Band: Elvenking
Titel: Two Tragedy Poets (…And a Caravan of Weird Figures)
Label: AFM Records
VÖ: 2008
Genre: Melodic Power/Folk Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Melodischen Folk Metal haben sich die Italiener Elvenking auf den Banner geschrieben und sind ihren Trademarks und ihrer Linie dabei stets treu geblieben, egal was die Fachpresse über sie geschrieben hat. Wer bis dato mit dem Material was anfangen konnte, der wird auch mit dem neuesten Machwerk sein auskommen haben. „Two Tragedy Poets (…And a Caravan of Weird Figures)“ nennt sich das neuste Machwerk, welches von Damnagoras (voc), Aydan (guit), Gorlan (bass), Elyghen (keys & violin) und Zender (drums) eingespielt wurde. Mir sind die Herrschaften vor Jahren aufgefallen, durch meine Liebe zur Musik von Mägo de Oz, denn genau in diesem Fährwasser werkeln die Burschen. Dies ändert sich auch auf diesem Output nicht und vor allem die sanftere Version die, die Italienischen Barden hier an den Tag legen ist gut in Szene gesetzt.

Eröffnet wird der Reigen durch „The Caravan of Weird Figures“, das vor irischem Folk Feeling nur so strotzt. Sanfte Medivalklänge versüßen das Zuhören und setzten sich binnen Sekunden im Gehörgang fest. Recht flott, mit viel folkloristischem Flair galoppiert gleich im Anschluss „Another Awful Hobs Tale“ aus den Boxen. Durch das keltische Feeling das hier versprüht wird, erinnert einen das Ganze ein wenig an ältere Skycald Sachen. Zum Tanzen und Abshaken bestens geeignet. Deutlich verhaltener und sanfter geht es nun mit „From Blood to Stone“ weiter. Viele liebliche und sanfte Melodien an allen Ecken und Enden. Etwas mehr für besonnene Stunden. Ja das mit Sicherheit, auch wenn an und ab flottere Ausreißer auszumachen sind. Um Ecken flotter und folkiger wird nun bei „Ask a Silly Question“ weiter gemacht. Superbe Nummer zum Abtanzen und die folkloristischen Musikinstrumenteneinsatz, welcher auch hier nicht zu knapp vorkommt, hat man einmal mehr eine sehr folkige Richtung eingeschlagen. Härtere Ausbrecher sind hier immer wieder die willkommene Abwechslung. Durch ein klassisches Klavierintermezzo überzeugt das Zwischenintro „She Lives at Dawn“. „The Winter Wake“ ertönt mit einer deutlich moderneren Schlagseite. Die Songausrichtung ist sanft und verhalten, die Jungs können aber auch in ruhigeren Momenten glänzen. Das Folk Feeling wurde deutlich zurück geschraubt, dafür kommen Duettgesänge vermehrt vor, die nicht von schlechten Eltern sind. Erinnert mich ein wenig an sanfte Songs aus den 80ern. Genau dort knüpft man vermutlich auch weiterhin an, denn das Cover „Heaven is a Place on Earth“ ist ein wirklich witziges in Szene gesetztes Cover von Belinda Carlisle. Dieses metallische Cover ist eine sehr gute Version und mach viel Spaß und denke mir in manchen Metal Kneipen könnte dieser Track, vor allem bei der holden Frauenwelt gut ankommen. Genug gecovert und den 80ern gefrönt, denn mit „My Own Spider’s Web“ steht wieder ein waschechter Folk Track am Programm. Sanfte, keltische Melodien, die sich erst nach und nach steigern bis man wieder auf voller Fahrt angekommen ist. Die elektronischen Instrumente wurden gänzlich weg gelassen, dafür kommen akustische Instrumente in Form von Violinen, Flöten und anderen vor, dadurch kommt viel Irish Folk Feeling auf. So nun wird es aber wieder mal Zeit für etwas Flotteres oder? Genau richtig ertönt nun „Not My Final Song“ eine mit vielen Tempowechseln im schnelleren Bereich angesiedelte Nummer, die zum Abshaken einlädt. Mit Trommelintro geht es nun bei „The Blackest of My Hearts“ weiter. Von der Machart dem Vorgänger sehr ähnlich, wird aber hier das Tempo ein wenig zurückgeschraubt. So macht dieser sanftere Track sehr viel Spaß. Manche härtere Momente kommen durch einsetzende kurze Growls zum Ende hin zum Zuge und werten das Stück um Ecken auf. „Miss Conception“ ist nun wieder etwas schneller, man hält aber auch weiterhin die Folkflagge stolz nach oben. Hier vor allem kommt die Abwechslung durch sanfte, verträumte Gesänge und dadurch hat man einmal mehr eine sehr nette Ballade geschaffen, die durch das Ausbrechen der folkloristischen Musikinstrumente nicht zu kitschig klingt. „My Little Moon“ beschließt nun das Album. Zum Ende hin wird noch mal etwas mehr Geschwindigkeit eingebaut und ein sehr ruhiges Album vollendet.

Fazit: Wer auf Mittelalter Metal mit viel Folk Feeling steht, der kommt hier vollends auf seine Kosten. Ein vermehrter Einsatz von Metal typischen Instrumenten wäre mir zwar lieber gewesen, doch auch die unplugged Nummern sind nicht von schlechten Eltern, aber nur für ruhigere Momente gedacht.

Tracklist:

01. The Caravan of Weird Figures 01:16
02. Another Awful Hobs Tale 03:09
03. From Blood to Stone 04:11
04. Ask a Silly Question 03:30
05. She Lives at Dawn 01:24
06. The Winter Wake 04:11
07. Heaven is a Place on Earth 04:11
08. My Own Spider’s Web 04:21
09. Not My Final Song 04:44
10. The Blackest of My Hearts 03:30
11. Miss Conception 04:50
12. My Little Moon 03:47

Besetzung:

Damnagoras (voc)
Aydan (guit)
Gorlan (bass)
Elyghen (keys & violin)
Zender (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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