Epsilon – zu richten

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Published on Juli 01, 2015 with No Comments

Band: Epsilon
Titel: zu richten
Label: Mighty Music
VÖ: 08. Juni 2015
Genre: Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Lazer

Es gibt dieser Tage auch wieder was neues aus Österreich. Zum zehnjährigen Bandjubiläum von Epsilon gab es kleine Besetzungswechsel. Gitarrist Schmidi (Defiled Utopia) und Drummer Urge (Bastard Peels) fanden den Weg zu den niederösterreichischen Death Metalern und brachten sogleich frischen Wind mit. Nach einigen Shows (unter anderem mit Obituary, Benediction und dem Wacken Open Air 2012) stellen uns die Jungs aus St.Pölten ihr neueestes Werk “zu richten” vor. Etwas, das gleich auffällt, ist, dass sich die Platte ziemlich derbe und brutal unaufhaltsam seinen Weg in die Gehörgänge der Hörerschaft wälzt. Dunkle, schroffe Riffs werden hier mit brachialem Drumming vereint. Der Bass bebt ohne Ende und mach das Gesamte sehr homogen. Vereinzelt klingeln dann auch noch recht annehmbare Melodien durch. Vocaltechnisch geben bei den Hauptstädtern Niederösterreichs dunkle Growls und teilweise knackiges Krächzen den Ton an. Das wirklich besondere an “zu richten” sind aber definitiv die Lyrics. Epsilon switcht hier Songweise von englischen Texten zu deutschsprachigen. Der Inhalt bleibt aber immer tiefsinnig. So handeln die Texte von Songwriter Krise von der Selbstwahrnehmung der Menschheit, mit all seinen Verfehlungen sowie deren Handlungsethik. Des weiteren thematisieren Epsilon Tierrechte. Passend dazu ist natürlich das Cover-Artwork, das vom österreichischen Maler Roman Träxler entworfen wurde. Es soll eine Art “neues Menschenwesen” darstellen, das weder frisst, noch hört, noch sieht, noch spricht und somit der Welt keinen Schaden mehr anrichten kann.

Mein Fazit: “zu richten” von Epsilon ist sowohl ein komplexes und tiefsinniges, aber dennoch ein knackiges, frisches und auch brachiales Album. Textlich wird man hier definitiv gefordert. Dieses Teil trifft die Geschmacks- und Gehörsnerven einer eher anspruchsvolleren Hörerschaft. Die “kill, die, blood und fuck-Anhängerschaft” wird hier so ihre lieben Mühen haben.

Tracklist:

01. explicit enough?
02. witness my transformation evisceration
03. i shall feast on the flesh of my enemies
04. ein zarter hauch von menschlichkeit
05. torn apart by the righteous animal of this world
06. nutzmensch agonie
07. can they suffer?
08. die lebenden und die toten
09. im namen gottes
10. die schuld des lebens
11. die erlösung der menschheit

Besetzung:

Krise – Vocals
Freaky – Guitars
Schmidi – Guitars
Mecki – Bass
Urge – Drums

Internet:

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