Band: Cryptic Voice
Titel: Accsess Denied
Label: STF Records
VÖ: 2007
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Infernalen Death Metal liefert nun eine weitere Formation aus dem Hause STF Records. Es handelt sich um die Schweizer Herrschaften Cryptic Voice, die sich nahtlos in die Riege der New Wave of Swiss Metal einreihen. Wer auf Okkulte, Todes – verachtende und Apokalypse Themen steht, ist bei Dimitri „Timt“ Ceraso (voc), Bernard „Bendi“ Zanella (guit), Raphael Crivelli (guit), Guillaume Ferry (bass) und Axel Jelinski (drums) genau richtig. Mit einem „Demo“ (1999) und dem regulären Album „…Retribution Comes“ (2002) konnte man bereits zwei ordentliche Lebenszeichen setzen. Nun liegt also ihr letzter Output vor mir der sich „Access Denied“ nennt und den will ich mir mal genauer zur Brust nehmen.

Bereits bei „Grimmlock“ steht schon eines fest, man macht keine Kompromisse und säbelt alles nieder was sich den Helveten in den Weg stellt. Vom Sound her bzw. den Blast Beats könnte man Kataklysm oder auch God Dethroned Paroli bieten. Sauber und satt ist die Produktion und die Jungs blasen einfach alles infernalisch nieder. Superbe Death Metal Rhythmen, die trotz des bretternden Beats mit einer gehörigen Portion Melodie ausgestattet wurden. Headbanging bis zur Ekstase sollte man hier schon mal einplanen.

„And Nothin’Will Remain“ knallt gleich im Anschluss aus den Boxen und bläst weiter einen eisigen Wind um die Ohren des Zuhörers. Superbe Gitarrenarbeit der beiden Gitarreros kann ich da nur sagen. Was vor allem die absolute Draufgabe ist, sind die Vocals die Dimitri beisteuert. Der Gute grunzt, kreischt und growlt infernalisch ins Mikro und erinnert mich doch ein wenig an einen gewissen Henri Sattler. Deutlich grooviger kommt nun „Shizzo“ daher. Die etwas groovigeren Elemente werden aber bereist nach Sekunden exekutiert und man brettert wieder schnell dahin. Einmal mehr bombt man alles nieder und obwohl es sich um einen Fast Speed Death Metal Nummer handelt, durften auch hier die Melodien nicht fehlen, die in geteil genauer Arbeit eingebaut wurden. Dennoch das man hier kompromisslos weiter werkelt wurden ab der Mitte einige neuere Elemente eingeflochten. Etwas doomiger und langsamer geht es nun bei „Take the Crown“ weiter. Die Geschwindigkeit wurde etwas gedrosselt, aber von einer Ruhepause kann hier keinesfalls die Rede sein. Dafür sorgen die Jungs schon, dass die Nackenmuskulatur weiterhin bis ins unermessliche beansprucht wird. Die Seitenfraktion ist mir ein Rätsel, einerseits brettern sie dahin und Sekunden später liefern die Jungs superbe Riffs das einem die Kinnlade unten bleibt. Hier kommt es nicht zu wirren Wechseln, nein man setzt alles zum richtigen Zeitpunkt ein. „Death Row Dance“ heißt Track Nummer fünf. Hier wird das Gaspedal wieder bis zum Anschlag durchgedrückt und die Schweizer Herrschaften blasen alles weiterhin mit einem gehässigen Grinsen nieder. Die Jungs besitzen ein unglaubliches Potential und das wissen sie auch einzusetzen. Auch hier kommt die Metamorphose zwischen Melodie und trockener Härte nicht zu kurz. Langweile? Nein keineswegs, denn die Spielfreude die hier umgesetzt wurde lässt dies nicht zu. Bei „Miss DeWitt“ wurde zu Beginn die Geschwindigkeit ein wenig gedrosselt und man könnte fast schon meinen es kommt jetzt eine Ruhepause. Nein, nein keine Angst die Jungs strotzen auch weiterhin mit vielen schnellen Rhythmen die zum Headbangen bestens geeignet sind. „Access Denied“ beginnt mit einem Hammer Death Riff und im Anschluss unterbreiten uns auch weiterhin die Seitenhexer dass sie keine Noobies sind. Die muntere Karussellfahrt geht weiter und ich bin mir sicher das man bei Live Auftritten nur ein erschöpftes und Schweiß gebadetes Publikum zurück lässt. Deutlich grooviger und mit weniger Geschwindigkeit ausgestattet erschallt nun „Noctum Solaris“. Hier wurde etwas mehr auf Melodie, als auch auf eine etwas mehr groovende Ausrichtung geachtet. Maschinengewehrsalven in Form von Riffs und Breaks werden auch hier abgefeuert, das einem nur ein zufriedenes Grinsen beschert. Mit einem Gewitter und einem Sprachintro geht es nun bei „In All Your Eyes“ weiter. Im Anschluss geht man wieder in die vollen und walzt alles munter nieder. Das Timing der Jungs könnte nicht besser sein und das beweisen sie Note um Note. Wieder etwas doomiger wird es nun bei „The Waiting For God“. Die Geschwindigkeit wurde etwas gedrosselt, aber im Prinzip verfolgt man auch weiterhin das Ziel, den Hörer nicht zur Ruhe kommen zu lassen und so hat das Flaggschiff Cryptic Voice auch weiterhin alle Segel gesetzt und man bleibt auf voller Fahrt. „The Boulevard of broken Hope“ ist noch um Kanten schneller als der Vorgänger und bläst nun einmal mehr einen eisigen Wind um mein Haupt, das mich auch weiterhin meine Rübe schütteln lässt. Von der Machart zwar sehr ähnlich wie der Vorgänger, aber dennoch ein eigenständiges Stück ist nun „When I Fell“. Man besticht mit einem sauberen Spiel und Fast Speed Rhythmen, dass einem Hören und Sehen vergeht. Den Abschluss macht nun „Farewell“. Von Anfang bis zum Schluss wird hier freudig gebolzt was das Zeug hält. Am Ende hin wird alles noch nieder geholzt bis kein Baum mehr im Wald steht und so soll es auch sein. Die Burschen haben ein unglaubliches Timing, als auch eine Geschwindigkeit drauf das einem nur eines zulässt, die Birne bis zur Ekstase schütteln um dann vor Erschöpfung zusammen zu brechen.

Fazit: Herrliche Death Metal Kapelle die eine deutliche Konkurrenz für Kataklysm und God Dethroned werden wird. Anspieltipp, jeder Gottverdammte Song auf diesem Album!!!

Tracklist:

01. Grimmlock 04:21
02. And Nothin’Will Remain 03:26
03. Shizzo 03:40
04. Take the Crown 04:21
05. Death Row Dance 04:37
06. Miss DeWitt 03:52
07. Access Denied 04:25
08. Noctum Solaris 03:51
09. In All Your Eyes 03:28
10. The Waiting For God 04:53
11. The Boulevard of broken Hope 04:19
12. When I Fell 04:47
13. Farewell 04:29

Besetzung:

Dimitri „Timu“ Ceraso (voc)
Bernard „Bendi“ Zanella (guit)
Raphael Crivelli (guit)
Guillaume Ferry (bass)
Axel Jelinski (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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