Band: Feline Melinda
Titel: Dance Through Fire And Rain
Label: 7Hard
VÖ: 2014
Genre: Melodic Rock/ Schlager
Bewertung: 1/5
Written by: Lex

Wenn man FELINE MELINDA als Satire betrachten würde, müsste ich den Südtirolern mindestens 4 Punkte geben. Die Band ist aber nicht im Geringsten drauf aus, kitschige Auswüchse des melodischen Hard Rocks zu parodieren. Ganz im Gegenteil schaffen die vier Musiker es in ihrem Bemühen um das Kreieren positiver Lebensgefühle, die Latte für kitschige Auswüchse noch einmal einen ganzen Zacken höher zu legen.

Musikalisch schrammt man nicht nur die Leitplanke, welche den Rock- und Metal Highway von den Pop & Schlager Wastelands abgrenzen (das passiert vielen Bands und sorgt für heitere unfreiwillige Komik), sondern man durchbricht sie direkt und baut sich dort sein Bierzelt auf. Der kleine Schmachter „Luna My Love“ demonstriert das akustisch am Offensichtlichsten.

Übertroffen wird der musikalische Diabetes Mellitus von den dichterischen Entgleisungen, die selbst lebkuchenherzigen Schlagerbarden nur mit Schamesröte über die Lippen kommen. Eine Zeile wie „Blue diamonds shine tonight, brighter than the stars“ lässt hartgesottene Hammerfallianer vielleicht noch mit den Schultern zucken. Aber bei poetischen Schenkelklopfern der Marke „You make my dreams come true, I sing this song for you“ oder “this is the melody we make to save the earth, mother nature is a beauty endless and wide” fliehen auch jene, die nach ein paar Bier gerne mal den Captain Planet – Titelsong zum Besten geben.

Aber hier hören die Felinis keineswegs auf, den nach dem “Mountain Girl” („she is the rainbow when skies turn to grey“) und einem Instrumental zwirbeln die Italiener mit „Girlfriend“ („Ooh ooh ooh Girlfriend I like you just the way your are, together we can reach for the stars”) einen dermaßen rosa Haufen Zuckerwatte, dass das Harmoniebedürfnis von drei Weltkriegsgenerationen dabei überschritten wird und sogar vom Schicksal gezeichnete Minenopfer verzweifelt nach einem Rambo-Film schreien.

Das alles ist so unglaublich, dass schon wieder ein Punkt für den Unterhaltungswert und eventuell sogar eine Kaufempfehlung angebracht ist.

Tracklist:

01. Everybody Here
02. Blue Diamond
03. Angel Eyes
04. Tears Of Sebastienne
05.Luna (My Love)
06. Dance Of Fire And Rain
07. Mountain Girl
08. Alone
09. Girlfriend
10. Angel Eyes (Piano Version)
11. Dance Of Fire And Rain (Extended Version, Bonus Track)

Besetzung:

Rob Irbiz (Vocals & Guitar)
Chris Platzer (Drums)
Gschnell (Bass)
HeadMatt (Guitar)

Internet:

Feline Melinda Website

Feline Melinda @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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