Band: Frosttide
Titel: Awakening
Label: Noiseart Records
VÖ: 2013
Genre: Melodic Death/Folk Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Oliver Lackner

Ja aber hallo! Was schneit denn da aus dem hohen Norden herein? Ich hab den Namen ja bereits auf den diesjährigen Heidenfest Plakaten als Special Guest entdeckt. Die Rede ist von der finnischen Formation „Frosttide“. Die vier Nordmänner veröffentlichen gerade rechtzeitig zum Tourstart ihr Debutalbum „Awakening“.

Das Album hat mich komplett und vollkommen überrumpelt. Auf einen solchen Act war ich nicht wirklich gefasst. Das etwas seichte Intro „Winter´s Call“ lies mich erstmal auf ein etwas beschaulicheres Album schließen. Weiter daneben hätte ich eigentlich gar nicht liegen können. Track Nummer zwei, betitelt nach dem Album, hat mich kurzerhand überrollt wie ein Vierzigtonner einen Igel. Es ist schon eine Weile her, dass ich dermaßen satte und aggressive Klänge in einem Folk/Melodic Album gehört habe. Nachdem der erste Schock also überwunden war, konnte ich endlich der herrlichen Melodien, Chants und weiß der Geier noch was lauschen.

Ab „Awakening“ geht’s stetig bergauf. Das Album entwickelt sich zu einem fantastischen Hörgenuß. Flotte Gitarrenparts streiten mit der grenzgenialen Stimme von Joni Snoro um die Vorherrschaft. Der Knabe hätte auch tatsächlich gewinnen können wäre da nicht ein dritter Anwärter auf diesen Thron. Felipe Munoz und sein Tasteninstrument, auch Keyboard genannt, haben mich bei „Quest For Glory“ vollkommen vom Hocker gerissen. Generell setzt der Mann sein Instrument mit solcher Finesse ein, dass es eigentlich zum tragenden Element der gesamten Komposition wird. Einfach grandios!

Fazit: Der Norden ist und bleibt ein Garant für großartige Musik im Metal-Genre. Wieder einmal schafft es eine Band aus Skandinavien mich auf Anhieb von sich zu überzeugen. Das Gesamtpacket ist dermaßen prall geschnürt, dass einem unweigerlich der Atem stockt. Ich bin ernsthaft am Grübeln, ob ich mir den 500km Trip nach Wien auferlegen soll, um diese Jungs live zu genießen. Wer die Chance hat sollte sie jedenfalls auf keinen Fall verpassen.

Tracklist:

01. Winter’s Call (Intro)
02. Awakening
03. Quest for Glory
04. No Turning Back
05. Dawn of Despair
06. Siege
07. Ruins of Defeat
08. Unwritten (Engraved in the Stars)

Besetzung:

Joni Snoro (voc & guit)
Juho Patinen (guit)
Joonas Nislin (drums)
Felipe Munoz (keys)

Internet:

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