Days

Besetzung:

Marissa Martinez (guitars / vocals)
Matt Widener (bass)
Col Jones (drums)
Elizabeth Schall (guitars)

Internet:

Cretin Website

Cretin @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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