Band: Deceit
Titel: Nine
Label: Scarlet Records
VÖ: 2012
Genre: Alternative Metal, Genreübergreifend
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Deceite wurden laut Auskunft als Seatle Tribune Rock Band gegründet. Nicht als Cover Band aber der Sound der Mannschaft hinter dem Namen ist durchaus in diesem Bereich mehr als nur angesiedelt. Sehr kräftigt streckt man die Fahne in den Wind. Ehrlich gesagt bis dato bin ich noch nicht in den Geschmack der Formation gekommen. Bei der Betrachtung des Cover Artworks von „Nine“ denke ich eher an eine Kuschelrock CD. Auch der Bandname würde einen eher dazu verleiten an eine Symphonic Metal Band mit female Vocals zu denken. Dass die Burschen aber von einem anderen Kerbholz geschnitzt sind unterbreiten sie eben sogleich. Satte, teils sehr kernige Melodielinien schallen da aus den Boxen. Teilweise wurde der Rhythmus leicht punkig verfeinert und das macht eben den herrlich erfrischenden Sound aus. Auch durch sehr mitreißenden Rhythmusschläge vermag man eine breite Schar vor dem Player zu vereinen. Der Grundgedanke ist einfach der Wechsel zwischen Klagend und teilweise wieder wutentbrannt. Dennoch gesellen sich auch leichtere, harmonischere Linien dazu. Diese fügen sich nahtlos in den Gesamtsound ein und auch bei den Überleitungen werden wir behutsam in die nächste Etage gehievt. Foo Fighters wie auch Queens of the Stone Age sind hier wohl als Pate für die Songs zu nennen. Grundsätzlich auf einer selben Wellenlänge? Ja irgendwie schon, aber von einer billigen Kopie ist hier nichts zu hören. Somit dürften sich die Jungs wohl bald einen bekannteren Namen im Business erspielen. Kraft, Talent wie auch hochwertige Qualität hat man drauf und serviert uns dabei eine Melange, welche sehr reichhaltig, mit vielen Eigeninnovationen abgeschmeckt wurde. Das Debüt-Album wird mit rohen, jugendlichen Energien frei gesetzt und das man dabei eine breitere Facette von Soundgenres bedenkt mag vorerst etwas wirr klingen. Tut es aber beileibe nicht, denn die Punk, Alternative, R’n’R, Seatle Rock und Grunge Fragmente wurden zu einem stattlichen, sehr wohltuenden Gesamtsound verwoben. Nichts klingt dabei ident oder schon tausendmal gehört. Das wiederum unterstreicht einfach das fachmännische Können der Truppe gewaltig. Für meinen Geschmack sind die harten, steigenden Riffs besonders hervor zu hebend, diese reißen einen einfach von null auf hundert hoch und lassen einen richtig Abgehen. Warum? Nun ja sie zündeln und stacheln genau richtig, doch auch die etwas stampfenden Ausflüge machen viel Spaß und haben noch genügend Kraft am ganzen Körper ein wohltuendes kribbeln zu verursachen. Bei den etwas ruhigeren, beschwichtigenden Stopps zeigt man sich ebenfalls nur von der Besten Seite. Wenngleich man oftmals erwarte hier wird es psychodelisch weitergehen, nervt man uns nicht sondern lenkt alles in leichter verdauliche Gefilde. Unglaublich wohltuend und eben warmherzig erscheinen so auch diese Stücke. Potentiell hochgefährlich scheint mir diese Mannschaft, denn bereits mit solch einem Debüt so eine Granate abzuliefern ist einfach unglaublich.

Fazit: Punk, Alternative, R’n’R, Seatle Rock und Grunge Musikliebhaber haben hier im Spätherbst genau das Richtige um sich die kälteren Tage zu vertreiben. Das Potential der Formation ist unglaublich und spricht Bände. Da darf man auf die Weiterentwicklung sehr gespannt sein. Haben wir es hier wohl mit einem künftigen Megaseller zu tun? Nun ja die Frage ist durchaus berechtigt und auch das Material schreit nur so danach!!!!

Tracklist:

01. Wolfman
02. Out Of Project
03. First Father
04. Unreal
05. Around The World
06. Too Fighters
07. Bietto
08. The Fall
09. My Stupid Revenge
10. Last Song

Besetzung:

Bruno Logan (voc)
Mike Gelato (guit)
Francesco (drums)
Jag (bass)
Marcello l’infame (guit)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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