Band: Fleshless
Titel: Devoured Beyond Recognition
Label: Metal Age Productions
VÖ: 2015
Genre: Melodic/Brutal Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Bei den Tschechen Fleshless denke ich immer sofort an die tschechische Antwort auf Kataklysm. Dies hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich gewandelt. Zumindest nicht insofern, dass man immer noch aus demselben Kerbholz geschnitzt ist und wie in einer Leichenfledderer Manier durch die Gegend zischt. Dennoch hat man sich vom gestarteten Grind merklich verabschiedet und zelebriert merklich mehr Death Metal. Das man dabei auch mehrere Melodiebeigaben hinzufügt, mag handsamer klingen, tut es aber bei den meisten weniger. Im Falle der Tschechen und ihrem neuen Werk klingt das Ganze einfach Facettenreicher und kommt eingängiger ins Gehör.

Mit dem Intro alleine führt man etwas auf Abwege, denn dieser epochale Eingang bei solch einer Band? Wirklich egal, denn im Anschluss werden keine Gefangenen gemacht und man poliert den Hörer erneut mit satten Death und kernigen Thrash ‚n‘ Roll Attitüden die Fresse. Die sehr holzige Ausrichtung in der Rhythmik passt einfach wie die Faust aufs Auge und dafür sind Fleshless bekannt. Ob nun auf CD oder einfach Live, sie bringen einfach den sadistischen Splatter Charme bestens zur Geltung. Der guturale Gesang des Fronters ist deutlich eingängiger aufnehmbar und er orientiert sich merklich weniger an seinem kanadischen Kollegen Maurizio oder gar einem gewissen George „Corpsegrinder“ Fisher. Das macht auch das Material merklich eigenständiger und das Fleshless eine Death Wand vor dem Herrn sind weiß jeder, welcher schon mal die Truppe über die Bühne hechten gesehen hat. In diesem Falle ist es aber dann so, dass man durch die merklich gesteigerte Eigenständigkeit auch durchdachter klingt. Dies bedeutet, dass Anno 2015 mehr Innovation vorherrscht und man sich von einer sehr starken Brutal Seite zeigt. Ob nun technische Death Leckerbissen, melodische Unterbrechungen, oder kurze Brutal Aufblitzer, alles wurde zu einer satten Melange verbunden, welche den Hörer amtlich am Nackenspitzel zwickt, sodass man einfach nicht anders kann, als seine Rübe bis zur Genickstarre rotieren zu lassen.

Die gelungenen Unterbrechungen der melodischen, oder einfach klaren Groove Unterwanderungen komplettieren einen superben Sound. Fleshless zeigen sich in diesem Jahr von einer sehr starken Seite, welche den Old School Deather, den Brutal Liebhaber, aber auch noch nach wie vor den Grind Fan wirklich begeistern kann.

Fazit: Wirklich sauberes, feines Scheibchen in Sachen variablen Death Metal, den uns die tschechischen Deather Fleshless hier aufgetischt haben.

Tracklist:

01. Intro 01:23
02. Dead Never Dies 02:32
03. Epitome of Malefice 03:38
04. Mankind Fall 03:48
05. Descend into the Depths 02:57
06. Deviant Sanctity 03:20
07. Noise Pt.4 00:21
08. Spirit Deformed 03:14
09. Human Insect 03:29
10. Mind Eclipse 03:07
11. Divine Ruination 02:04
12. Devoured Beyond Recognition 03:49
13. Outro 01:01

Besetzung:

Vladimir (voc)
Michal (guit)
Luděk (guitar)
Vitys (drums)

Internet:

Fleshless Website

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Fleshless @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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