Hämatom – Bestie Der Freiheit

Band: HÄMATOM
Titel: Bestie Der Freiheit
Label: Sony Music
VÖ: 26.01.2018
Genre: Deutschrock/NDH
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

haematom-Die-Bestie-der-Freiheit-album-artworkHämatom sind Musiker welche sich abseits jeglicher Metal Norm bewegen. Sie eindeutig zu schubladisieren ist eine unmögliche Sache. Ihre Roots und Einflüsse, sowie die Vielzahl der verwendeten Techniken lassen dies nicht zu. Einerseits könnte der werte NDH Fan den Sound für sich beanspruchen und der Industrial Metaller wird es diesen gleichtun. Dennoch ist der Reigen des deutschen Quartetts nicht jener wo andere Bands ihre üblichen Metalpfade abschreiten beziehungsweise Grenzen abstecken. Unbequem und mit vielen Ideen gestalteten Hämatom bis dato ausgezeichnet ihre Karriere. Jeder Track ist eine Hymne und wird gewiss eher den modernen Metallern gefallen, obendrein muss der werte Metal/Rock Fan einen Fable für deutsche Texte haben. Diesen hätte ich eigentlich nicht, nichtsdestoweniger, bis dato wussten die vorliegenden deutschen Recken fürwahr, wie sie den Hörer vor den Player bannen konnten.

Traditionen und dergleichen spielen für Hämatom keine Rolle, vielmehr bauen die Jungs auf die Musik und mit dieser konnten sie bis dato beharrlich die breite Masse überzeugen. Neue Hymnen braucht das Land heißt es da beim ersten Track des neuen Albums. Da haben die Herrschaften durchwegs recht und mit dieser Partynummer lassen sie bereits als Opener alle Hüllen fallen. Leider kommen sie im gesamten gesehen nicht an diesen Track mit den folgenden ran. Vermischt aus dem Deutschrock, NDH und Industrial Metal, werden gekonnte Groove Attacken mit eingebaut und diese klingen durch die Bank gut. Das alleine wäre schon ein guter Garant für eine facettenreiche Klangkunst mit der Mauern eingerissen werden. Hinzukommen Modern Metal Einlagen und das klingt ferner nicht schlecht, doch mit zu vielen Mainstream und Pop Attitüden ist dies dann schlussendlich zu viel. Die Verbindung und die Zusammenführung macht es aus und das haben die deutschen Musiker nach wie vor gut drauf. Mit viel Druck und ordentlich Dampf wird der Kochtopf ordentlich am Brodeln gehalten. Denn was das Druck-Sog Prinzip betrifft, sind die Herrschaften nach wie vor unerreichbar.

Hämatom haben es bis dato wunderbar umzusetzen gewusst und dementsprechend konnte keiner die Band mit irgendwelchen Vorreitern der genannten Genres vergleichen. Beim neuesten Silberling ist es deutlich anders, da die Band etliches aus dem Rockmainstreamlager mit eingebaut hat, was ich weniger erbaulich finde.

Schmackes für das hungernde Metal Volk war Devise und obwohl die neuen Tracks wuchtiger sind, bleiben sie nicht vollends hängen. Gute Nummern die zum Abgehen animieren sind dabei, wie hier und da nachdenklicher stimmende. Textlich wird in den dreizehn neuen Songs, das eindrucksvoll wieder gespiegelt was derzeit an Irrsinn und dergleichen unseren täglichen Alltag bestimmt. Melodien welche die Alltagsbewältigung leichter absolvieren lassen? Was mich persönlich betrifft absolut, getestet in allen Belangen, ging es meiner Wenigkeit stets besser, wenn ich mir Hämatom zu Gemüte führte.

Es zeigt sich bewahrheitet, Hämatom lassen sich von nichts und niemanden unterbuttern. Keine Soundeinlagen sind den Jungs kein Grund wert es nicht zu versuchen. Selbst Elektroeinlagen sind hier und da ein Grund und passen zum Marschtakt bestens. Wenngleich bei solchen Tracks wie „Mörder“ es eindeutig zu Mainstream lastig ausgefallen ist. Vielmehr gehen die stürmisch-unwirschen Nummern besser ins Gehör, ist dennoch im vorliegenden Falle eine Sache, die nur der Hörer selbst entdecken kann.

Äußerst zwei-gespalten offerieren Hämatom ihr neuestes Werk. Pathos ist nach wie vor eine Sache, die den Jungs aus Deutschland weniger schmeckt und somit klingt „Bestie Der Freiheit“ wie es durch die Boxen knattert. Ungemütlich und keiner Norm angepasst! Rechnet der Rezensent dies zusammen, so dürfte es prinzipiell eine klare Vollendung sein. Ist es deswegen nicht geworden, denn zu viele Songs klingen für meinen Geschmack zu Mainstream orientiert! Diese kann der Hörer oder komplette Verweigerer ja weiter skippen, da es mit der kompletten Anzahl von dreizehn Tracks genügen Klangfutter gibt, das besser in den persönlichen Gehörgang schlittert.

Fazit: Alles in allem servieren Hämatom ein gutes Potpourri aus NDH, Industrial und Groove Metal. Zusammengefügt klingt „Bestie Der Freiheit“ im gesamten gesehen zu Mainstream orientiert und da sind mir ihre Frühwerke definitiv lieber!

Tracklist:

01. Zeit Für Neue Hymnen
02. Mein Leben – Meine Regeln
03. Warum Kann Ich Nicht Glücklich Sein?
04. Mörder
05. Lichterloh
06. Ich Hasse Dich Zu Lieben
07. Lange Nicht Perfekt
08. Zur Hölle Mit Eurem Himmel
09. Lauter
10. Unter Strom
11. Bis Zum Letzten Atemzug
12. Wehleidige Monster
13. Todesmarsch
14. Schrei Nach Verschwörung (Bonus Track)
15. Bon Voyage (Bonus Track)

Besetzung:

Nord – Gesang
Ost – Gitarre
West – E-Bass
Süd – Schlagzeug

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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