Band: Dawn of Tears
Titel: Decent
Label: Selfreleased
VÖ: 2007
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Was wäre wenn The Vision Bleak, Dimmu Borgir und Rotting Christ sich zu einer Fusion durchringen könnten? Einfach erklärt würde unterm Strich Dawn of Tears rauskommen. Die aus Madrid stammende Band hat vor kurzem ihren ersten Output veröffentlicht, der auf den Namen „Decent“ hört. Es war ja schon immer meine Meinung und sie wird es auch immer bleiben. Die Bands dort haben ein ganz anderes Kaliber als im restlichen Europa, ob das nun an der vielen Sonne oder dem Sangria liegt sie hier dahin gestellt. Auch diese Burschen haben mächtig Feuer unterm hintern. Sicher sie haben jetzt nichts wesentlich neues erfunden, aber dennoch das was sie machen, haben sie gut gemacht und können stolz auf sich sein. Die 1999 in Madrid gegründete Melodic Death Metal Band ist mit ihrem ersten Album zumindest im restlichen Europa noch nicht wirklich bekannt. Konnten aber dennoch in ihrer Heimat für Furore sorgen und durfte im letzten Jahr als Vorband von Dimmu Borgir ihr können zeigen.

Gute Produktion das hört man schon von Beginn an und nach einem kleinen Regenschauer der als Intro dient geht es auch schon mit „Blaspheme Natured Messiah“ los. Hui da macht ja jemand gehörig auf Rübe ab. J. Alonso (voc), J.L. Trebol (guit), J. Nieva (guit), J. Alvarez (bass) und J. Sierra (drums) sind handwerklich bestens gewappnet und verstehen es härte mit guten Melodienparts zu mixen. Bretterhart geht es dann weiter mit „The Pit and the Pendulum“ und auch hier ackern sich J.L. Trebol (guit) und J. Nieva (guit) durchs Programm und servieren dem Hörer so manchem Riffleckerbissen. J. Alonso (voc) (Black Metal Jesus) ist ein sehr guter Frontmann und ohne eine kräftige Stimme wäre das Material nur halb so gut. Dieser Bursche röhrt, kreischt und schreit sich hier aber amtlicht durchs restliche Material. Track Nummer 3 ist „Lost Verses“ und auch hier lassen die Jungs nichts anbrennen. Vor allem der druckvolle Sound den die Jungs fabrizieren ist atemberaubend. Bei diesem Track hat man wohl eine Lehre bei Dimmu Borgir abgeschlossen. Gute Arrangements zum richtigen Zeitpunkt machen diesen Song zur Death/Black Hymne vor allem schöne Chorusparts die im Hintergrund eingebaut wurden ergänzen den Gesamtsound des Stücks bestens. Deutlich etwas fröhlicher klingt nun „Poisoned Minds, Shattered Hearts“ und hier fährt man eher die Death Metal schiene. Ein Riffgewitter jagt das nächste, diese Jungs verstehen ihr Handwerk. Auch hier versteht es der Fronter den richten Zeitpunkt vom Shouting und Growling auszuwählen und einzusetzen. Der Zwiegesang zwischen der Dame und Jesus Alonso lockert das ganze noch ein wenig auf. An vierter Stelle steht nun „Echoes of Eternal Life“ Auch hier wissen die Jungs wie man überzeugt und bei diesem Stück fahren die Jungs wieder eine härtere Schiene. Auch die Dame kommt wieder zum Einsatz und passt wieder bestens dazu. Eine gut ausgesuchte Mischung macht es eben aus und ein Händchen dafür haben Dawn of Tears. „Invisible Worlds of Madmen“ startet deutlich ruhiger und beschaulicher. Ballade? Weit gefehlt denn binnen Sekunden wechselt man zu melodischen Riffs und wechselt immer wieder Melodie, Härte mit Melancholie. Die Ombres zaubern hier eine gute Hymne die sich in den Gehörgang brennt und lassen für Schwarzseelen nichts offen. Eine härtere wenn auch melodischere Richtung wird nun bei „Bleeding Away“ eingeschlagen. Bei diesem Song wird das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt und schüttelt sich nebenbei noch Maidenriffs aus dem Ärmel, als hätte man von Geburt an nichts anderes gemacht. Von der Machart sehr ähnlich folgt nun „Uncertain Life“, wenn hier eigene Akzente gesetzt werden und man sich nicht selbst kopiert. Ein Glanzstück der Komposition und Arrangements ist der Abschluss. Dieser Song hört auf den Namen „Blood on Verona“ und man hat sich hier wirklich selbst übertroffen, ob es wie schon erwähnt die Arrangements sind oder das Zusammenspiel alles erste Sahne. Die beiden Äxteschwinger jagen sich gegenseitig und auch hier steht eine gehörige Portion Härte gepaart mit Melodie und Melancholie im Vordergrund. So beschließt dieses wunderschöne Stücke eine Death/Black Perle die ihres gleichen sucht. Schwarzseelen zugreifen das Teil kann man sich bequem auf der Bandhomepage runterziehen.

Fazit: Abschließend sei hier nur noch zu erwähnen VIVA ESPANA. Metal aus Spanien ist auf dem Siegeszug auch im restlichen Europa.

Tracklist:

01. Blaspheme Natured Messiah
02. The Pit and the Pendulum
03. Lost Verses
04. Poisoned Minds, Shattered Hearts
05. Echoes of Eternal Life
06. Invisible Worlds of Madmen
07. Bleeding Away
08. Uncertain Life
09. Blood on Verona

Besetzung:

J. Alonso (voc)
Andres Perez (guit)
J.L. Trebol (guit)
Konrad (bass)
Israel Perez (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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