Eli Van Pike – Welcom To My Dark Side

Written by Robert. Posted in CD-Berichte, E

Tagged: , , , ,

Published on April 20, 2017 with No Comments

Band: Eli Van Pike
Titel: Welcom To My Dark Side
Label: Darksign Records
VÖ: 14.04.17
Genre: NDH/Gothic/Dark Industrial Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

eli van pike - welcome to my dark side album artwork, eli van pike - welcome to my dark side album cover, eli van pike - welcome to my dark side cover artwork, eli van pike - welcome to my dark side cd coverEli Van Pike eine Vereinigung von Marc Vanderberg, Ken Pike und Thorsten Eligehausen. Aus diesem resultiert auch der Bandname. Gemacht wird laut eigenen Angaben im Netz bzw. des Beipackzettels eine Vermischung aus Industrial Metal, Neue Deutsche Härte und Gothic Metal. Ein Triumvirat bei dem man oftmals, mal mehr, mal weniger gerecht mit Rammstein verglichen wird. Das Projekt nährt definitiv von einer Vielzahl von Einflüssen, wobei der NDH Anteil sehr dominant die anderen hier und da in den Hintergrund drängt. Keine Frage, dass ebenfalls bei dieser Combo das Urväterchen des NDH, Rammstein, in Erinnerung gerufen wird. Wenngleich meine Wenigkeit gewiss sagen muss, im Gegensatz zu anderen Bands, klingen Eli Van Pike nicht wie eine nachleiernde Kopie. Sicherlich Einflüsse, jedoch mit einer enorm schwungvollen, eigenen NDH Masse. Die tiefen Abgründe der Seele haben etwas von einer Fantasy Story des Vampirismus neuer Tage. Also sicher nicht Twilight, sondern eher in Richtung „Priest“. Genau nach dieser Story, zumindest kommt es mir so vor entführt das Trio den Hörer musikalisch.

Die musikalische Rezeptur wurde von einer Vielzahl von Fragmenten versehen und das kommt im Großen und Ganzen durchwegs gut ins Gehör. Man klingt nicht stilisiert kitschig, wie es oftmals bei anderen Szenekollegen der Fall ist, vielmehr baut der Bandtross auf eine unbändig stimmige, ausgereifte Rhythmik, welche verblüffend shakig ins Gehör gehen. Somit größtenteils tanzbare Songs, welche einen coolen Groove im Gepäck haben. Die elektronischen Elemente finde ich persönlich in höchsten maßen leidenschaftlich gut eingesetzt. Bedeutet, man klingt nicht überladen, sondern baut auf einen geringeren Einsatz und dadurch wirken die Songs deutlich kräftiger, wie außerdem roher.

Demgemäß hat man daneben das Mastering deutlich ungeschliffener angepasst. Persönlich bin ich doch eher der Fan von prächtigen Soundproduktionen, vor allem bei solchen Projekten. Im Falle von Eli Van Pike glaubt man wahllos, dass dies somit gewollt war und demgemäß passt sich dieser rohe Sound gekonnt an. Die Sandkörner im Getriebe verschaffen dem Trio einen bemerkenswerten, teils sogar ausgesprochen erfrischenden Sound. Gleich vom Opener weg zeigt man uns wo es langgeht und segelt in vielen düsteren Atmosphären, liefert eingängige bis außergewöhnlich eingängige Refrains und überrascht mit progressives Strukturen.

Merklicher Pathos gehört bei solchen Genrescheiben irgendwie dazu und festigen das solide Fundament prächtig. Die Band spannt den Spagat zwischen Herzblut und ehrlicher Tonkunst leidenschaftlich gut und somit kommt man recht gut ins Geschehen. Des Weiteren nutzen sich die Songs ferner nach etlichen Durchläufen nicht ab. Wer nur im Entferntesten halbwegs mit einem Triumvirat aus NDH, Gothic und Industrial Metal was anfangen kann, wird mit dieser neuen Fix-Institution durchaus unterhalten.

Fazit: Kraftstrotzendes, erfrischendes Stilmischgebräu, sicherlich nicht das Neueste auf dem Markt, allerdings mit einer stattlich mitreißenden, pfeffrigen Innovation vorgetragen.

Tracklist:

01. Made in Germany
02. Herzschlag
03. 1-2 frei
04. World on Fire
05. Tears of War
06. One last Rose
07. Peter, 41
08. Welcome to my Dark Side
09. Amen
10. Valentine´s Day

Besetzung:

Thorsten Eligehausen (voc, keys mix & masterming)
Marc Vanderberg (guit, drums, programming & bass)
Ken Pike (voc)

Internet:

Eli Van Pike @ Facebook

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Browse Archived Articles by