Band: Dexter Ward
Titel: Rendezvous With Destiny
Label: No Remorse Records
VÖ: 29.04.2016
Genre: Epic/Heavy Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Daniel

Bei den Griechen insbesondere und allgemein in Südeuropa brodelt es. Und zwar auch kulturell, denn was die letzten Jahre an Bands und Veröffentlichungen das Licht erblickte, passt größtenteils qualitativ auf keine Kuhhaut und ist im weltweiten Vergleich „semel ad tempus“, und inbesondere für US Metal Fans von Power bis Epic Metal eine Wonne.
Die aus Athen und Veneto zusammengerotteten Maniacs um DEXTER WARD (unter anderem mit den EX – Battleroar Members Marco Concoreggi und Manolis Karazeris) bilden dabei nach Meinung von Kennern seit ihrem Debüt Neon Lights (2011) so etwas wie die Speerspitze der Bewegung.
Und da muss der Verfasser dieser Zeilen ohne Kompromisse zustimmen, denn es ist ein überragendes Debüt zwischen Iron Maiden, Angel Witch, Omen und der Epic Breitseite alter Manowar.
Jedoch unverkennbar mit einem Stigma, das nur diese Band erschaffen kann. So war die Maßgabe vieler Fans, dass das Wichtigste sei „an das Niveau des Debüts anzuschließen“.
Also schauen wir doch einmal, ob die Erwartungen erfüllt werden können und erläutern „für“ und „wieder“:

Und da ist mit den ersten Klängen schon einmal klar, dass die Produktion im Gegensatz zum Debüt klarer, transparenter und fetter ist.
So erlebt man schon beim Opener Rendezvous With Destiny neben der Gänsehautmelodie ein „Steve Harris Gedächtnis – Bassriff“, beim folgenden Stone Age Warrior bietet man im eigenen Gewand eine Mischung aus klassischem Midtempo Judas Priest – Riff und altem Manowar – Punch, der wie das einnehmende Knights Of Jerusalem zu Assoziationen mit Battleroar führt.
These Metal Wings ist eine eingängige und melodische Metalhymne par excellence , die sich selbst nach circa 40 Durchläufen nicht ein wenig abnutzt.
Als quasi Maiden – Epic mit US Schlagseite ist die Lobpreisung auf den US Metal Metal For The Light mehr als nur ein Titel, es ist Programm! Das Riff vom straighten Banger Fighting For The Cross fräßt sich sofort in die Großhirnrinde, der melodische Refrain manifestiert diesen Song endgültig und mit We Are Dexter Ward zieht man nicht nur Resümee und sinniert über die Zukunft, man huldigt auch unverkennbar der alten NWOBH.
Dass die anscheinend bedingungslose Liebe zu den USA (zumindest auf diesem Album) nur positive Seiten hat, zeigt Ballad Of The Green Berets. Die eigentlich von Robin Moore ( US – Autor, u. a. The French Connection) komponierte und texlich von Vietnamveteran Sergeant Barry Sadler bearbeitete Militärballade haben die Griechen erfolgreich zu einem metallischem Heldenepos umgestaltet.
Abschließend setzt man mit Robocop auf der Digipack – Version nach Ghost Rider vom Debüt mit einer weiteren Ehrerbietung gegenüber Comics bzw. 80er Actionfilmen noch ein weiteres Highlight.

Es spricht also alles „für“ RENDEZVOUS WITH DESTINY, die Scheibe dreht sich immer „wieder“ und „wieder“ ohne sich auch nur abzunutzen. Fans können also beruhigt sein, und wer die Band noch nicht kennt der weiß was er nachholen sollte!
An sich haben DEXTER WARD nur ein Problem:
Ob sie anhand ihres kleinen Labels auf einen Push hoffen können, ist zu bezweifeln. Qualitativ gehört die Band auf die großen Bühnen und potenziell – zusammen mit Air Raid und Alpha Tiger – zu den Topp 3 der nächsten Heavy Metal Generation. Für Qualitätsbanger führt also kein Weg an der Band vorbei!

Trackliste:

01. Rendezvous With Destiny
02. Stone Age Warrior
03. These Metal Wings
04. Metal For The Light
05. Fighting For The Cross
06. Knights Of Jerusalem
07. We Are Dexter Ward
08. Ballad Of The Green Berets
09. Robocop (Digipack – Bonustrack)

Besetzung:

Mark J. Dexter – vocals
Manolis Karazeris – guitars
Akis Pastras – guitars
John Luna Tsimas – bass
Stelios Darakis – drums

Dexter Ward im Internet:

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