Band: Disturbed
Titel: The Lost Children
Label: Warner Music
VÖ: 2011
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Unter der Rubrik das letzte Lebenszeichen oder the last Farewell könnte die Scheiblette „The Lost Children“ von Disturbed laufen. Natürlich handelt es sich nicht um ein handelsübliches Full Length Album. Vielmehr legen die Jungs nach dem fulminanten „Asylum“ eine Ansammlung von B-Seiten nach.

Nicht unbegründet erahnt oder befürchtet der getreue Disturbed Fan dass es sich hierbei um das vorerst letzte musikalische Aufgebot der Amis handelt. Waren ja in den letzten Wochen und Monate die Stimmen von Auflösung sehr stark, auch seitens der sehr aussagekräftigen Statements seitens der Band selbst.

„The Lost Children“ ist eine qualitativ gute Auswahl an Tracks, welche man mit einem gesunden, dynamischen Charakter ausgewählt hat. Man mag von B-Seiten halten was man will. Sicher kommt sofort das Gefühl Selbst-Wiederholung auf und auch nicht unbegründet schwankt somit das Damokles Schwert über dieser Scheiblette, weil man eben glaubt die Jungs wollen noch mal ordentlich Kohle scheffeln.Keine Sorge: der sogenannte Kaugummi bleibt angenehm süß und geschmackvoll, somit ist der Geschmack lange noch nicht vorbei und man darf genüsslich selbigen weiter kauen.

Zwischen scharf gewürzten Midtempo Tracks, harschen Splatter Speedtracks und genussvollen Allüren wurde hierbei eine gute Auswahl reingepackt. Natürlich achtet man auf das Disturbed Reinheitsgebot und somit kann man die Stücke durchaus als komplettes, ganzes sehen. Denn und so ist es leider bei vielen solcher Kompilations wird einfach der letzte Dreck drauf gepackt um etwas Geld damit den treuen Fans zu entlocken. Hoch anrechnen muss man dies and dieser Stelle der Disturbed Mannschaft, denn sie kredenzen uns nicht etwa eine billige zu recht gemachte Rille. Nein die Burschen haben bemerkenswertes dabei für ihre langjährigen Fans auf das Eisen gestanzt.

Erfreut und etwas verdutzt kann man sich den Stücken als Verehrer erfreuen und sehnt sich durchaus nach einer Fortsetzung in der Bandbiographie! Das letzte Wort haben die Jungs nämlich nicht gesprochen und das die Luft raus sein soll kann man bei diesem Eisen auch nicht wirklich nachvollziehen. Gut abgeschmeckt gehen die Tracks wunderbar in den Gehörgang und erfreuen jeden der irgendwo etwas mit Modern Metal anfangen kann.

Mit „Mine“ und „3“ sind zwei sogenannte Erstpressungen auf einem Album, welche bereits April 2011 erschienen sind. Ausschließlich bis dato als Download via der Homepage der Formation für die Charity des Daminen Echols Defense Found.

Der fast restliche Bestandteil der Track Auswahl besteht aus Bonus Tracks quer durch die Releases, welche man mit Bonus Tracks sei es als Nachschub der UK Tour Edition im Falle von „Ten Thousand Fists“, B-Seiten des fulminanten Kariere Starts „The Sickness“ oder japanische Ausgaben wie im Falle von „Indestructible“ huldigt. Jede Nummer hat seine selbstständige Berechtigung und man kann hierbei niemals von einem Kohle aus der Tasche ziehen sprechen. Fanfreundlich und bestens aufgemacht kann man sich als Disturbed Fan diesen Rundling zulegen, ohne dabei in die Verlegenheit zu geraten abgezockt zu werden und das steht für die Fanfreundlichkeit mit der die Amis in den letzten Jahren ihren Status weiterhin ausgebaut hatten.

Gelungen sind auch die als Schlusslicht in Szene gesetzten Cover Versionen von Faith No More „Midlife Crisis“ und dem knackigen Judas Priest Gassenhauer „Living after Midnight“. Beide Nummern wurden mit eigeninnovativen Ergänzungen komplettiert und gehen runter wie eine guter Single Malt Whiskey.

Fazit: Wer sich selbst irgendwo der Musik von Disturbed in den letzten Jahre erfreute dem kann man dieses wohl leider doch letzte Lebenszeichen nur empfehlen es lohnt sich!!!!

Tracklist:

01. Hell
02. A Welcome Burden
03. This Moment
04. Old Friend
05. Monster
06. Run
07. Leave It Alone
08. Two Worlds
09. God Of The Mind
10. Sickened
11. Mine
12. Parasite
13. Dehumanized
14. 3
15. Midlife Crisis (FAITH NO MORE Cover)
16. Living After Midnight (JUDAS PRIEST Cover)

Besetzung:

David Draiman (voc)
Dan Donegan (guit)
John Moyer (bass)
Mike Wengren (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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