Band: Dark Tranquillity
Titel: Construct
Label: Century Media Records
VÖ: 2013
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Bei Dark Tranquillity braucht man eigentlich niemanden mehr erklären um was es bei der Band geht. Sind sie doch DIE Mitbegründer des Göteborg Death Metal. Diese Vorreiter gehören, wie auch In Flames zu der Speerspitze und somit erfreut es wohl am meisten die alte Riege der Fans, dass das neue Album „Construct“ bald erscheinen wird. Drei Jahre haben die Fans der Band diese Tag herbei gesehnt und diesen Mai ist es nun soweit. Das man selbstredend dort weiter macht wo man uns mit „We Are the Void“ 2010 zurück gelassen hat ist zwar klar, war aber meiner Meinung nach nicht unbedingt vorhergeahnt. Das Grundskelet ist zwar das gleiche geblieben, jedoch wissen die Schweden einfach wie man einen Fortschritt machen muss um sich nicht ständig selbst zu kopieren. Äußerst dunkel wird die schwedische Melodic Death Metal Geschichte erzählt. Die Göteborger waren zwar noch nie als lustige, musizierende Kids bekannt, allerdings klingt der neue Output meiner Meinung nach deutlich tiefgründiger, wie auch düsterer. Solch ein Fortgang unterstreicht das qualitative Niveau mit dem wir schon die letzten Jahre seitens der Formation beglückt wurden. Weiterhin unterbreiten sie, warum sie zu den Mitbegründern gehören. Im Gegensatz zu ihren Kollegen, pfeifen Dark Traquillity auf zu starke Neuerungen oder gar zu schroffe Linien. Sicherlich ist auch bei den Kollegen hier alles rauer ausgefallen, doch mit einer deutlich softeren Fortbewegung. Die dunkle Atmosphäre spricht Bände und leistet gute Dienste den Fan auf eine weite Reise zu entführen. Doch gibt es auch sehr dominante Härteschläge, bei denen man ordentlich ausrasten und abgehen kann. Während die Vorgängeralben stets von einer Monolithen Färbung geprägt waren, so tendiert man auf dem neuesten Album eher in die Richtung sphärischer Atmosphäre, sowie auch etlichen Mitsingrefains. Diese Stimmungsschaffenden Passagen geben dem Ganzen die besondere Würze und somit entpuppt sich das Album als das düstere Werk in Sachen Melodic Death Metal. Kolossale Riffs, wie auch solide Härte gesellen sich immer wieder zur Abwechslung dazu und vor allem die Wechselthematik wurde bestens umgesetzt. Eine stete Berg und Talfahrt wurde dadurch geschaffen und solch ein Wechselspiel macht den Schweden wohl niemand nach.

Fazit: Meiner Meinung nach das Melodic Death Metal Album des Jahres. Die Schweden bestreiten weiterhin ihren Weg. Durch einige Nuancen an Weiterentwicklungen und Beigaben wehrt man ständige Vergleiche, sowie auch das Wort Selbstkopie schmetternd ab. Die Jungs wissen wie ausgefeilter Melodic Death Metal klingen muss. Die Atmosphäre auf diesem Album ist unglaublich und dieses Konzept darf man ruhig weiterhin ausbauen, denn es weiß einfach zu gefallen.

Tracklist:

01. For Broken Words 04:34
02. The Science of Noise 03:50
03. Uniformity 05:31
04. The Silence in Between 03:32
05. Apathetic 03:29
06. What Only You Know 04:01
07. Endtime Hearts 03:59
08. State of Trust 04:06
09. Weight of the End 04:56
10. None Becoming 04:31

Besetzung:

Mikael Stanne (voc)
Niklas Sundin (guit)
Martin Henriksson (guit)
Martin Brändström (keys)
Anders Jivarp (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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