Band: Ecliptica 
Titel: Journey Saturnine
Label: Selfreleased
VÖ: 2012
Genre: Melodic Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Endlich es ist soweit und die lange Durststrecke auf der wir eben auf das neustes Lebenszeichen der Wiener Melodic Metal Formation Ecliptica gewartet haben hat ein Ende. Am 20.01.2012 ist es denn nun soweit und „Journey Saturnine“ wird (leider immer noch ohne Label) in den Plattenläden stehen. Es hat ordentlich gerappelt im Karton und mit einem kleinen Line Up Wechsel und einer Verjüngungskur sind die Melodic Metaller wieder drauf und dran die Metal Welt zu erobern. Was hat sich nun Sound technisch verändert? Nichts so werden viele hoffen, denn bereits mit dem Vorgänger hat man unterstrichen dass man zu den ganz Großen im Melodic Metal Geschäft Made in Austria gehört. Dennoch hört man nach dem Intro sofort raus, dass man deutlich rockigere Allüren hinzugenommen hat. Dies mag vielleicht etwas anstoßen, muss aber sagen diese sehr kernigen, teils etwas dreckigen Ansätze verschönern das Gesamtbild ungemein gut. Es erfreut aber mein Herz, wenn man hört was die Mannschaft aus sich gemacht hat und somit sei ihnen die doch etwas längere Wartezeit verziehen. Sehr ausgereift wird gewerkelt und das hievt die Truppe Meilenweit aus dem zu soliden Lager vorbei. Auch die Wechsel seitens der Sänger sind einmal mehr prächtig umgesetzt worden. Sicherlich dominiert Jack Sparrow Look a Like Tom Tieber weiterhin das Geschehen, wird aber durchaus sehr gelungen von seiner neuen Gesangskollegin begleitet. Vom rhythmischen Standpunkt aus gesehen wird erneut eine breite Facette ins Spiel gebracht und somit bietet man sehr viele zündende Aspekte, welche das Interesse quer durchs Album sehr spannungsreich heben. Kein Stein bleibt auf dem anderen (gut das tat es schon beim Vorgängeralbum schon nicht) allerdings werden die internationalen Vergleiche komplett in Vergessenheit geraten, denn die Truppe erweist sich dieses Mal als komplett eigenständig. War man noch bei beiden Vorgängern von einigen Querverweisen eingeschränkt, so spiegelt sich beim neuesten Output kein einziger Vergleichspunkt mit anderen Größen aus dem Melodic Metal Geschäft wieder. Einzig beim Rhythmus von „Love & Misery“ lassen die deutschen Scorpions mehrmals ganz liebevoll „Hallo“ sagen. Das man dabei eben die komplette Rockschiene eingeschlagen hat macht auch nichts, auch das der Track etwas massentauglicher klingt als der Rest des Albums. Man stört sich einfach nicht an dem Material der sympathischen Formation. Sie klingen einfach herrlich erfrischend, taten sie ebenfalls bei den Vorgängeralben schon, doch bei der neuesten Langrille hat man meiner Meinung nach alles richtig gemacht und somit schallt die Rille ohne Makel, nein vielmehr muss man sagen sie schillert wie ein Schmuckstück äußerst prächtig.

Man mag zu Melodic Metal Anno 2012 stehen wie man will, Ecliptica haben es mit Leichtigkeit geschaffen einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere, als auch des Genres geschaffen. Wer dies noch nicht erkannt hat der tut mir wirklich leid. Erfrischende und spritzfidel gondelt man beim Album hindurch und auch nach dem X-ten Durchlauf kommen keine Abnützungserscheinungen hervor. Abgestaubt klingen alle anderen Klone des Genres, nicht so die Wiener Truppe, sie halten behände und standfest die Fahne gegen den aufkeimenden Wind. Melodic Metal wie er eben heutzutage klingen sollte. Manko? Für meinen Teil finde ich keines und somit sollte dies eine Kaufempfehlung für alle Freunde des Genres sein.

Fazit: Ausgefeilter Melodic Metal in all seinen Facetten. Neuer und erfrischender wird wohl dieser Tage kaum jemand klingen, zumindest nicht aus diesem Bereich der Stilrichtung. Hut ab und erneut durchgespielt, denn die Alarmglocke des Suchtfaktors läuten ganz schrill und laut.

Tracklist:

01. Intro
02. Journey Saturine
03. Fire!Burn!
04. Love & Misery
05. Dreamland
06. Blackend Day
07. Ready for a Ride
08. Kingdom of Heaven
09. The Shadow
10. Condition Crest Fallen
11. Attitude
12. Without You

Besetzung:

Sandra Urbanek (voc)
Alexander Basstard (bass)
Markus Winkler (guit)
Tom Tieber (voc)
Van Alen (guit)
Roman Daucher (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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