Band: Hellavista
Titel: Asocial Club (Demo)
Label: Selfreleased
VÖ: 19. November 2015
Genre: Groove Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Lazer

Auch wenn ich die EP ganz legal gegen Bezahlung – für meine persönliche Sammlung zu Hause und natürlich weil ich Fan dieser Truppe bin – erstanden habe, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, diese zu rezensieren. Ganz nach dem Motto – „Österreichische Musik gehört gehört!“ – noch dazu wenn es sich um solch ein Gustostückerl wie in diesem Falle Hellavista’s Asocial Club handelt.

Die genauere Entstehungsgeschichte dieser Truppe gibt es hier nachzulesen. Wenngleich ich offen sagen muss, dass Hellavista ganz genau wissen, was sie tun. Beim Debütgig gleich einen Karton voller EP’s mit zu haben, zeigt schon von Erfahrung und vor allem von professionellem Auftreten. Die EP kommt mit vier hammerharten Granaten angerauscht, in die man sich gleich vollends verlieben kann.

Das Cover-Artwork ist schlicht aber sehr treffend mit der 1980er Musikkasette als Eyecatcher 😉 Im Inlay haben die Jungs sogar die Texte abgedruckt, damit man auf dem nächsten Gig gleich mitgrölen kann. Sehr coole Sache muss ich sagen, wird dies doch mittlerweile von sehr vielen Bands sträflich vernachlässigt.

Aufgenommen, gemixt und gemastered wurde Asocial Club vom Keyboarder Hombre im Concrete Studio (in dem er der Boss ist) in Niederösterreich höchst persönlich. Naja, sowieso klar – damit’s gut klingt, macht man es eben selber!

Der erste Song der EP nennt sich Robolution und kommt Eingangs ziemlich bluesig daher. Ist aber keineswegs eine schwache Nummer, sondern zeigt auf jeden Fall seine Härte und besticht durch seine überaus geniale Melodie im Refrain und seine Rhythmik im Allgemeinen.

Hellevator legt nach kurzem Aufbau dann so richtig los. Hier fahren Hellavista ein ordentlich hartes Brett mit trotzdem eingehenden Melodien. Glaso geigt erstmals so richtig mit seinem virtuosen, aber dennoch sehr mannschaftsdienlichen Solospiel. Besonders hervorzuheben wäre hier etwa der Mittelteil, bei dem Hellavista dem Zuhörer eine wunderbare Headbanging-Passage einräumt.

Breed Of Evil – der dritte Track der CD – ist sozusagen der „Ruhepol“ der Scheibe…wenn man so etwas überhaupt sagen kann. Etwas schwerfällig kommt der Track dahergerollt, besitzt aber durch sein etwas gemächlicheres Dasein eine gewisse Härte.

Den Schlusspunkt setzt The Son Of Satan. Unheimlich brutal wirkt gleich der Einstieg mit dem Arrangement – Bass, Gitarre und den brutalen Drums. Sogleich verbauen Hellavista aber eine Passage, in der man – später wiederholt – wunderbar Renne’s Bass dröhnen hört. Auch Glaso darf wieder ein – diesmal weniger auf Geschwindigkeit getrimmtes – Solo raushauen.

Insgesamt ist Asocial Club ein richtiger Killer. Neckbreaking Groove Thrash Metal beschreibt es am Allerbesten. Es ist genug Härte vorhanden, ohne dass übers Ziel hinausgeschossen wurde.

Was mich persönlich unheimlich freut, ist die Tatsache, dass man den Keyboards mehr Spielzeit einräumt als damals bei Freund Hein, beziehungsweise sie heute etwas besser einsetzt. Hombres Keys sind bei Hellavista’s Songs einfach absolute Weltklasse und nicht wegzudenken. Die passen wie die berühmte Faust aufs Auge. Auch die anderen Instrumente sind toll herausgearbeitet und bekommen im Laufe der Tracks beziehungsweise der Scheibe die Aufmerksamkeit die sie verdient haben. Natürlich möchte ich die Vocals nicht aussen vor lassen. Dirty Harry zeigt, dass er ein Tier ist hinter dem Mikrofon. Er growlt mit Leibeskräften und screamt sich in einen Rausch. Die Vocals an sich scheinen etwas mehr thrashig zu sein, also dezent mehr krächzend und rotzig, als man es eventuell von vorangegangenen Songs von Freund Hein damals kannte (dort kamen sie mir mehr deathlastig vor). Was hier aber keinesfalls etwas Schlechtes bedeuten soll – absolut nicht.

Mit diesem Stück, legt die Kapelle ihre eigene Messlatte schon mal ordentlich hoch. Auf nachfolgendes Material darf man also heute schon gespannt sein. Wem sich die Möglichkeit bietet, diese EP zu erstehen, der sollte dies unbedingt tun! Ansonsten kann ich mich nur mehr für eine Live-Show Hellavista’s aussprechen – sie werden nicht enttäuscht.

Tracklist:

01. Robolution
02. Hellevator
03. Breed Of Evil
04. The Son Of Satan

Besetzung:

Vocals: Dirty Harry
Guitars: Glaso
Keyboards: Hombre
Bass: Renne
Drums: Mr.PP

Internet:

Hellavista @ Facebook

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It's not about Satan, it's about Pussy and Poop. In Grind we trust!

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