Band: Infecting The Swarm
Titel: Pathogenesis
Label: Lacerated Enemy Records
VÖ: 2014
Genre: Brutal Death Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Lex

So, liebe Freunde, jetzt wird der Staubsauger angeworfen. Melodien, erkennbare Songstrukturen, Groove, alles muss raus! Und alle Freunde von Disgorge (US) und Co dürfen sich auf eine weitere akkustische Sledgehammermassage freuen.
Ich habe mich nie wirlich gefragt, inwiefern andere Freunde des intestinal-gurgelnden Tief-Tiefer-Am Tiefsten-Gemetzels diese antiharmonischen Eiter-und Verwesungsbehandlungen tatsächlich hinhörend genießen. Ich für meinen Teil betrachte dieses ganz spezielle Genre als kontemplative Antithese zu all den peinlichen Meditations- und Ambienteplatten.für meditationsfreudige und pflanzenmampfende Klappergestelle, die sich zur Erreichung des inneren Gleichgewichts endlose Minuten monotonen Vogelgezwitschers in ihre ökologischen Hirnwindungen ballern.

Der Homogrindo Sapiensis Pathologis dagegen schmeißt sich idealerweise ein Katerbier samt darin aufgelösten Aspirins und Antibiotika ein, legt bspw. dieses Album von Infecting The Swarm auf, und ist eins mit dem Schaden, der auf der Ionenebene mit Beginn des ersten Tracks „Ionic Anomaly“ bereits zu entstehen im Begriff ist. Er genießt während des zweiten Tracks Unknown, der sich vom ersten eigentlich nur durch den Titel untersscheidet, seine völlige Unwissenheit was da genau über den brummenden Bass gelegt aus den Eingeweiden des „Sängers“ ihm an Lyrics entgegen grunzelt.

Wissend, dass dem „Sick Sci-Fi“-Konzept zufolge wahrscheinlich gerade irgendwelche kranken Alien-Experimente in Ebersprache erläutert werden, schaltet sein Geist irgendwann ab Track 3 von selbst ab und wacht erst wieder auf, wenn die CD vorbei ist. Sabbernd betrachtet er dann die erstandene CD und denkt sich: „Cool, stell ich zu den 300 anderen.“

Ob man noch eine CD dieser Art braucht? Nun, immer wieder bzw. kommt ganz drauf an. Ich für meinen Teil halte es lieber mit der auf diesem Gebiet unübertroffenen „She Lay Gutted“-Platte von den amerikanischen Disgorge.

Wer die gerade nicht verfügbar hat, wird auch mit der Pathogenesis glücklich.

Tracklist:

01 Ionic Anomaly
02 Unknown
03 Exogenous Corruption
04 Aberrated Antibiosis
05 Contamination
06 Cellular Shifting
07 Parasitic Mutation
08 Reshaping Life
09 Exponential Growth

Besetzung:

Hannes S. (Everything)
Alex Mx (Session/Live Drums)

Internet:

Infecting The Swarm @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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