Evanescence – Synthesis

Band: Evanescence
Titel: Synthesis
Label: Sony Music Entertainment
VÖ: 10.11.17
Genre: Symphonic Rock/Metal
Bewertung: ohne Bewertung
Written by: Robert

Evanescence-Synthesis-album-artworkDie Grammy Award Gewinnerin und Evanescence-Sängerin sowie Songwriterin Amy Lee hat neue Klänge für ihre, ganz persönliche Hörerschaft. Nachdem der Vorgänger eher lau unters Volk gemischt wurde, hat sich die gute Amy bis zum jetzigen Zeitpunkt Zeit gelassen und die Ideensammlung hat sich mehr als komplett ausgezahlt, zumindest was die Neuinterpretation der altbekannten Songs betrifft. Deutlich mehr Innovation ist bereits vom ersten Ton anzuhören, die Einlagen und Unterwanderungen sind prächtig gelungen und man greift definitiv tief in die Trickkiste.

Die epische Rückkehr mit der Zusammenfügung von vielen Einflüssen aus dem Klassikmusikbereich, sowie den Gothic Rock wurden zu einer erstaunlichen Soundwand fusioniert. Ihr viertes Album strotzt nur geradeso vor Einfallsreichtum und sinnigen Melodien. Keine Mainstream Sache, wenngleich sich die Musikerin mit ihrer Mannschaft bemüht eine breitere Masse für sich zu begeistern.

Die Hauseigenen schillernde neoklassische Neuinterpretation des Back-Katalogs der Gruppe sind gut gewählt und dringen unmissverständlich ins Gehör. Dies mündet in einem exzessiven epischen Klang und der bringt die Bude gewaltig zum Beben. Teilweise kommt etwas Filmmusikflair auf, finde ich folgendermaßen an sich nicht schlecht, wenngleich man dies eher schwerer Live vorstellen kann. Zumindest braucht man da schon eine gewaltige Konzerthalle. Vorstellbar ist es und da dürfen wir diesbezüglich gespannt sein.

Über die Stimme von Lees braucht man grundsätzlich nicht meckern, die Vorzeigesängerin hat fürwahr in der Vergangenheit bewiesen, dass sie mit ihrer Stimmlage breite Massen erstaunt begeistern kann. Demgegenüber kann meine Wenigkeit bei diesem, sogenannten Best Off blos sagen, hier kann man sogar eine merkliche Steigerung ausmachen. Mit Engelsgleicher Stimme und dem versierten Verstand dies exakt auf den Punkt zu bringen kommen die Songs in die Lauschlappen. Diese verschließt man nicht, vielmehr hängt man gespannt vor dem Player, denn, wenn es sich um neu aufgemachte Songs handelt, diese kommen völlig neuwertig daher. Mit großartigen Streichereinlagen und Orchestralen Passagen steigert man den epischen Anteil bis ins Unermessliche. Der grandiose Gastauftritt der phänomenalen Violinistin Lindsey Stirling, verflochten mit elektronischen Beats bildet die absolute Krönung auf dem Album. Klarerweise könnte man hier von einer Mainstream Orientierung sprechen. Irgendwie kommt das Gefühl allerdings nicht auf, weil sich die Kanadierin mit dem neuen Soundkleid von einer buchstäblich unkonventionellen Seite präsentiert.

Der Verlauf des Albums ist geprägt von einer massiven Attraktivität der Neudefinition der beliebtesten, klassischen Songs von Evanescence und das macht ihr so schnell niemand nach. Beeindruckende Passagen, Unterwanderungen und durchwegs grandiose Einfädlungen der Orchester und epischen Soundparts. Alle Klangstücke greifen wie Mosaiksteine zu einem schillernden Gesamtbild ineinander und ergeben zusammengefasst ein außerordentliches.

Die perfekte Kombination von organischen und synthetischen Sounds, von Klassik und Rock macht es aus, sodass man gespannt und geflashed vor dem Player verharrt. Klarerweise ist dies keine reinrassige Abgehthematik, dennoch muss man es hier von der genüsslichen Seite betrachtet. Es ist eine Re-Interpretation der Vergangenheit und ein Ausblick auf die Zukunft und wenn dies nahezu ansatzweise ebenso rüber gebracht wird, dann mögen sich viele Gothic und Symphonic orientierte Rock/Metal Kapellen warm anziehen, da Amy Lee zieht dabei wahrhaftig alle Register.

Fazit: Auf „Synthesis“ überzeugen Evanescence mit einer gewaltigen, epischen Orchestrierung und dies haut jedem Symphonic Fan die Sicherungen raus.

Tracklist:

01. Overture 0:57
02. Never Go Back (from Evanescence) 4:50
03. Hi-Lo (featuring Lindsey Stirling) 5:07
04. My Heart Is Broken (from Evanescence) 4:34
05. Lacrymosa (from The Open Door) 3:42
06. The End of the Dream (from Evanescence) 4:54
07. Bring Me to Life (from Fallen) 4:18
08. Unraveling (interlude) 1:40
09. Imaginary (from Fallen) 4:03
10. Secret Door (from Evanescence) 3:48
11. Lithium (from The Open Door) 4:05
12. Lost in Paradise (from Evanescence) 4:43
13. Your Star (from The Open Door) 4:38
14. My Immortal (from Fallen) 4:25
15. The In-Between (piano solo) 2:11
16. Imperfection 4:22

Besetzung:

Amy Lee (voc)
Jen Majura (guit)
Tim Mc Cord (bass)
Will Hunt (drums)
Try Mc Lawhorn (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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