Band: Into Eternity
Titel: The Incurable Tragedy
Label: Century Media Records
VÖ: 2008
Genre: Progressive/Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Recht ruhig ist es in den letzten zwei Jahren um die Kanadier Into Eternity geworden. Sie haben sich im Studio eingeschlossen und sind nun mir ihrem neuesten Output „The Incurable Tragedy“ zurück um die Szene zu erschüttern. Wer diese Formation kennt bzw. schon einmal live gesehen hat, weis dass diese Truppe viele Metal Elemente vereint und somit es wirklich schwierig ist sie in eine Schublade zu packen. Wem diese Band bis dato noch gar nichts gesagt hat sollte sich auf eine Reise zwischen Melodic Death Metal, Power Metal und Progressive Metal gefasst machen. Tim Roth (guit & voc), Troy Bleich (bass & voc) Stu Block (voc) Justin Bender (guit) und Steve Bolognese (drums) glänzen auch Anno 2008 ein weiteres Mal, mit viel Einfallsreichtum und Experimentierfreudigkeit. Nun denn, ab damit in den Player und genau aufgepasst.

Das Intro „Prelude To Woe“ läutet den Reigen ein. Im Anschluss schöpft man bei „Tides of Blood“ gleich aus den Vollen. Man tritt das Pedal von Beginn an ordentlich und donnert sehr schnell dahin. Dabei offeriert man uns immer wieder viele Frickelgewitter und messerscharfe Riffs und Breaks. Die Power Metal Vocals erinnern an und ab immer wieder an Judas Priest, aber wie gesagt diese Kanadier bieten weit mehr. So hat man auch hier viele Vocalwechsel parat und für diese superben Wechsel sind sie bekannt, als auch beliebt gleichermaßen. Sehr viele progressive und groovige Elemente wurden beim Nachfolger „Spent Years of Regret“ reingepackt. Man fetzt an allen Ecken und Enden mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit, das einem schwindelig werden könnte. Dennoch mit den Zwischenstopps in der Power Metal Ecke liefert man kurze Ruhepausen ab, bevor man wieder speedig dahin galoppiert. Vor allem die rauen, harten Ausrutscher machen es aus und man sollte schon mal Nackenschmerzen beim Anhören mit einplanen. Bei dem recht kurzen Stück „Symptoms“ liefert die Seitenfraktion einige Hammerriffs und Breaks ab und genau die Riffs lassen einen mit offener Kinnlade dasitzen und ungläubig den Kopf schütteln, wie sie das wohl alles auf die Reihe bekommen. Wer die Jungs live mal gesehen hat weis, dass sie es auch bei Konzertauftritten locker gebacken bekommen. Sang und Klanglos geht man nun zu „Diagnosis Terminal“ über. Dort wird fröhlich weiter dahin gebrettert ohne Rücksicht auf Verluste. Bei dieser Nummer blicken die harten Arrangements etwas vermehrt durch und somit hat man ein recht hartes Stück dadurch geschaffen. Dennoch die Power Elemente kommen immer wieder zum Einsatz, zwar weniger oft, dafür etwas länger. Progressive Ideen gibt es en Mass und diese werden auch wie eine Schaufel Kohle in den Dampfkessel geschippert. Bin ich gar nicht gewohnt dass auch Into Eternity langsame Nummern schreiben können. „The Incurable Tragedy I (September 21, 2006)“ ist der Beweis dafür, dass sie es können. Sehr ruhig uns sanft packt man es nun nach dieser rasanten Fahrt an. Eine willkommene Abwechslung muss ich ehrlich zugeben. Hier hat man nun ein wenig Zeit zum Verschnaufen gelassen. Schluss mit lustig ist auch schon beim Nachfolger „Indignation“ hier brettert man wieder vermehrt im Death Metal Bereich dahin, mit dem gewohnten Erfolgsrezept der Vocalmischung aus Power Metal, Death als auch einigen Black Metal Trademarks. Die Schizovocals die hier öfters eingesetzt werden, werten das Stück um Ecken auf und somit offeriert man, das man mit den Soundideen noch lange nicht am Ende ist bzw. sich selbst kopiert. Bei „Time Immemorial“ wird nun ein weiteres Mal die Notbremse gezogen und vor allem die Akustikgitarren, die zu Beginn erschallen erinnern ein wenig an „Battery“ von Metallica. Dennoch in der ruhigen Ecke verweilt man nur kurzzeitig denn nach 20 Sekunden bläst man alles nieder was sich einem in den Weg stellt. Die Vocalfraktion Grunzt und growlt uns eine breite Palette um die Ohren das es eine Freude ist. Die klaren Power Metal Gesänge folgen gleich auf dem Fuße. Die Herrschaften haben ein Goldhändchen und somit ist alles auf dem richtigen Platz zum richtigen Zeitpunkt. Bei „The Incurable Tragedy II (November 10, 2006)“ bleibt man von Beginn an in der Sanfte Ecke und liefert ungewohnte verträumte, als auch melancholische Rhythmen ab. Die Flamencogitarren die hier eingesetzt wurden werten die Nummer einmal mehr auf. „A Black Light Ending“ donnert wieder recht speedig dahin. Hier blickt der Modern Power Metal Faktor etwas mehr durch, dennoch die Death Metal Growls dürfen nicht fehlen und kommen auch hier vermehrt vor. Dennoch der Rhythmus ist eher im Power Metal Bereich angesiedelt. Die Riffs die immer wieder locker vom Hocker aus den Ärmeln geschüttelt werden sind eine Wonne und unterstreichen das Können der Seitenhexer. Denke mir, dass viele Genrekollegen vor Neid erblassen, wenn sie sich diese beiden Gitarreros zu Gemüte führen. Etwas grooviger wird nun bei „One Funeral Hymn For Three“ weiter gewerkelt. Die härteren Vocals haben hier die Oberhand gewonnen und wechseln immer wieder die Power Metal Gesänge ab. Bei den rauen Vocals tritt man gehörig den Arsch des Zuhörers und lässt ihn kaum ruhig sitzen. Den Abschluss macht „The Incurable Tragedy III“ das sehr heroisch ausgefallen ist. Sanfte Klavierklänge serviert man uns hier und somit hat man einen Song abgeliefert, der fast schon Filmmusik Charakter besitzt und den Output bestens abrundet.

Fazit: Geiles Album, ausgewogene Mischung aus Melodic Death Metal, Power Metal und Progressive Metal und viele Ideen die man in die 12 Tracks gepackt hat. So ist hier für jeden Genrefan etwas dabei.

Tracklist:

01. Prelude To Woe 00:55
02. Tides of Blood 03:46
03. Spent Years of Regret 04:15
04. Symptoms 01:48
05. Diagnosis Terminal 03:31
06. The Incurable Tragedy I (September 21, 2006) 02:49
07. Indignation 03:58
08. Time Immemorial 04:15
09. The Incurable Tragedy II (November 10, 2006) 03:37
10. A Black Light Ending 03:33
11. One Funeral Hymn For Three 04:10
12. The Incurable Tragedy III (December 15, 2006) 02:20

Besetzung:

Tim Roth (guit & voc)
Troy Bleich (bass & voc)
Stu Block (voc)
Justin Bender (guit)
Steve Bolognese (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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