Band: Eradicator
Titel: Slavery
Label: Yonah Records
VÖ: 31.01.15
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten

Da war ich persönlich schon sehr gespannt, wie wohl das 3. Album der deutschen Thrasher ERADICATOR ausfallen wird, denn 2012 hat die Band mit „Madness Is My Name“ ein sackstarkes Thrashbrett veröffentlicht, welches nicht nur in der Presse punkten konnte.

Umso aufgeregter war ich jetzt, als ich den Silberling in den Schacht verabschiedete, in der Hoffnung, nun das Thrash-Überbrett 2015 zu hören…

Hmmm… Überflieger klingt anders…

Grundsätzlich ist zu sagen, das „Slavery“ eigentlich kein schlechtes Werk ist, aber:
Wo ist die Spielwut hin?

Warum klingt alles wie bereits gehört? Egal ob von den sog. „Großen“ oder den vielen kleinen anderen Thrashern? Wo ist der Unterhaltungswert?

Ich brauche keine Neu-Auflage des originalen Bay-Area Sounds, den erreicht man sowieso nicht mehr, dafür fehlt einfach der Spirit heutzutage. Man kann sich dem Sound annehmen und in seinem Spiel unterbringen, aber „Slavery“ klingt auch nach dem x-ten Mal intelligent zusammengeklaut!

Ich lud ´nen Freund ein, um mir seine Meinung dazu anzuhören (er kannte die Band bis zu dem Zeitpunkt nicht!), denn ich glaubte, meine Enttäuschung wäre einfach nur zu groß, weil meine Erwartungen nicht annähernd erfüllt wurden…!

Als er mich nach dem 1. Durchgang fragte, warum diese Band versucht wie ein Mix aus Testament, Death Angel und Metallica zu klingen, war mir schnell klar, dass es nicht nur mir so geht.

Muss ja auch nix schlechtes bedeuten wenn man gesagt bekommt, dass man wie die Helden mehrerer Musik- und Fan-Generationen klingt…!

Aber wo ist die Frische dabei? Es klingt nach Stillstand, etwas Ideenlosigkeit im Songwriting…
So ist es ein nicht schlechtes Thrash-Album, welches auch seine Berechtigung hat und von den Thrashfreaks mal angehört werden sollte!

Mir ist es aber leider etwas zu dünn, ich habe bedeutend mehr erwartet…
Musikalisch und produktionstechnisch ist alles im Lot, wobei: die ganz hohen Stellen im Gesang funktionieren auch nicht immer 100%ig…aber die hat Mustaine auch nie wirklich souverän getroffen… 😉

Tracklist:

01. Intro 00:44
02. Of Ashes and Sand 05:27
03. Evil Command 03:44
04. Two Thousand Thirteen 06:08
05. Scars 03:46
06. Bloodbath 01:28
07. One Man Jury 02:57
08. Manipulhate 04:04
09. The States of Atrocity 05:11
10. Smash the Masquerade 04:40
11. Slavery 04:37

Besetzung:

Sebastian Stöber (voc & guit)
Sebastian Zoppe (bass)
Jan-Peter Stöber (drums)
Robert Wied (guit)

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