Band: Deadlock
Titel: Hybris
Label: Napalm Records
VÖ: 08.07.16
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Knapp drei Jahre nach dem Erscheinen des Albums „The Re-Arrival“ via Lifeforce Records, stehen die 1997 gegründeten Melodic Deather von Deadlock wieder auf der Matte. Rückgekehrt zu Napalm Records hat man einen neuen Rundling, mit dem Titel „Hybrid“ in der Hinterhand. Runderneuert ist auch die komplette Formation, auch beim weiblichen Gesang wurde Sabine durch Margie Gerlitz ersetzt. Somit wirklich ein Hybrid? Sicherlich sind die deutschen Herrschaften schon seit ihrer Gründung dafür bekannt gewesen, dass man niemals irgendwie nach der Norm zu klingen hat. Vieles kam hier zum Einsatz, was eher weniger die harten Herren überzeugte, wohl aber jene, welche für einen breiteren Klang zu haben sind.

Na da hat einer aber ordentlich Blut geleckt. Bis dato kenne ich viele Stücke aus der Deadlock Ära, aber solch eine Wut im Bauch, na das habe ich von der deutschen Combo noch nie gehört. Das steht ihnen sehr gut zu Gesicht und macht das Ganze sehr knackig. Hier wird sicherlich eine satte Portion an Melodien zum Einsatz gebracht, aber im Grunde genommen, hat man sich einfach mehr auf die Harten Einlagen konzentriert.

Wie bereits erwähnt, Rhythmisch mag es vielleicht so sein, dass man schon seit eher etwas anders klang als andere Melodic Death Kapellen. Auch leichte Core Einflüsse sind immer wieder dabei gewesen, aber die neue Kombination geht sehr auf den Punkt gebracht und unvermindert ins Gehör. So ins Gehör, sodass man in seinen Grundfesten erschüttert wird. Ein wirklich harter Bolzen der sein Ziel definitiv nicht verfehlt.

Freilich dem bekannten Göteborg Death Metal Verehrer wird dies vielleicht zu modern klingen, doch man sollte auch mal etwas woanders schnüffeln. Definitiv entdeckt man was Deadlock betrifft sicherlich auch für den traditionelleren Melodic Deather etwas.

Ein weiteres nicht von der Hand zu weisendes Detail ist jenes, das die neue Sängerin ihrer Vorgängerin in nichts an Kraft und Lieblichkeit nachsteht. Oftmals ein schweres Unterfangen, welches aber von Margie sehr gut gemeistert wurde.

Die turbulenten Zeiten, vor allem der Tod ihres Schlagzeugers und Mitbegründers scheint wohl auch ein Einfluss auf das Songwriting gehabt zu haben. Es ist einfach so dass man einfach dermaßen Hart die Wand einreißt, sodass man baff vor dem Player sitzt. Sicherlich nur kurzzeitig, denn der schmissige, moderne Melodic Death Metal hebelt einen vollends aus den Angeln.

Man beweist einfach ein Händchen für Ohrwürmer, wie auch etwas verschachtelter wirkende Songs. Diese Wechselkombination wurde gut unter Dach und Fach gebracht. Man plänkelt aber eben nicht rum, sondern zeigt sich von einer interessanten, wenn auch kompakteren Rhythmik. Wirklich gut gemacht kann man nur sagen und die Mannschaft von Deadlock ist mit dem neuen Line Up definitiv auf der richtigen Bahn angelangt. Hier gibt man ordentlich Gas, nämlich Vollgas und das steckt einfach gut an.

Fazit: Geschmackvoller, moderner Melodic Death Happen, welcher nicht nur die moderne Fraktion überzeugen wird. Nein auch etwas alteingesessene Genrefans werden hier vollends unterhalten.

Tracklist:

01. Epitaph
02. Carbonman
03. Berserk
04. Blood Ghost
05. Hybris
06. Wrath / Salvation
07. Backstory Wound
08. Ein Deutsches Requiem
09. Vergebung
10. Welcome Deathrow

Besetzung:

Sebastian Reichl (guit, keys & back voc)
John Gahlert (voc)
Ferdinand Rewicki (guit)
Werner Riedl (drums)
Christian Simmerl (bass)
Margi Gerlitz (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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