Band: Hämatom
Titel: X
Label: Rookies & Kings/SPV
VÖ: 2014
Genre: Deutsch-Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Na das nenne ich mal ein Jubiläum feiern. 10 Jahre offerieren uns die Herrschaften von Hämatom schon ihre Musik in Sachen Mischkultur aus NDH, Crossover und Deutschrock. Selten habe ich in den letzten Jahren solch eine mitreißende Truppe erlebt und dies habe ich auch bei meiner Rezension zu „Keinzeitmensch“ zum Ausdruck gebracht. Keine Frage, solche Compilations oder Sammelbände zu einem Jubiläum sind prinzipiell nicht mein Ding. Bei Hämatom verhält es sich da ganz anders, hier bekommt man wirklich Money for Value. Alleine schon die Aufmachung dieser Metallboxeinfach geil und dann erst der Inhalt. Man ziert sich nicht und lässt zwei neue Stücke auf die Menschheit los. Gut hier hätten wir eigentlich schon einen Bonus, doch die Hämatom gehen da gegenüber anderen Bands einen Schritt weiter. Satte 10 Stücke wurden da doch glatt neu eingespielt. Fragt man sich ob der herkömmliche Fan der Band dieses Eisen braucht. Nun ich würde sogar sagen ja, denn alleine die Verpackung und der Inhalt zahlen sich hier aus. Handverlesen und mit Liebe zum Detail wurden eben die Stücke ausgesucht und die tun wirklich ihre Wirkung. Allein schon dieser Mitreißfaktor und dies ohne etwa hier in den massentauglichen Bereich hinüberzusteuern, ja das macht eben den Wirkungsgrad der deutschen Bleichgesichter aus. Wer hasst ihn nicht den Sido und dann noch eine Cover Version, ist doch zum ko***n? Nun auch diese geht wirklich toll in den Gehörgang und reißt einem das Toupet vom Haupte, sollte man mal ausprobieren mit diesem Track komplett aufgedreht an unseren Autoproleten vorbei zu düsen. Das schunkelige Stück von Maxim „Blinde Fäuste“ wurde kurzerhand zu einem niederbrennenden Stampfer umgemünzt. Nun das ist mal wirklich eine Umsetzung, welche vom Hocker reißt. Sei es wie es sei, man könnte hier wirklich jeden Coversong unter die Lupe nehmen, dennoch muss ich sagen habe ich genau diese beiden Stücke als Vorzeigeobjekt rausgeholt, da sie meiner Meinung nach ein komplett verändertes Potential verbergen. Alle anderen Versionen sind gut gelungen, wurden aber nah an das Original angelehnt. Dies heißt aber jetzt nicht, dass eben diese Songs schlechter sind. Überhaupt nicht, denn durch die Bank kann man die Coverparty mit Hämatom bis zum Exzess feiern und da gibt es meines Erachtens nichts zu meckern. Hier wurden einfach alle Ideen umgesetzt und man hat zum Zehnjahres Jubiläum genau ausgelotet was man wohl hier offerieren will. Das Endergebnis ist gekonnt und weiß zu begeistern. Für die Fraktion welche mit Hämatom bis dato noch nicht in Berührung gekommen sind, ist diese Box zum Einsteigen ein absoluter Brenner und mehr als nur Empfehlenswert, denn das Potpourri der Best-Of Sammlung auf CD steht außer Frage. Na dann bleibt einem nur mehr zu sagen, danke für die letzten 10 Jahre und auf die nächsten 10 mit der grenzgenialen Formation Hämatom.

Fazit: Wenn eine Jubiläums Compilation, dann solch eine, wie es Hämatom vorgelegt haben. Fanfreundlich, unterhaltsam und nicht nur lieblos eingestanztes, letztes Cent aus der Tasche holen (ja liebe Manowaristen dieser Gedenkanstoß geht in eure Richtung). Keine x-beliebige Best-Of Scheibe, sondern ein Sammlerstück das es in sich hat, musikalisch und Aufmachung erste Sahne.

Tracklist:

CD 1 (Cover):

01. Teufelsweib
02. Kids
03. Bilder im Kopf
04. Blinde Fäuste
05. Geboren um zu leben
06. Oh Jonny
07. Schwarz zu blau
08. Vom selben Stern
09. Remmidemmi
10. Emanuela
11. Guten Tag

CD 2 (Best Of):

01. Leichen pflastern unseren Weg
02. Alte Liebe rostet nicht
03. Sturm
04. Eva
05. Leck mich
06. Es ist nicht alles Gold was glänzt
07. Seelenpiraten
08. Auge um Auge
09. Man muss nicht sterben, um in der Hölle zu sein
10. Ihr kotzt mich an
11. Totgesagt doch neu geboren

Besetzung:

West (bass)
Sued (drums)
Ost (guit)
Nord (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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