Gorod – Æthra

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Band: GOROD
Titel: Æthra
Label: Overpowered Records/Broken Silence
VÖ: 19/10/2018
Genre: Progressive/Technical Death Metal
Bewertung: 4,5/5

Wer die französischen Progressive/Technical Death Metal Recken von GOROD kennt, weiß, sie sind nichts schwache Gemüter. Die 1997 als GORGASM gestartet Technical verliebten Death Metaller konnten seit jeher für sich die Massen begeistern.

Da muss der werte Hörer nicht unbedingt der Frickelfreund sein, die Franzosen gingen seit ihrem Start unter dem neuen Bandnamen anhaltend gut ins Gehör. Die Verspieltheit der Truppe geht gut vereint als roter Faden gesponnen in die Gehirnwindungen und so schnell wird der Freund des progressiven Deathstahls die Jungs nicht los.

Mit Vehemenz im Hirn erst einmal festgeharkt wird ein Klangbild geboten, welches der Hörer komplett, genüsslich aufsaugt. GOROD wissen, wo sie den Haken und die Spitze ansetzten und mit einem festen Ruck wird der Bogen quer verbogen.

Gute Spielereien, satte Melodien und ein brachialer Schlag nach dem anderen wird im Dauerfeuer des Todesbleigeschützes aus Frankreichs abgefeuert. Ein sogenanntes Stahlgewitter hagelt hierbei hernieder. Todbringend und mit einem eisigen Wind im Rücken hechten die Jungs wie von der Tarantel gestochen hin und her.

Sie zeigen quer durch die Bank, wieso sie als eine der Speerspitzen des Technical Death Metal zählen. Ihren Landsmännern von GOJIRA in nichts nachhinkend bolzt der Trupp aus Bordeaux über unsere Köpfe hinweg. Die Spinnereien, welche sich im Kopfinhalt dieser Franzosen abspielen wurden perfekt auf den Silberling gepackt.

Selten erlebt der Hörer und Verehrer von ausgefallenen Death Metal Werken solch eine Überzeugungstaktik. Gute Wechselspielereien, fesselnde Breaks und leichte Stil-Korrekturen münden stets im großen Gewässer des Death Metal. Von diesem ausgehend, wird eine Angriffstaktik nach der anderen an andere Gestade genommen.

Die Combo bietet genau die Virtuosität für die sie verehrt werden. Darüber hinaus trauen sich die Burschen einiges zu, insofern, dass selbst lockere Clear Passagen aufgesucht werden. Wird dem astreinen Death Metal Fan nicht gänzlich gefallen, zeugt dennoch von einer Fortentwicklung, die seinesgleichen sucht.

„Æthra“ ist meiner Meinung nach das wohl dynamischste Album in der Bandkarriere. Der Entwicklungsstil hat glasklar gute Formen angenommen. Trotz vieler Einlagen und Spielereien wird nirgendwo ein Eklat der Überladenheit angestrebt.

Knurrig und holzig, wie gleichermaßen bunt verschönert wird ein kunterbuntes Klangbild geboten, das ein tolles Meisterwerk in diesem Bereich geworden ist.

Fazit: Mit einem absolut logischen Fortschritt im Bereich des Progressive/Technical Death Metal wurde ein Album gezaubert das mit vielen Eckpfeilern zu einem süchtig machenden Hörerlebnis wird.

Tracklist

01. Wolfsmond
02. Bekhten’s Curse
03. Aethra
04. The Sentry
05. Hina

06. And the Moon Turned Black
07. Chandra and the Maiden
08. Goddess of Dirt
09. Inexorable
10. A Light Unseen

Besetzung

Julien „Nutz“ DEYRES (voc)
Mathieu PASCAL (guit)
Ben „Barby“ CLAUS (bass)
Nicolas ALBERNY (guit)
Karol Diers (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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