Band: Isole
Titel: Silent Ruins
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Doom Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Trotz der aufkommenden Schneeschmelze und dem Beginnen des Vogelgezwitscher will der geneigte Doom Fan ebenfalls etwas Schwermütiges. Selbiges bekommt er von den Schweden Isole geboten. Die Herrschaften versuchen erst gar nicht einen auf fröhlich zu machen und so könnte man dies als letzen Widerstand des Winters bezeichnen. Die Band ist ja schon 5 Jahre im Geschehen und konnte bereits mit „Forevermore“ (2005), „Throne of Void“ (2006) und „Bliss of Solitude“ (2008) die Szene erschüttern. Eine schöne eisige, nordische Brise blasen uns Daniel Bryntse (guit & voc), Henka (bass), Crister Olsson (guit) und Jonas Lindström (drums) auch bei ihrem vierten Lonplayer „Silent Ruins Redemption Part I“ um die Ohren. Wer mit Fröhlichkeit seine Probleme hat, der wird hier vollends bedient.

Mit dem Doom Monumentalwerk „From The Dark“ wird der Reigen eröffnet. Schöne schleppende und tiefgründige Riffs gehen hier runter bis in die Magengegend. Die Abwechslung wird hier durch einige kurze, stampfendere Rhythmen geboten. Das Ganze hat man mit viel nordischem und heroischem Flair angereichert und mit dem fetten Sound dröhnt diese Doom Hymne gewaltig aus den Boxen. Etwas knackiger und ein wenig flotter ist nun „Forlorn“ ausgerichtet. Man bleibt aber auch hier in der stampfenden Ecke. Auch wenn man den nordischen Touch ein wenig mit einem orientalischen abwechselt. Genau diese Mixtur macht den Track äußerst interessant. Dennoch das Nordlicht erlischt hier nicht und nach einigen Minuten besinnt man sich wieder auf den typischen Wikingersound der mich ein wenig an die italienischen Doom Kollegen von Thunderstorm erinnert. Dennoch im Gegensatz zu diesen bereichern ihre schwedischen Kameraden ihren Sound mit etlichen Chorarrangements die sehr gewaltig und amtlich in Szene gesetzt wurden. Von der Machart sehr ähnlich ist nun „Nightfall“. Dennoch hier wirkt alles etwas schleppender und deutlich eisiger. Vor allem das heroische Feeling darf nicht fehlen und genau diese wird hier etwas mehr nach vorne gerückt. Das einzige was hier, wenn man es so nennen darf fröhlicher klingt, sind die Vocalarrangements. Der Großteil des heroischen Gefühls kommt einmal mehr von den Chorvocals die, die Nummer etwas komplexer wirken lassen. Der Leidensmarsch der Wikinger geht auch schon mit „Hollow Shrine“ weiter. Dennoch dieser Track ist nun wieder sehr stampfend ausgerichtet und sogar einige schnellere Rhythmen kommen hier an und ab zum Einsatz. Doch man kann den Doom Metal Fan gleich wieder beruhigen, das Schiff wird gleich wieder in Richtung des tiefgründigen Gewässers gesteuert. Trotzdem wagt man von diesem kürzere Ausbrecher. Die Betonung liegt aber bei wirklich kurz. Die Mühle kommt zu Beginn von „Soulscarred“ vollends zum Stillstand und hier wird erstmal eher beschaulicher und deutlich melancholischer gewerkelt. Sanfte akustische Gitarrenklänge werden durch einen sehr tiefgründigen Gesang begleitet, bevor doomiges Gitarrenspiel den ruhigen Part ablöst und man wieder munter drauflos doomt das es in die tiefste Magengegend geht. Sehr düster ist nun die Einleitung von „Peccatum“ gelungen. Schaurige Klänge werden hier von einem Keyboardeinsatz welcher wie ein Spinett klingt begleitete, bevor man etwas klassischer weiter macht. Vor allem nach dieser sehr melancholischen Einleitung sollte man sich zurück lehnen und das Stück bist zum Ende vollends genießen, denn man bleibt auf der ruhigen, orchestralen Welle. Dadurch ist ihnen eine sehr vor Kraft strotzende ruhige Nummer gelungen. War die Einleitung lange, so hat man als Ausklang mit „Dark Clouds“ ebenfalls ein längeres Stück gepackt. Die ruhigen Momente die man vorher genießen konnte wurden komplett vernichtet und dafür knallt man uns zum Schluss noch einmal einen weiteren Doom Monumental Track vor den Latz. Treibendere Beats stehen hier im Vodergrund und deutlich mehrere, schnellere Ausbrüche wurden hier gewagt. Zwar arbeitet die Gitarrenfraktion solide im Doom Bereich und als Abwechslung werden uns einigen klarere, melodischere Solis geboten.

Fazit: Doom Metal as it’s Best. Freunde von Candlemess, Thunderstorm und Co können hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten doch eher die Finger von dem Teil lassen. Den Doom ist nicht Jedermanns/-frau Sache.

Tracklist:

01. From The Dark 11:02
02. Forlorn 06:46
03. Nightfall 06:57
04. Hollow Shrine 06:55
05. Soulscarred 06:26
06. Peccatum 04:01
07. Dark Clouds 11:43

Besetzung:

Daniel Bryntse (guit & voc)
Henka (bass)
Crister Olsson (guit)
Jonas Lindström (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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