Band: Gilgamesh
Titel: The Awakening
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Blackened Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Beim Wort Gilgamesh zuckt es mich immer zusammen. Nicht wegen dieser Truppe, sondern wegen einer mexikanischen Girlsband, welche einfach nur schlecht ist. Gott sei Dank handelt es sich hier um eine völlig andere Band und meine Pulsschläge senken sich wieder. Blackned Death Metal wird von den deutschen Kollegen fabriziert und stilecht, mit leichter persischen Färbung ertönt auch schon das Intro. Wirklich geiler Stimmungsmacher, welcher auf bei vielen Filmepen drauf sein könnte. Doch schon schlagen die Jungs uns die Fresse ein und mein Puls geht von null auf 200 hoch. Ja wie geil ist das denn, das Ohrenbetäubende Gemisch ist einfach superb was hier aus den Boxen schnallt und poliert einem amtlich die Fresse. Harsche Stücke wurden gelungen mit druckvollen Parts zusammengefügt und dabei spielt man eindeutig dem Namen (stammt vom mesopotamischen Uruk König) gerecht, eine orientalische Variaton. Das man hierbei auf große Bands a la Nile denken könnte steht sicherlich außer Frage, muss aber sagen, die deutschen Black/Deather gehen hier meiner Meinung nach deutlich lockerer ins Gehör. Animierlich krach die Bude und man sieht sich vor einem dunkelmetallischen Kopfkino, welches nicht nur unglaublich toll und hart daher kommt, nein die Unterwanderungen (zum richtigen Zeitpunkt) dominieren immer nach vorne und so entsteht wirklich ein dunkles Fantasybild, welches nicht besser musikalisch umgesetzt werden hätte können. Hier wirkt nichts überheblich oder zu pathetisch aufgerollt, nein die Herrschaften haben es einfach geschafft hier eine breite Variation unter einen Deckmantel zu bringen, was ihnen so schnell niemand nachmacht. Potential brandgefährlich eben, denn genau die Mixtur macht es in diesem Bereich immer aus. Einerseits kann dies zu ausufernd münden, oder einfach zu grottig-schlecht umgesetzt. Das Konzept der Münchner Truppe geht auf und somit ist die Ideensammlung, als auch die Umsetzung auf einen Silberling mehr als nur geglückt. Sicherlich gibt es in diesem Bereich eine breite Konkurrenz, doch die bayrischen Vertreter hier können es locker mit diesen, als auch den ganz großen des Genres aufnehmen. Man stellt meiner Meinung nach sogar viele in den Schatten und hier spreche ich nicht vom Nachwuchs, sondern von jenen, welche hier bereits schon lange einen Namen haben. Der graunebelige Schatten den man hier durch die heimischen vier Wände zaubert, lässt einen schier frieren, ja wenn hier nicht die volle Druckportion durch die Boxen dröhnen würde. Einfach superb wie man die Tempowechsel, als auch das Feeling umgesetzt hat. Es lässt mich schon etwas schaudern, wenn ich lese, dass diese Truppe noch keinen Plattendeal hat. Solch eine enorme Band und eben mit diesem Meisterwerk in Sachen Black/Death und dann keinen Deal. Ist im Gegensatz zu so vielen ach so schwachen Silberlingen aus diesem Genrebereich schon schämbar, dass Gilgamesh hier nicht schon längst bei einem größeren Label unterzeichnen konnten.

Fazit: Grenzgenialer Black/Death, welcher eben mit der orientalischen Melodiemischung einfach der Brenner vor dem Herrn ist. Gilgamesh ist somit nicht nur der Ururk König, sondern in diesem Falle eine Formation, welche es geschafft hat mit solch einem Output königlich vorstellig zu werden.

Tracklist:

01. Eclipse 01:32
02. Astaroth 06:05
03. Slaying in the Name of Ishtar 06:34
04. The Astronomer 06:22
05. Aeons of Hate 05:25
06. Evocating Enlil 06:25
07. To the Temple of Nippur 00:44
08. The Curse of Akkade 13:55

Besetzung:

Matthias Wedler (drums)
Andreas Kühlewind (bass)
Schorsch H. (guit)
Emanuel Daniele (voc & guit)

Internet:

Gilgamesh @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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