Band: Hidden Lapse
Titel: Redemption
Label: Rockshots Records
VÖ: 02.06.2017
Genre: Melodic Progressive Metal
Bewertung: 3.5/5
Written By: Lex

Hidden Lapse - Redemption album artwork, Hidden Lapse - Redemption album cover, Hidden Lapse - Redemption cover artwork, Hidden Lapse - Redemption cd cover„Hidden Lapse“ sind eine frische Band, die mit „Redemption“ ihre erste Veröffentlichung vorlegt. Im Laufe des Albums wird die Geschichte um eine drogensüchtige Mutter und deren Sohn erzählt, wobei die Mutter einen begangenen Mord des Sohnes auf sich nimmt. Freilich endet alles in Tod und Untergang – was italienischen Musikern beim Pizza verspeisen am Strand eben so einfällt.

Dementsprechend gehen die Songs sowie deren Vor-, Zwischen- und Nachspiele fließend ineinander über, während sie eine durchgehend melancholische Stimmung verbreiten. Von so einem Projekt darf man auch kaum flotte eingängige Nummern über Motorradfahren und das Flachlegen von Flittchen am Strand erwarten, sondern muss als Hörer die Aufmerksamkeit ganz auf die Musik und die erzählte Geschichte richten. Was dabei sofort positiv besticht, ist einmal dass die Band – insbesondere Leadsängerin Alessia Marchigiani – wirklich Stimmung und Emotionen aufbaut. Die Melodien und Songstrukturen gehen fließend und gekonnt ineinander über, das Album an sich weckt immer wieder Interesse und Aha-Momente beim Hörer. Die Zeit vergeht für ein doch eher schwereres Werk recht schnell und ohne, dass ich reflexartig die Skiptaste betätigen möchte.

Auch klingt die junge Band in meinen Ohren eigenständig, nur kleinere Teile der Keyboards/Synthesizer (Was ist eigentlich der Unterschied?) lassen mich gelegentlich entfernt an „Dream Theater“ denken. Dabei sei aber eingeräumt, dass ich in Sachen Melodic/Progressive Metal mit weiblichem Gesang nicht sonderlich viele Vergleichsmöglichkeiten habe.

Die Schwäche von „Hidden Lapse“ liegt bei diesem Debut vor allem darin, dass die Songs jeder für sich genommen zwar nicht ins Leere laufen, aber doch noch den gewissen Höhepunkt vermissen lassen, auf den sie doch hinzuarbeiten scheinen. Auch die Notwendigkeit der Zwischenspiele könnte ich eventuell in Frage stellen.

Für mich ist „Redemption“, vor allem da es sich durch und durch um ein Erstwerk handelt (will heißen, dass auch die Musiker selbst noch unbeschriebene Blätter sind), eine starke Leistung. „Hidden Lapse“ haben ein starkes Debut hingelegt, das vor allem als Gesamtkonzept überzeugt (wenn auch noch nicht begeistert) und echte Emotionen statt verkopfter Sterilität bietet.

Fans von anspruchsvollem melodischen Metalklängen sollten ein Ohr für die Band riskieren.

Tracklist:

01. Prologue: Dead Woman Walking
02. Silent Sacrifice
03. Interlude: The Right To Remain Silent
04. Drop
05. Lucid Nightmare
06. Pure
07. Redemption
08. Interlude: The Last Meal
09. Compassion
10. Awareness
11. Epilogue: Mercy Upon Your Soul

Besetzung:

Alessia Marchigiani (Lead Vocals)
Marco Ricco (Guitar)
Romina Pantanetti (Bass)

Internet:

Hidden Lapse Website

Hidden Lapse @ Facebook

Hidden Lapse @ Twitter

Share.

About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close